Header Image - Fußball-Lexikon
Es gibt sehr viele Theorien darüber, wo der Fußball nun seinen Ursprung hat. In Europa aber tauchte der Fußball vor rund 700 Jahren erstmals häufiger auf. Ritter und Edelleute trugen damals mit Schwertern und Lanzen bei Turnieren ihre Kämpfe aus, das "einfache" Volk, also Bauern und Handwerker, hatte ein anderes Spiel für sich entdeckt. Dabei standen sich immer zwei Mannschaften gegenüber, die dann versuchten, einen mit Heu ausgestopften Ball durch das jeweils andere Stadttor zu befördern. Richtige Regeln gab es damals noch keine, die Spieler benutzten also nicht nur ihre Füße, sondern trugen den Ball auch mit den Händen. Weil die Stadttore oft mehrere Kilometer auseinander lagen, dauerte das Spiel unter Umständen auch mal einen ganzen Tag.

Irgendwann entdeckten dann die Engländer das Spiel für sich, erfanden eigene Regeln und begrenzten das Spielfeld. Daher spricht man heute oft davon, dass England das "Mutterland des Fußballs" sei. Bis dahin war es aber noch ein weiter Weg. Denn zunächst gab es Streit über einen ganz wichtigen Punkt, nämlich darüber, ob der Ball nun mit den Händen getragen werden dürfe oder eben nicht.
 

Eine Einigung gab es allerdings nicht - statt dessen entstanden zwei verschiedenen Sportarten. Alle, die den Ball auch mit den Händen tragen wollten, spielten Rugby. Alle anderen, die den Ball nur mit den Füßen spielen wollten, spielten fortan Fußball.  So entstanden nach und nach alle Regeln, die wir heute kennen. Der Torwart zum Beispiel, wurde erst 1869 eingeführt.


Einige Jahre später dann, kam der Fußball auch nach Deutschland. Doch während es den englischen Fußballverband schon seit 1863 gibt, wurde der DFB erst 1900 in Leipzig gegründet. Der erste deutsche Meister wurde schließlich drei Jahre später gekürt und war - der VfB Leipzig.

Das hast Du sicherlich schon mal irgendwo gesehen: manchmal im Training, meistens vor dem Saisonbeginn oder der Rückrunde, wird den Profi-Kickern Blut abgenommen, und zwar meist aus dem Ohrläppchen. Aber warum eigentlich? Was kann man damit feststellen?
Mit diesen Tests wird der Laktatwert der Spieler festgestellt. Warum das wichtig ist und wozu dieses Wissen dann für den Spieler genutzt werden kann, erklären wir dir hier.
 
Was ist eine aerobe Belastung?

Um Leistung zu bringen, muss deine Muskultur ständig mit Sauerstoff versorgt werden, denn den braucht sie, um Energie zu gewinnen. Wenn Du deinen Körper nur leicht belastet, zum Beispiel durch gehen oder joggen, funktioniert das hervorragend. Man nennt das aerobe Belastung, was einfach heißt, dass genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.
 

Was ist eine anaerobe Belastung?
Steigerst du aber die Belastung, beispielsweise indem zu schneller läufst oder gar sprintest, muss deine Muskulatur wesentlich mehr arbeiten und benötigt dafür mehr Energie. Um Energie zu gewinnen, brauchen deine Muskeln Sauerstoff. Desto höher die Belastung also ist, desto mehr Energie und also auch desto mehr Sauerstoff brauchen deine Muskeln. Das Problem ist, dass bei hoher Belastung der Sauerstoff nicht mehr reicht, um ausreichend Energie zu gewinnen. Man nennt das dann anaerobe Belastung, und das heißt einfach, dass eben nicht mehr genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.


Warum nun also Laktattests?
Dein Körper benutzt nun andere Mittel, um trotzdem ausreichend Energie für deine Muskeln bereit zu stellen. Dabei entsteht als "Abfallprodukt" Laktat, auch Milchsäure genannt, und zwar mehr, als er selbst verbrauchen kann. Das kennst du dann ganz bestimmt auch, denn davon bekommst du am nächsten Tag einen ordentlichen "Muskelkater".

Mit einem Laktattest soll nun festgestellt werden, ab welcher Belastung der Körper mehr Laktat (Milchsäure) erzeugt, als er verbraucht. Desto besser trainiert ein Sportler ist, desto später erreicht er diese Schwelle. Damit man das Training für jeden Sportler optimieren kann, ist es sehr wichtig, genau diese Schwelle zu kennen. Feststellen lässt sich das eben durch die "Piekser ins Ohr".

 

Kaum geht die Fußball-Saison "auf dem grünen Rasen" alljährlich in die Winterpause, freuen sich alle schon auf die vielen Hallenturniere. Aber hast Du eigentlich gewusst, dass es mittlerweile zwei Varianten des Hallenfußballs gibt?
 
Du kennst mit Sicherheit den "normalen" Hallenfußball, wie er in Bayern schon seit rund 30 Jahren gespielt wird: manchmal mit, manchmal ohne Bande, mit fliegendem Wechsel, auf fünf mal zwei Meter große Tore. Diese Art des Hallenfußballs ist bei uns sehr populär und gibt den Spielern auch in den Wintermonaten die Möglichkeit, richtig Spaß am Ball zu haben.
 
Und nicht nur von Vereinen werden zahlreiche interessante Turniere veranstaltet, auch der Bayerische Fußball-Verband organisiert eigene Meisterschaften in allen Altersgruppen.
 
Aber wusstest Du eigentlich, dass "unser" Hallenfußball, so wie Du ihn kennst, hauptsächlich in den südlichen Bundesländern Deutschlands weitverbreitet ist, also dort, wo die Winterungsverhältnisse es einfach nicht zulassen, im Winter weiterhin draußen zu spielen. Im Norden Deutschlands aber, kann sowohl im Dezember als auch ab Februar wieder auf den Fußballfeldern um Punkte gespielt werden, dort hat sich Hallenfußball deshalb nie so stark entwickelt wie hier.
 
In anderen Ländern - nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt - hat sich schon vor ein paar Jahren eine andere Variante des Hallenfußballs einen Namen gemacht: Futsal. Wobei diese Sportart dort weniger als Überbrückung im Winter, sondern das ganze Jahr über gespielt wird.
 
Was aber ist beim Futsal anders als beim Hallenfußball?
 
Es wird zwar auch in Sporthallen gespielt, allerdings auf kleine Handball-Tore. Gespielt wird zudem grundsätzlich immer ohne Bande und das mit einem etwas kleineren Ball, der wesentlich weniger springt, als normale Bälle. Ohne Bande zu spielen bedeutet, dass - zur Vermeidung vieler Unterbrechungen - Ballannahme und Zuspiel präziser sein müssen, verständlicherweise ist Futsal deshalb nicht ganz so dynamisch wie unser Hallenfußball, weil durch Seiten- und Torauslinien doch viel an Tempo verloren geht (bei Ausball wird mit Einkicken fortgesetzt). Im Übrigen wird bei Unterbrechungen die Uhr angehalten (wie etwa beim Eishockey), sodass sich bei einer Spielzeit von 20 Minuten mit den Unterbrechungen nicht selten eine Verdoppelung der Spieldauer ergibt. Wissenswert ist vielleicht noch, dass jeweils zwei Schiedsrichter ein Spiel leiten und dass Fouls addiert und somit einer Mannschaft angerechnet werden: ab dem vierten oder fünften Foulspiel innerhalb einer Halbzeit (die Zahl hängt von der Spieldauer ab) erhält die gegnerische Mannschaft einen Zehnmeter-Strafstoß.
 
Futsal ist international bereits weitaus populärer als hierzulande, es bleibt abzuwarten, wie sich diese Hallenfußball-Variante entwickeln wird. Probier es doch einfach selbst mal aus!
 
 
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