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"Runder Tisch" in der Spielgruppe Ruperti (Kreis Inn/Salzach)

Letzte Aktualisierung: 14. März 2019


"Runder Tisch" (Kreis Inn/Salzach)

Reger Austausch beim Runden Tisch der Spielgruppe Ruperti - 22 Funktionäre mit dabei

Hartes Ringen mit vielen Themen

Mit dem Rücktritt von Kreisspielleiter Thomas Langner (Taching) hatte der Runde Tisch des Bayerischen Fußball-Verbandes in der Spielgruppe Ruperti kürzlich in der Sportgaststätte in Teisendorf eine noch größere Gewichtung. Seine Nachfolge, der §34, der Futsal-Hallenfußball, das Schiedsrichterwesen und die unterschiedliche Auffassung des Rahmenterminkalenders, eine Themenvielfalt war bei den 22 Funktionären mit dem Kreisausschuss gegeben.

Die Kreisvorsitzende Carmen Jutta Gardill (Seeon) begrüßte eine stattliche Anzahl von Vereinsvertretern, das in der Vergangenheit oft nicht so war. So konnten offen und intensiv diskutiert werden. Nach fünf Runden Tischen unter der Leitung von Spielleiter Franz Schaffner (Bernau) in der Gruppe Chiem ist der Ruperti-Diskussionsabend die Halbzeit der Findungsphase der Verbandsfunktionäre. Gardill berichtete über den Rücktritt Langners ("Es war eine persönliche Entscheidung von ihm"), verschiedene Kandidaten wurden angesprochen und es soll zeitnah eine Lösung gefunden werden. Momentan hat die "Multifunktionärin" kommissarisch die Leitung der Spielgruppen mit Unterstützung von Bayernliga-Spielleiter Andreas Mayländer (Teisendorf) inne.
Erster größere Meinungsverschiedenheit gab es beim §34, dem Einsatz in verschiedenen Mannschaften. Die Regelung lautet nach einem Einsatz in der ersten Mannschaft in der ersten Halbzeit ist ein Spieler zwei Spiele oder 15 Tage in der unteren Mannschaft gesperrt. Über massive Probleme dieser Regelung berichteten Moritz Bauregger (TSV Teisendorf) und Hans Geiger (TSV Siegdorf) und ließen ihren Unmut freien Lauf. Mayländer verteidigte dies, dass dies die Vereine so wollten und dies im Verbandstag beschlossen wurden. Trotz der Aufnahme in die Dringlichkeit machte er den Vereinen wenig Hoffnung auf eine kurzfristige Änderung. "Wir können dies frühestens in drei Jahren beim nächsten Verbandstag ändern".
Weit auseinander lag man in der Gestaltung des Rahmenterminkalenders. Zum einen gibt es die Randgebiete mit Inzell und Ruhpolding und den weiteren Vereinen des Alpenvorlandes und zum anderen dem Raum Rosenheim. "Es jedem recht zu machen ist sehr schwierig" sagte Gardill. Erika Pohlner vom SC Inzell monierte die Aufnahme ihrer Anträge in den Kreistag. Sie ist von den Wetterkapriolen des Winters mit betroffen und klagte wie auch einige in der Runde, dass im Sommer in den schönsten Monaten nicht gespielt wird. Mayländer verteidigte dies aus Sicht des Verbandes, spielte aber auch einige Gedanken vor: "Ein Doppelspielwochenende Freitag und Sonntag im August wäre eventuell einmal denkbar". Ein früherer Beginn mit zwei Wochen Pause im August wäre auch eine Lösung. "Allerdings meine ich, dass nur langfristig eine Verkleinerung der Ligen für Abhilfe sorgen würde". Eine Vorrunde in den A-/B-/C-Klassen mit acht Vereinen und einer Neueinteilung im Frühjahr war ein weiteres durchgespieltes Szenario. "Sollen die Ligen kleiner werden?" Dies stellte Gardill zur Diskussion. Sie appellierte an die Online-Meinungsabfragen des BFV. "Macht mit, da kann man seine Meinung kundtun!"

An die 28 Vereine der Kreisliga ging eine Abfrage in der Winterpause raus, ob ab der Saison 2019/20 die Spiele der höchsten Liga mit Assistenten besetzt werden sollen. "Bis dato haben gut dreiviertel der Vereine zurückgemeldet, die Resonanz ist positiv". Mit den Fehlenden will sich Gardill in Kürze kurzschließen. Dies ist als Pilotprojekt unter der Meinung "Probier' mas mal" gedacht. "Jungen Schiedsrichtern könnte man damit eine Chance geben", so Obmann Hans Wichtlhuber, der auch mehr Unterstützung im Verein für die Schiedsrichter forderte.

Auf breite Ablehnung stößt weiterhin der Futsal-Hallenfußball bei den Vereinen, dennoch rückt der Verband nicht von dem Vorhaben ab, die zu einer festen Größe zu machen. Die Folge sind nur geringe Teilnahmen bei den diversen Meisterschaften, das führt zu Missmut bei den Verbandsoberen. "Wir müssen die Vereine informieren und aufklären", fordert Mayländer. Allgemein ist der Hallenfußball rückläufig, die Funktionäre monierten nicht nur das Futsalspiel.

Druckfrisch ist die Genehmigung für die Saison 2019/20 mit dem Modell "Neun gegen neun". Für alle C-Klassen ist dies durchgängig, jeder Verein muss einen Ansprechpartner benennen, alle Spiele haben die Voraussetzung "Elf gegen elf". Bis 48 Stunden vor dem Spiel kann eine Mannschaft den Gegner und Spielleiter auf das 9:9-Spiel informieren - eine Zustimmung braucht es allerdings nicht. Der Antragsteller bekommen im Spielplus ein "Flex" angehängt und verliert damit automatisch das Aufstiegsrecht.

Zu guter Letzt wurde noch über die Anpassung der Auswechselspieler diskutiert, die in allen Klassen gleich sein soll. "Der Kreisausschuss kann das selbst festlegen", so Gardill. In den kommenden Wochen wird hier ein Meinungsbild analog des SR-Assistenten in der Kreisliga gemacht. Gardill machte nochmals auf den Liveticker aufmerksam, der noch nicht rund läuft und verstärkt verwendet werden soll. "Schlechtes Internet" und "Fehlende Leute" waren die Resonanz der Funktionäre. Zudem plädierte Gardill in ihrer Position als Kreis-Ehrenamtsbeauftragte (KEAB) für die Meldung des DFB Sonderpreises, die am 30. April abgeschlossen werden muss.

Foto: -td

Bild: Viele Funktionäre folgten der Einladung von der Kreisvorsitzenden Carmen Jutta Gardill (Mitte).

 

 
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