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Bayernliga wird 4. Liga

Letzte Aktualisierung: 22. Oktober 2010

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Klares Votum für die Regionalliga-Reform beim DFB-Bundestag 2010; Foto: Getty

Um 13.32 Uhr war es perfekt. Die Regionalliga-Reform kommt und die Bayernliga wird ab der Saison 2012/13 die vierte Liga. Mit deutlicher Mehrheit (25 Gegenstimmen, 7 Enthaltungen bei 255 stimmberechtigten Delegierten) einigten sich Liga und Amateurlager beim DFB-Bundestag 2010 in Essen auf fünf Regionalligen. Bayern wird dabei eine eigene Spielklasse bekommen. Außerdem wird es eine Liga West, Nord und Nordost geben. Die weitere Liga teilen sich die Verbände in Baden-Württemberg, Hessen und Südwest. Die jeweiligen Meister sowie der Zweite aus der "großen Liga" Baden-Württemberg/Hessen/Südwest sollen dann an einer Aufstiegsrunde zur 3.Liga teilnehmen. Damit hat der "Wendelsteiner Anstoß" eine kaum für möglich gehaltene Wirkung erzielt, dank dem exzellenten Zusammenhalt und der Geschlossenheit zwischen Verband und den bayerischen Amateurklubs.

"Das ist eine der wichtigsten sportpolitischen Entscheidungen gewesen, denn der Fußball braucht eine für die Vereine finanziell und organisatorisch machbare Spitzenamateurliga unterhalb der Profi-Ligen. Für diese Reform konnte nur gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung eine gefunden werden. Vereine und Verband haben sich als ein Team präsentiert und ich bin froh, dass sich alle Beteiligten zu dieser Lösung entschlossen haben und der DFB-Bundestag diesem Antrag mit deutlicher Mehrheit zugestimmt hat", erklärte BFV-Präsident und DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch nach der Abstimmung über den Reformantrag.

"Das letzte was wir wollen, ist eine Spaltung zwischen Profi - und Amateurlager. Die Liga stimmt der Reform zu, aber ich bin mir auch sicher, dass es momentan keinen Königsweg, keine perfekte Lösung gibt. Wir werden ab sofort eine Kommission gründen, um daran zu arbeiten", begründete Liga-Präsident Reinhard Rauball den Schritt der Profis auf die Amateure.

Christoph Heckl (Sprecher der Bayernligisten und Leiter des Amateurbereichs beim FC Ingolstadt 04): Es ist eine attraktive und sinnvolle Lösung, für die wir gekämpft haben und mit der wir sehr gut leben können. Der Beschluss entspricht im Wesentlichen genau dem, was wir wollten: Wir in Bayern haben wieder die Hoheit über die vierthöchste Liga.

Wolfgang Mahr (Abteilungsleiter Fußball der SpVgg Bayreuth): Ich denke, dass ist für alle Beteiligten ein ordentlicher Kompromiss. Das wichtigste ist, dass der Landesverband in Bayern die Hoheit über die 4. Liga haben wird.

Daniel Felgenhauer (SpVgg Bayern Hof): Das ist natürlich super. Da hat der Wendelsteiner Anstoß richtig was gebracht. Man hat ja gesehen, dass es vielen Klubs schlecht geht und die Reform nötig war. Wenn jetzt die Bayernliga aufgewertet wird, ist das nur positiv und das war natürlich eines unserer Ziele. Für einen Verein wie die SpVgg Bayern Hof kann es nur gut sein, wenn wir dann tatsächlich eine Liga höher spielen können. Das ist nicht zuletzt auch für das Umfeld und die Sponsoren interessanter.

Armin Buchmann (Vorsitzender des FC Memmingen): Wir haben in Memmingen die Entscheidung des DFB-Bundestages verfolgt und sind angenehm überrascht, dass der Landesverband Bayern eine eigene Staffel erhalten wird. Auch für uns ist die in Essen gefundene Lösung mehr als sinnvoll. Denn spätestens wenn die Fernsehgelder wegfallen, wäre aus Memminger Sicht die Regionalliga in ihrer jetzigen Form nicht mehr machbar.

Frank Schmöller (Trainer FC Ismaning): Für Ismaning ist das eine Riesengeschichte. Bayern wird bei dieser Reform eine eigene Staffel bekommen, die Auflagen dürften im Vergleich zur jetzigen Regionalliga deutlich niedriger angesetzt sein. Damit wird unser Arbeiten einfacher, endlich haben wieder ein richtiges Ziel vor Augen.

 

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