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Nürnbergs U 21-Trainer Fabian Adelmann im Interview

Letzte Aktualisierung: 18. April 2019

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Trainer Fabian Adelmann mischt mit der U 21 des 1. FC Nürnberg als Tabellendritter in der Spitzengruppe der Regionalliga Bayern mit.

Beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg hat Fabian Adelmann derzeit zwei Aufgaben: Der 27-jährige A-Lizenz-Inhaber ist zugleich Assistent von Cheftrainer Boris Schommers bei den Profis sowie Trainer der U 21 in der Regionalliga Bayern. Während die erste Mannschaft im Abstiegskampf steckt, rangiert das Nachwuchsteam nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen auf Platz drei. Im BFV.de-Interview spricht Adelmann über die starke Verfassung der U 21 und seine Doppelfunktion im Verein.

BFV.de: Mit der U 21 des 1. FC Nürnberg rangieren Sie auf Platz drei. Nur das punktgleiche Spitzenduo mit dem FC Bayern München II und VfB Eichstätt liegt vor dem FCN. Die bisherige Saisonleistung kann sich sehen lassen, oder?

Fabian Adelmann: Absolut. Vor allem die Auftritte seit der Winterpause waren vielversprechend. Wir haben uns stabilisiert und zuletzt beim 2:2 gegen eine starke SpVgg Oberfranken Bayreuth nur knapp unseren fünften Sieg in Folge verpasst.

BFV.de: Sie betreuen das Team seit Oktober. In zwölf Spielen unter Ihrer Regie gab es im Schnitt exakt zwei Punkte. Was gefiel Ihnen bisher gut, was nicht?

Adelmann: Spontan fällt mir tatsächlich nichts ein, was mir nicht gefallen hat. Ich bin rundum zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Dass in den ersten vier Spielen mit mir als neuem Trainer noch nicht alles perfekt lief, ist normal. Es fehlte vor der Winterpause die Zeit für neue Trainingsinhalte. Die sehr lange spielfreie Zeit kam mir als Trainer dann sehr gelegen. Wir konnten stressfrei an unserer Spielweise feilen und einige Neuerungen vornehmen.

BFV.de: Wie lautet das Ziel für die verbleibenden fünf Spieltage?

Adelmann: Wir möchten die positive Entwicklung weiter vorantreiben und uns nicht mit dem bis jetzt Erreichten zufrieden geben. Unser Anspruch ist, in jedem Spiel fußballerisch zu überzeugen und Top-Leistungen abzurufen. Schön wäre es, wenn wir unseren dritten Platz verteidigen könnten. Wichtiger ist aber, dass wir mit der Spielweise zufrieden sein können.

BFV.de: Eine Zulassung für die 3. Liga hat der 1. FC Nürnberg in dieser Saison nicht beantragt. Warum?

Adelmann: Das hat mit der Ausrichtung des Vereins zu tun. Wir sind der Meinung, dass die Regionalliga Bayern für unsere jungen Spieler die beste Liga ist, um fußballerisch den nächsten Schritt zu machen.

BFV.de: Es wird also auch in der kommenden Spielzeit keine Zulassung beantragt?

Adelmann: Das kann man jetzt noch nicht sagen. Wir haben seit einigen Tagen eine neue sportliche Führung, die sich erst einmal einarbeiten muss und sich irgendwann auch mit dieser Frage beschäftigen wird. Grundsätzlich ist es ohnehin so, dass wir von Saison zu Saison schauen, ob ein Zulassungsantrag sinnvoll ist oder nicht.

BFV.de: Sie sind nicht nur Trainer der U 21, sondern auch Co-Trainer bei den Bundesligaprofis. Wie ist das zeitlich miteinander vereinbar?

Adelmann: Ziemlich gut, das hatte ich anfangs gar nicht gedacht. (lacht) Klar sind die Tage lang. Es sind für mich täglich zwei bis drei Trainingseinheiten. Aber unter der Woche bekomme ich alles hervorragend unter einen Hut. Komplizierter wird es am Wochenende - vor allem, wenn die Profis auswärts spielen. Mittlerweile haben wir es deshalb so gelöst, dass ich meistens nur bei den Heimspielen des Bundesligateams dabei bin.

BFV.de: Wie bewerten Sie die Entwicklung bei den Profis, die aktuell drei Punkte hinter Relegationsplatz 16 rangieren?

Adelmann: Es ist ein positiver Trend erkennbar, seit drei Spielen haben wir nicht verloren. Unser größtes Faustpfand ist die Ruhe im Verein, keiner lässt sich durch die Tabellensituation verrückt machen. Das ist nicht bei allen Teams im Abstiegskampf so. Unsere Jungs haben Lunte gerochen und wissen um ihre Chance auf den Klassenverbleib. Noch ist alles drin und ich bin mir sicher, dass wir noch einige Punkte holen werden.

BFV.de: Wie geht es in der nächsten Saison für Sie persönlich weiter? Legen Sie sich auf eine der beiden Trainertätigkeiten im Verein fest?

Adelmann: Das ist noch offen. Fakt ist, dass mir beide Tätigkeiten großen Spaß bereiten. Sowohl in der 1. oder 2. Bundesliga als Co-Trainer weitere Erfahrungen im Profibereich zu sammeln als auch als Trainer hauptverantwortlich für die U 21 zu sein, ist reizvoll.

BFV.de: Schon seit Sie 23 sind, arbeiten Sie als Trainer im Nachwuchsbereich eines Profivereins. Wie kam es zum frühen Einstieg ins Trainergeschäft?

Adelmann: Es ist sozusagen die klassische Geschichte. Nach zwei schweren Verletzungen - einer Knochenabsplitterung im Fußgelenk und einem Kreuzbandriss - habe ich bereits mit Anfang 20 aufgehört, selbst Fußball zu spielen. Ich habe dann alles auf die Karte Trainerkarriere gesetzt. Von meinem Heimatverein FC Ottensoos ging es 2014 zum SSV Jahn Regensburg, zwei Jahre später kam ich nach Nürnberg. Es ist klasse, dass ich in jungen Jahren bereits so viele Erfahrungen im Trainerbereich sammeln konnte.

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BFV-Interview: Christian Knoth/mspw

 
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