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Landesliga Südwest: Saisonvorschau 2017/18

Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2017

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Es geht wieder los! In wenigen Tagen starten die fünf bayerischen Landesligen in die neue Saison. 87 Teams gehen in der Spielzeit 2017/18 an den Start - hochklassiger Amateurfußball ist also garantiert. "Wir haben in allen fünf Ligen einen interessanten Mix aus etablierten Verbandsligisten, ambitionierten Klubs und auch Vereinen, die sich neu auf der Landesliga-Bühne präsentieren. Das wird eine spannende Landesliga-Saison", erklärt Michael Tittmann vom Spielausschuss des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) mit großer Vorfreude.

Der Startschuss fällt bereits am Donnerstagabend, den 13. Juli in der Landesliga Mitte: Um 19 Uhr empfängt der SV Fortuna Regensburg den SC Ettmannsdorf zur Saisoneröffnungspartie. In den übrigen Staffeln stehen die Auftaktspiele jeweils am Freitagabend auf dem Programm: der SC 04 Schwabach trifft auf den 1. SC Feucht (Nordost), der ASV Rimpar empfängt den TSV 1976 Lengfeld (Nordwest), der VfB Hallbergmoos spielt gegen den TuS Geretsried (Südost) und der TSV Bad Grönenbach duelliert sich mit dem SV Egg a.d. Günz (Südwest).

Bis es endlich losgeht, erfahren Sie in unseren Saisonvorschauen alles Wissenswerte zu den fünf Landesligen. Den Abschluss bildet die Landesliga Südwest: fünf Fragen, fünf Antworten.

Alles zu den Landesligen

Wie setzt sich die Liga in der Saison 2017/18 zusammen?

17 Teams gehen in der Saison 2017/18 in der Landesliga Südwest an den Start. Der Großteil - 13 Mannschaften - kommt aus Schwaben, vier Vereine sind in Oberbayern beheimatet. Experten der Landesliga-Südwest brauchen sich zur neuen Spielzeit nicht allzu sehr umgewöhnen. Mit nur drei Neulingen darf sich die Liga im Wettbewerb mit den anderen Staffeln die Kontinuitäts-Medaille umhängen. Lediglich Bayernliga-Absteiger FC 1920 Gundelfingen, der SV Cosmos Aystetten als souveräner Meister der Bezirksliga Schwaben Nord und der TV Bad Grönenbach, Meister der Bezirksliga Schwaben Süd, sind neu dabei. 

Karte: Hier sind die Südwest-Landesligisten daheim

Wer sind die Favoriten?

Die Tabellenspitze nicht nur angreifen, sondern am Ende auch ganz oben stehen, will Vizemeister Türkspor Augsburg 1972, der in der ersten Relegationsrunde aufgrund der Auswärtstorregel unglücklich am TSV 1882 Landsberg scheiterte (2:2 und 1:1). Der jüngste Vergleich gegen einen direkten Landesliga-Konkurrenten, dem SC Olching, fiel für die Augsburger schon einmal positiv aus. Ein 2:1-Erfolg bedeutete die Qualifikation für die 1. BFV-Hauptrunde im Toto-Pokal. Derart erfolgreich soll es nun auch in der Liga weitergehen. "Unser Ziel ist ganz klar der Aufstieg in die Bayernliga. Wir haben uns durch zwei, drei Neuzugänge noch einmal punktuell verstärkt. Ich bin guter Dinge: Wir werden schwer zu schlagen sein", zeigt sich Fußball-Abteilungsleiter Erkan Bayro selbstbewusst.

"Bayernliga" heißt auch das mittelfristige Ziel beim Absteiger FC Gundelfingen, der mit 27 Punkten den Direktabstieg, nach nur einer Saison in der Süd-Staffel, nicht verhindern konnte. "Mit dem Abstieg hadere ich nach wie vor ein wenig, weil wir über vier Jahre unheimlich viel für den Bayernliga-Aufstieg investiert hatten", verrät Stefan Kerle, Sportlicher Leiter der Gundelfinger: "Uns hat die Konstanz, der letzte Wille, die Cleverness, aber auch das Glück vor dem Tor gefehlt." Das soll in der kommenden Saison nun anders werden, ganz ohne die Mannschaft jedoch unter Druck zu setzen: "Wir haben vom Verein keinerlei Vorgaben, was den direkten Wiederaufstieg angeht, und standen nach dem Abstieg vor einem Umbruch im Kader. Viele Spieler haben uns verlassen, andere ambitionierte Männer sind gekommen, darunter drei Jugendspieler. Es wird auch in den nächsten Jahren unser nachhaltiger Weg sein, Talente aus dem Nachwuchsleistungszentrum ins Team einzubauen." Dennoch soll es sportlich schon diese Saison wieder hoch hinausgehen: "Natürlich ist es unser Anspruch, jedes Spiel zu gewinnen. Einfach mal schauen und abwarten, ist nicht unser Ding."

Mit dem vierten Platz verabschiedete sich der SC Ichenhausen aus der Saison 2016/17 und zeigte sich in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit schon wieder angriffslustig. Liga-Konkurrent SV Egg an der Günz bezwang das Team von Trainer Oliver Schmid 5:1, nur in der zweiten Qualifikationsrunde des Toto-Pokals war gegen Bayernliga-Aufsteiger TSV Schwaben Augsburg (0:2) Endstation. Der SC Ichenhausen, für seine starke Defensivabteilung bekannt, hat für die neue Saison insbesondere im Offensivbereich aufgerüstet. Mit Stefan Strohhofer (TSV Schwaben Augsburg), Daniel Wiener (FC Gundelfingen) und Maximilian Lamatsch (FC Günzburg) kamen vielversprechende Männer für den Angriff.

In Ichenhausen gastiert am ersten Spieltag der TSV Aindling, der sich in diversen Testspielen bereits in guter Form präsentierte. Auch Dank der offensiven Verstärkung durch Simon Fischer, der vom Regionalliga-Aufsteiger FC Pipinsried ans Schüsselhauser Kreuz kam, ist der TSV zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen. In der zweiten Qualifikationsrunde des Toto-Pokals setzte sich die Mannschaft von Trainer Roland Bahr mit 3:2 gegen Liga-Konkurrent TSV 1861 Nördlingen durch, der die obere Tabellenspitze auch in der neuen Saison wieder fest im Visier hat.

Welche Mannschaften können für eine Überraschung sorgen?

Wie gesagt: Der erweiterte Favoritenkreis für die kommende Spielzeit ist groß - ebenso wie die Wahrscheinlichkeit, dass sich einer der fünf genannten Teams am Ende der Saison Platz eins sichert. Dennoch ist die Landesliga traditionell immer für Überraschungen gut, darüber sind sich auch die Vereinsvertreter einig. Gespannt ist man auf den TSV Gilching-Argelsried, der im vergangenen Jahr zwar nur Tabellen-14. wurde, aufgrund starker Neuzugänge jedoch als potenzielles Überraschungsteam eingestuft wird. "Das ehrt uns natürlich sehr! Unsere Ziele bleiben allerdings bescheiden: Wir wollen eine ruhige und konstante Saison spielen, nichts mit dem Abstieg zu tun haben und am Ende im gesicherten Mittelfeld landen", erklärt Gilchings Fußball-Abteilungsleiter Stefan Schwartling, der sich der großen Bedeutung der Neuzugänge Christoph Meißner (SV Pullach) und Christian Rodenwald (SV Mering) bewusst ist: "Wir erhoffen uns natürlich, gerade in der Defensive besser dazustehen und einfach stabiler zu werden. Vorne sind wir insbesondere mit Ramon Adofo ja schon sehr gut aufgestellt."

Neu in der Landesliga ist Aufsteiger SV Cosmos Aystetten. Doch das Team von Trainer Marco Löring, das sich mit 13 Punkten Vorsprung souverän den Meistertitel in der Bezirksliga Schwaben Nord sicherte, wird schon jetzt als Überraschungsmannschaft gehandelt. Auch Löring weiß um die Stärken seines Teams: "Die Geschlossenheit und der Zusammenhalt sind unsere Trümpfe. Wir sind eine funktionierende Einheit, können natürlich aber auch fußballerisch mithalten." Im Vergleich zur Vorsaison ist der Großteil seines Kaders beieinandergeblieben. Schmerzen tun jedoch die Abgänge von Pham van Tuan und Torjäger Markus Gärtner zum Liga-Konkurrenten SV Mering. Demgegenüber stehen vielversprechende Neuzugänge wie Verteidiger Emre Kurt (FC Augsburg II), Angreifer Robert Markovic-Mandic (TSV Kriegshaber) oder die Mittelfeldspieler Stefan Lukic (Türkspor Augsburg) und Safet Konakovic (U19 FV Illertissen). Trotz der Kader-Verstärkungen bleibt Löhrings Respekt vor dem Abenteuer Landesliga groß: "Wir wollen natürlich nicht gleich wieder runter, bleiben aber auch realistisch und wissen, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen können. Für uns wird es enorm wichtig sein, mit Niederlagen umgehen zu können und dann daraus auch zu lernen."

Welche Teams sind neu in der Liga?

Neben Cosmos Aystetten und Bayernliga-Absteiger Gundelfingen ist der TV Bad Grönenbach einer der drei Neuen in der Landesliga Südwest. Der Meister der Bezirksliga Schwaben Süd, dem innerhalb von vier Jahren drei Aufstiege gelangen, darf am Freitag (18.30 Uhr) gleich die Saison der Südwest-Staffel eröffnen. Und die Vorfreude auf das Auftakt-Derby gegen den SV Egg an der Günz ist beim SV riesengroß: "Wir blicken Freitag total positiv entgegen und sind stolz, dass wir das Eröffnungsspiel austragen dürfen. Wir sind top vorbereitet. Es wird eine halbstündige Eröffnungsfeier geben und wenn jetzt auch noch das Wetter mitspielt, erwarten wir etwa 1.000 Zuschauer", berichtet Abteilungsleiter Manfred Müller. Auch wenn die Saison-Vorbereitung mit vielen Verletzten alles andere als optimal verlief und auch zum Saisonstart noch lange nicht alle Spieler zur Verfügung stehen, bleibt Müller optimistisch: "Wir werden aus jedem Spiel das Bestmögliche rausholen, damit wir am Ende die Klasse halten können." Und wenn vieles zugunsten des Teams von Neu-Trainer Ralf Schilling läuft - die Verletzten möglichst schnell zurückkehren und Torjäger Denis Wassermann beispielsweise auch in der Landesliga verlässlich trifft - dann soll am Saisonende gar ein einstelliger Tabellenplatz zu Buche stehen.

Was sagt der Experte?

Einer, der die Südwest-Staffel bestens kennt, ist Liga-Spielleiter Stefan Schneider. Seine Prognose: "Ich erwarte eine ausgeglichene Liga, insbesondere im Mittelfeld wird es wieder eng zugehen. Der Kampf gegen die Abstiegs-Relegation bleibt höchstwahrscheinlich bis zum letzten Spieltag spannend. Nach dem souveränen Bayernliga-Aufstieg vom TSV Schwaben Augsburg machen die oberen Plätze wohl Türkspor Augsburg, der SC Ichenhausen, der TSV Aindling und Bayernliga-Absteiger FC Grundelfingen unter sich aus."

 
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