Header Image - Aktuelle Hinweise - Übersicht
Aktuelle Hinweise - Übersicht

Alles rund ums Pass- und Spielrecht

In dieser Rubrik der BFV-Passabteilung finden Sie alles zum Thema Pässe und Vereinswechsel. In den aktuellen Hinweisen auf dieser Seite informiert die BFV-Passabteilung über aktuelle Fristen, gibt Hinweise und Tipps zum Pass- und Spielrecht sowie zu den Anträgen und Voraussetzungen.

Für folgende Themenschwerpunkte nutzen Sie bitte die Unterpunkte in der Navigationsleiste auf der rechten Seite:

Ansprechpartner in der BFV-Passabteilung
Formulare
ABC des Passrechts
Grundlagen
Passrecht Amateure
Passrecht Vertragsspieler
Passrecht Junior(inn)en
Sonderbestimmungen

Neue "SpielPlus"-Erklärvideos online

Spielerpässe online beantragen!

klicken zum Vergrößern
Einfach und schnell: Pässe beim BFV online beantragen!

Schluss mit dem Postversand des Passantrags! Seit dem 1. April 2014 können bayerische Vereine Spielerpässe auch online beantragen. Das ist nicht nur einfach, sondern vor allem schneller! Das haben die erfolgreichen Pilotprojekte in Ober- und Unterfranken bewiesen.

Für Vereine heißt das: Einmal den Kennungsantrag ausfüllen, für das SpielPlus-Modul "Antragstellung Online" im Login-Bereich freischalten lassen und ab sofort online arbeiten.

Das kann jetzt alles online abgewickelt werden:

Beantragung einer erstmaligen Spielerlaubnis, Beantragung eines einfachen Vereinswechsels, Beantragung eines Duplikats-Passes, Abmeldung eines Spielers durch den bisherigen oder neuen Verein.

So geht's:

  • Einmalig den Vereinszugang beantragen - Kennungsantrag und Nutzungsbedingungen (siehe PDF unten) ausfüllen bzw. anerkennen und entweder eingescannt per E-Mail, per Fax oder per Post an die BFV-Passabteilung (Brienner Str. 50, 80333 München) schicken. Dann werden die Zugangsdaten an die angegebene E-Mail-Adresse geschickt.
  • Die wichtigen Hinweise (siehe PDF unten) durchlesen.
  • Auf der BFV-Homepage mit der Kennung einloggen und loslegen.

Probleme oder Fragen? Die Kollegen der BFV-Passabteilung helfen Ihnen gerne weiter: die BFV-Passabteilung 

Wichtige Hinweise der BFV-Passabteilung an alle Vereine, die eine Nutzung für die Antragstellung Online beantragen möchten:

  • Wir weisen darauf hin, dass pro Verein nur eine Kennung vergeben werden kann. Bitte überlegen Sie sich vor der Einsendung des Kennungsantrages, welche Person genau in Ihrem Verein für die Nutzung freigeschaltet werden soll. Wir bitten dann darum, nicht mehrere Kennungsanträge einzureichen. Vielen Dank im Voraus!
  • Bitte beachten Sie für die Passbeantragungen die dafür geltenden Nutzungsbedingungen (siehe pdf unten) genauestens und halten diese ein. Bitte legen Sie auch äußerste Sorgfalt auf die zu machenden Angaben, überzeugen Sie sich genau von der Identität der Spieler (Vorzeigen lassen eines amtlichen Lichtbildausweises vor dem Ausfüllen des entsprechenden Online-Antrags!) und füllen Sie die Online-Anträge wahrheitsgemäß, sorgfältig und vollständig aus. Achtung: Nach wie vor muss der Passantrag in Papierform beim Verein ausgefüllt und unterschrieben vorliegen, bevor die Online-Beantragung durchgeführt wird. Dieser Antrag muss dann (ebenso wie ggf. vorliegende Spielerpässe oder weitere Dokumente) mindestens zwei Jahre vom Verein aufbewahrt werden.
    Bitte lesen Sie sich unbedingt unseren Artikel "Wichtige Hinweise - Online-Beantragung von Spielerpässen" (siehe pdf unten) ebenfalls ergänzend durch, bevor die Online-Beantragung durchgeführt wird!
    Wichtig! Sollten die dort genannten grundlegenden Dinge nicht eingehalten werden und sich Angaben "im Nachhinein" als falsch, fehlerhaft oder nicht vollständig herausstellen, drohen dem Verein im Falle eines Sportgerichtsverfahrens nicht nur hohe Geldstrafen sondern vor allem auch Spielverlustwertungen (Verlust der Spiele, in denen Spieler aufgrund falsch erteilter Spielberechtigungen eingesetzt wurden) und obendrein weitere Punktabzüge.
    Die BFV-Passabteilung wird fortwährend auf dem Zufallsprinzip basierende Stichprobenprüfungen auch außerhalb der Wechselperioden durchführen (vgl. Punkt 3 der Nutzungsbedingungen sowie der darin genannten Paragrafen)!

Ihre BFV-Passabteilung!

Aktuelle Hinweise der BFV-Passabteilung

Hinweise zu Spielerpässen und Spielberechtigungen / Nachreichen

Nach dem Beginn der neuen Saison 2018/2019 möchten wir es heute nicht versäumen, unseren Vereinen einige wichtige Hinweise zur Vorlage der Spielerpässe/Spielberechtigungen beim Schiedsrichter für die anstehenden und vom BFV durchgeführten Fußballspiele zu geben. Insbesondere auch deswegen, weil die dafür geltenden Bestimmungen unlängst ergänzt wurden und es seit dem 01.07.2018 eine zusätzliche Möglichkeit zum Nachweis der Spielberechtigung für die Vereine gibt.

Seit der Saison 2015/2016 im Herren- und Frauenbereich bzw. seit der Saison 2016/2017 im Jugendbereich kann die Spielberechtigung durch die ordnungsgemäße Spielberechtigungsliste im Spielplus (Elektronischer Spielbericht - ESB) mit dem hochgeladenen Passbild mit Schulterbereich, das den Spieler eindeutig identifiziert, nachgewiesen werden. (Ein Erklärvideo dazu finden Sie im Internet unter www.bfv.de => Bildung & Service => BFV-Serviceangebote => Pässe & Vereinswechsel => rechts: Erklärvideos für SpielPlus-Anträge => Thema: Spieler-Porträtfoto hochladen und freigeben.)
Alternativ kann die Spielberechtigung eines Spielers auch nachgewiesen werden durch:
. (neu seit 01.07.2018) die ausgedruckte ordnungsgemäße Spielberechtigungsliste im SpielPlus, auf der das Foto (Passbild mit Schulterbereich) des mitwirkenden Spielers hochgeladen worden ist,
. den Ausdruck der Detail-Spielberechtigung aus Pass-Online (vgl. hierzu die Bestimmungen in § 33 Nr. 2.2.4 Spielordnung bzw. § 16 Abs. 7 Jugendordnung),
. eine vom Verband ausgestellte Spielberechtigungsbescheinigung (vgl. hierzu die Bestimmungen in § 33 Nr. 2.2.3 Spielordnung bzw. § 16 Abs. 2 b) cc) Jugendordnung),
. einen "ordnungsgemäßen" Spielerpass.
Mit Ausnahme der G-Junioren besteht für alle Spiele (auch für Privatspiele) Spielberechtigungszwang.

Was ist aber ein "ordnungsgemäßer" Spielerpass? Nun, hierzu muss der Pass auf der Vorderseite zunächst vom Spieler unterschrieben worden sein - nicht erforderlich ist dies lediglich bei Spielern der Altersklassen E-, F- und G-Junioren/-Juniorinnen. Weiterhin muss der Pass auch das aktuelle Lichtbild des Spielers tragen, das ihn als Inhaber eindeutig identifiziert. Zudem muss dieses Lichtbild mit dem lesbaren Vereinsstempel versehen sein, welcher das Lichtbild mit dem Spielerpass verbindet. Weitere Erkennungsmerkmale und Daten des Inhabers sind: Name und Vorname(n), Geburtstag, Beginn der Spielberechtigung (evtl. ihre Befristung), Pass- und Vereinsnummer, Name des Vereins.
Da der Verein für die Richtigkeit der Eintragungen im Spielerpass bzw. in der Spielberechtigungsliste, die auf seinen Angaben beruhen, verantwortlich ist und jeder Missbrauch des Spielerpasses/der Spielberechtigung bestraft wird, empfehlen wir, alle (neuen) Spielerpässe/Spielberechtigungen sofort nach Erhalt auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

Wichtig: Wurde ein Spielerpass auf der Rückseite (bei der Abmeldung, beim letzten Spiel oder bei der Zustimmung/Nicht-Zustimmung) vom Verein ausgefüllt und abgestempelt und unterschrieben, weil sich ein Spieler zum Beispiel ursprünglich abgemeldet hat, darf der Spieler mit diesem Spielerpass nicht mehr eingesetzt werden! Hat sich der Spieler nun doch entschieden, beim bisherigen Verein zu bleiben (und keinen Vereinswechsel vorzunehmen), muss in solchen Fällen ein neuer Spielerpass mit einem vom Spieler (und bei Minderjährigen vom gesetzlichen Vertreter, Erziehungsberechtigten) unterschriebenen Passantrag unter Beifügung des bisherigen auf der Rückseite ausgefüllten, abgestempelten und unterschriebenen Spielerpasses bei der Passabteilung des Verbandes neu beantragt werden. Ein Weiterspielen mit dem auf der Rückseite ausgefüllten, abgestempelten und unterschriebenen "alten" Spielerpass ist nicht möglich. Der betreffende Spieler darf erst wieder nach Ausstellung eines neuen Passes eingesetzt werden!

Einige ältere Spielerpässe haben den Aufdruck Abgemeldet am: _____________ (reiner Stempel ohne Datumseintrag und ohne weitere Einträge) auf der Passrückseite stehen. Dieser Aufdruck wurde von der Passabteilung des BFV auf den Pass gestempelt und stellt keinen unzulässigen Eintrag dar. Der Spieler besitzt in diesem Fall weiterhin das Spielrecht. Diese Spielerpässe müssen auch nicht umgeschrieben werden. Sollte jedoch neben diesem Aufdruck zusätzlich ein Datum eingetragen und der Pass vom Verein abgestempelt und unterschrieben sein, ist der Spieler nicht mehr spielberechtigt. Es gelten dann die oben gemachten Ausführungen (Beantragung eines neuen Passes).

Weitere Hinweise:
Alle Spielerpässe sind Eigentum des BFV. Die Vereine sind zur sorgfältigen Aufbewahrung verpflichtet. Werden alte Spielerpässe nicht mehr benötigt (z. B. wenn ein Spieler "seine Fußballer-Karriere beendet hat"), so sind diese an die BFV-Passabteilung zurück zu senden. Die entsprechenden Akteure werden dann vom BFV im EDV-Passprogramm "abgemeldet" und die zugehörige Spielberechtigung beendet.
Möchte ein solcher Spieler irgendwann in der Zukunft beim gleichen Verein wieder mitspielen, so ist mittels Passantrag ein neuer Spielerpass zu beantragen ("Duplikat" ist anzukreuzen). Bei einem Vereinswechsel eines solchen Spielers stellt der neue Verein einen Passantrag "auf Vereinswechsel". Es empfiehlt sich, vor dem Absenden des Antrags den entsprechenden Sachbearbeiter in der BFV-Passstelle zu kontaktieren (per E-Mail oder telefonisch) und sich das Vorliegen des zurück gegebenen Passes kurz bestätigen zu lassen.

Die einschlägigsten Bestimmungen im Zusammenhang mit Spielerpässen/Spielberechtigungen und weitere wertvolle Hinweise dazu finden Sie für Erwachsene in der Spielordnung (§§ 32 und 33) sowie für Jugendliche in der Jugendordnung (§§ 16 und 21). Die ergänzende Lektüre dieser Bestimmungen wird empfohlen.

Zusätzlich finden Sie im Folgenden einige Anmerkungen und Hinweise zur Nachreichung von Spielerpässen/Spielberechtigungen:

Nachreichen des Spielerpasses/der Spielberechtigung

Grundsatz:

Die Spielerpässe oder die Spielberechtigungsbescheinigung des Verbandes oder der Ausdruck der Detail-Spielberechtigung aus Pass-Online (im folgenden "Hardcopy" genannt, vgl. § 33 Nr. 2.2.4 SpO bzw. § 16 Abs. 7 JO) oder die mit dem hochgeladenen Passbild mit Schulterbereich des Spielers versehene (ggf. ausgedruckte) Spielberechtigungsliste im Spielplus mitwirkender Spieler - im folgenden zusammengefasst "ordnungsgemäße Spielberechtigung" genannt - sind bei allen Spielen vor Spielbeginn dem Schiedsrichter vorzulegen.

Die ordnungsgemäße Spielberechtigung / der Nachweis des Spielrechts erfolgt durch:
(§33 SpO für Erwachsene bzw.§ 16 JO für Junior(inn)en außer G-Junior(inn)en)

  • den Spielerpass; oder
  • die (ggf. ausgedruckte) Spielberechtigungsliste im SpielPlus mit hochgeladenem Passbild mit Schulterbereich; oder
  • eine Spielrechtsbestätigung des BFV - in Verbindung mit Vorlage amtlicher Lichtbildausweis und Vorstellung beim Schiedsrichter (bei Erwachsenen) bzw. mit Bestätigung der Identität des Spielers durch den/die Mannschaftsverantwortliche/n oder Trainer gegenüber dem Schiedsrichter - Meldepflicht des Schiedsrichters (bei Junior(inn)en); oder
  • die Hardcopy - in Verbindung mit Vorlage amtlicher Lichtbildausweis und Vorstellung beim Schiedsrichter (bei Erwachsenen) bzw. mit Bestätigung der Identität des Spielers durch den/die Mannschaftsverantwortliche/n oder Trainer gegenüber dem Schiedsrichter - Meldepflicht des Schiedsrichters (bei Junior(inn)en).


Nichtvorlage der ordnungsgemäßen Spielberechtigung vor Spielbeginn:

Kann die ordnungsgemäße Spielberechtigung für den/die mitwirkenden Spieler nicht vor dessen/deren Einsatz/Einsätzen vorgelegt werden, gelten folgende Bestimmungen:

Für Erwachsene:
. Der/die Spieler muss/müssen sich mit einem Lichtbildausweis beim Schiedsrichter vorstellen.
. Kann/können sich der/die Spieler nicht mit einem Lichtbildausweis legitimieren,
- muss der im ESB/Spielbericht eingetragene Mannschaftsverantwortliche oder Trainer gegenüber dem Schiedsrichter die Identität und die Spielberechtigung des Spielers bestätigen.
- Der Spieler hat sich zusammen mit dem Mannschaftsverantwortlichen oder Trainer persönlich beim Schiedsrichter vorzustellen.
Die ordnungsgemäße Spielberechtigung kann in den vorgenannten Fällen dann bis spätestens 15 Minuten nach Spielende unaufgefordert dem Schiedsrichter nachgewiesen werden.

Für Junior(inn)en:
Der Mannschaftsverantwortliche oder Trainer muss die Identität und die Spielberechtigung des Spielers gegenüber dem Schiedsrichter bestätigen, damit dieser am Spiel teilnehmen kann (fehlt eine der beiden Bestätigungen, ist der Spielereinsatz unzulässig (§77 Rechts- und Verfahrensordnung)).
Die ordnungsgemäße Spielberechtigung kann dann bis spätestens 15 Minuten nach Spielende unaufgefordert dem Schiedsrichter vorgelegt werden. In diesem Fall entfällt die Meldung durch den Schiedsrichter.

Nichtvorlage der ordnungsgemäßen Spielberechtigung bis spätestens 15 Minuten nach Spielende:

Wird die ordnungsgemäße Spielberechtigung nicht innerhalb von 15 Minuten nach dem Spielende vorgelegt, hat der Schiedsrichter eine Meldung zu verfassen (und dem Verein vom Wortlaut der Meldung Kenntnis zu geben). Der Verein hat dann innerhalb von 3 Tagen nach dem Spiel
. entweder das Passbild mit Schulterbereich des Spielers im SpielPlus (Spielberechtigungsliste) hochzuladen und dies dem zuständigen Sportgericht (Erwachsene) bzw. Jugend-Sportgericht (Junior(inn)en) schriftlich oder über BFV-Postfach Zimbra mitzuteilen.
. oder den ordnungsgemäßen Spielberechtigungsnachweis dem zuständigen Sportgericht (Erwachsene) bzw. Jugend-Sportgericht (Junior(inn)en) vorzulegen.
Achtung: Eine Zusendung an die (Bezirks-)Geschäftsstelle oder an den Spielleiter ist nicht ordnungsgemäß und nicht fristwahrend!

Sollte ein Spieler an einem Spiel teilnehmen, ohne eine der vorgenannten Voraussetzungen zu erfüllen, ist der Spielereinsatz unzulässig (§ 29 Spielordnung, § 77 Rechts- und Verfahrensordnung).

Folgen:

Weist der Verein die ordnungsgemäße Spielberechtigung nicht binnen 15 Minuten nach Spielende, jedoch innerhalb von drei Tagen nach, erfolgt keine Spielverlustwertung, jedoch eine Bestrafung nach § 79 Rechts- und Verfahrensordnung (Geldstrafe in Höhe von nicht unter 20 Euro, bei Junior(inn)en nicht unter 10 Euro).

Weist der Verein die ordnungsgemäße Spielberechtigung innerhalb von 3 Tagen nach dem Spiel nicht nach, erfolgt eine Spielverlustwertung nach § 29 Spielordnung, sowie (also zusätzlich!) eine Bestrafung nach § 77 Rechts- und Verfahrensordnung.
(Das genaue Strafmaß finden Sie in den entsprechenden aktuellen Bestimmungen.)

 

Nachweispflicht der Abgaben für Vertragsspieler

Da in der gerade abgelaufenen Wechselperiode I im Sommer wieder sehr viele Akteure einen Vereinswechsel als Vertragsspieler vollzogen haben, weisen wir unsere Vereine an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass beim Abschluss eines Vertrages mit einem Vertragsspieler folgende Verpflichtung besteht:

Gemäß § 6 Nr. 3 der Spielordnung ist Vertragsspieler, wer über sein Mitgliedschaftsverhältnis hinaus einen schriftlichen Vertrag mit seinem Verein abgeschlossen hat und über seine nachgewiesenen Auslagen hinaus Vergütungen oder andere geldwerte Vorteile von mindestens 250.- € monatlich erhält.

Der Verein ist verpflichtet, die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben abzuführen - und zwar über die gesamte Vertragslaufzeit! Der Spieler ist also Arbeitnehmer, der Verein gilt als Arbeitgeber. Ebenso ist der Spieler bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft zu melden.

Der Verein, der mit einem Spieler einen Vertrag als Vertragsspieler abgeschlossen hat, muss gegenüber dem Bayerischen Fußball-Verband die Erfüllung dieser Verpflichtung spätestens binnen drei Monaten nach Vertragsbeginn unaufgefordert nachweisen (z. B. bei Vertragsbeginn 1.7.2018 also bis spätestens 02.10.2018).

Als Nachweis gilt ein entsprechendes Schreiben oder eine Bestätigung von der Krankenkasse oder der Bundesknappschaft oder zumindest die Glaubhaftmachung der Verpflichtungserfüllung (z.B. durch einen neutralen, mit diesen Aufgaben beauftragten Steuerberater oder durch ein beauftragtes Lohnbuchhaltungsbüro).

Wird diese Verpflichtung nicht fristgerecht, also binnen 3 Monaten erfüllt, so ruht die Spielerlaubnis bis zum Zeitpunkt der Erfüllung dieser Verpflichtung. Wird der Spieler nach Ablauf dieser 3 Monate in einem Spiel eingesetzt, ohne dass dem BFV eine entsprechende Bestätigung vorliegt, handelt es sich um einen Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers. Die betreffenden Spiele werden dann als verloren gewertet und Strafen sowie Punktabzüge verhängt.

Wir bitten deshalb unsere Vereine darum, den Nachweis rechtzeitig und unaufgefordert beim BFV einzureichen.

 

Einsatz von Junioren/Juniorinnen in Herren-/Frauenmannschaften

Vorrunde neue Saison 2018/2019:

Gemäß § 34 Abs. 1 der Jugendordnung ("Sonder-Spielrecht in Herrenmannschaften") können ältere A-Junioren (dies sind im neuen Spieljahr 2018/2019 alle A-Junioren des Jahrgangs 2000) in allen Herrenmannschaften mitwirken (ab 01.07.2018).

Sofern diese älteren A-Junioren noch nicht 18 Jahre alt sind (Beispiel: Spieler X wird am 31.12.2018 18 Jahre alt) ist aus versicherungsrechtlichen Gründen zusätzlich die Einverständniserklärung der Eltern und ein ärztliches Attest über die Tauglichkeit im Herrenfußball (ein einfaches allgemeinärztliches Attest, das die Tauglichkeit im Herrenfußball bescheinigt, ist ausreichend) beim Verein aufzubewahren.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich auf die neueste Änderung hinweisen, die sich durch die Beschlüsse des Verbandstages vom 04./05. Mai 2018 (wieder) ergeben hat und seit dem 01.07.2018 in Kraft getreten ist: Jüngere A-Junioren (dies sind im neuen Spieljahr 2018/2019 alle A-Junioren des Jahrgangs 2001) können grundsätzlich (erst) mit vollendetem 18. Lebensjahr in den Herrenmannschaften mitwirken (vorher nicht).
Beispiel: Spieler X wird am 4.3.2019 18 Jahre alt. Gemäß den Bestimmungen darf der Spieler erst ab 4.3.2019 in den Herrenmannschaften mitwirken.

Ältere B-Juniorinnen (dies sind im neuen Spieljahr 2018/2019 alle B-Juniorinnen des Jahrgangs 2002) können in allen Frauenmannschaften ihres Vereins eingesetzt werden (ab 01.07.2018), wobei ein Einsatz in einer Frauenmannschaft nur einmal am gleichen Wochenende (Freitag bis Sonntag einschließlich sich unmittelbar anschließender Feiertage) erfolgen darf. Bei den älteren B-Juniorinnen (diese sind noch nicht 18 Jahre alt) ist aus versicherungsrechtlichen Gründen zusätzlich die Einverständniserklärung der Eltern und ein ärztliches Attest über die Tauglichkeit im Frauenfußball (ein einfaches allgemeinärztliches Attest, das die Tauglichkeit im Frauenfußball bescheinigt, ist ausreichend) beim Verein gut aufzubewahren. Grundlage hierfür ist § 25 der Frauen- und Mädchenordnung.

(Einen gesonderten Nachweis (so genannte Genehmigungsmarke) gibt es seit dem Beschluss des Verbandstages von 2002 für o. g. Personenkreis (ältere A-Junioren, ältere B-Juniorinnen, jüngere A-Junioren mit vollendetem 18. Lebensjahr) nicht mehr. Es ist kein Antrag mehr beim BFV einzureichen.)

Die kompletten Bestimmungen zu dieser Thematik finden Sie im § 34 der Jugendordnung bzw. § 25 der Frauen- und Mädchenordnung.

Ergänzende Hinweise: 
- Junioren und Juniorinnen dürfen an einem Tag nur in einem Verbandsspiel eingesetzt werden.
- Bei einem Vereinswechsel von A-Junioren bzw. B-Juniorinnen muss der aufnehmende Verein grundsätzlich auch mit einer eigenen Mannschaft bzw. Spielgemeinschaft in diesen Alterklassen am Spielbetrieb teilnehmen, da sonst kein Spielrecht für den neuen Verein erteilt werden kann.
- Bei einem vorausgegangenen Vereinswechsel von A-Junioren bzw. B-Juniorinnen, die gemäß § 34 bzw. § 25 bei den Herren- bzw. Frauenmannschaften eingesetzt werden dürfen, gilt, dass sie bereits ab 1.7. in den Verbandsspielen der Herrenmannschaften bzw. Frauenmannschaften mitwirken können, sofern das Verbandsspielrecht ab 01.08. des gleichen Jahres erteilt wurde. Ein gesonderter Spielrechtsnachweis dafür ist nicht erforderlich. Im Übrigen gelten die jeweiligen Bestimmungen der Spielordnung, insbesondere § 33.


 

 

 

Zweitspielrecht - Zusatzspielrecht - Gastspielerlaubnis

In Bayern gibt es seit mehreren Jahren verschiedene Möglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene, wie sie ein Spielrecht bei einem zweiten/anderen Verein zusätzlich wahrnehmen können. Da sich die zugrunde liegenden Regelungen, die Beantragungsweise und die Zuständigkeiten immer wieder mal geändert haben, möchten wir Ihnen die nachfolgende einfache Aufstellung mit an die Hand geben, um einen grundsätzlichen Überblick darüber zu erhalten, welches dieser Spielrechte in welcher Situation aktuell beantragt werden kann.

Zweitspielrecht

. Erwachsene
(§ 37 Spielordnung (für Herren), § 20 Frauen- und Mädchenordnung (für Frauen))
=>Für wen?
- Studenten, Berufspendler und vergleichbare Personen, die regelmäßig zwischen zwei Orten pendeln.
- Nur für Amateure.
=>Wichtige Punkte:
- Kürzeste Fahrtstrecke zwischen Stamm- und Zweitverein: Mindestens 100 km.
- 1. Herrenmannschaft Zweitverein: maximal Kreisliga.
- 1. Frauenmannschaft Zweitverein: maximal Bezirksliga.
- Maximal zwei Spieler mit Zweitspielrecht pro Verein.
=>Antragstellung:
- Passantrag bei der BFV-Passabteilung (bis spätestens 15.04. eines Jahres),
- mit weiteren Unterlagen (vgl. Ausführungen in § 37 SpO bzw. § 20 FMO).
=>Weiterführende Informationen:
- § 37 SpO bzw. § 20 FMO.
- www.bfv.de - Der BFV - Amtliche Mitteilungen - Verbands-Spielausschuss - pdf: Durchführungsbestimmungen Zweitspielrecht Erwachsene.

. Jugendliche
(§ 54 Jugendordnung (für Junioren), § 21 Frauen- und Mädchenordnung (für Juniorinnen)

=>Für wen?
- Jugendliche, die regelmäßig zwischen zwei Orten pendeln (bspw. Internatsschüler, Auszubildende, Jugendliche getrennt lebender Erziehungsberechtigter).
=>Wichtige Punkte:
- Kürzeste Fahrtstrecke zwischen Stamm- und Zweitverein: Mindestens 30 km.
- Nur in der Altersklasse des/der Spielers/Spielerin, der diese/r zum Zeitpunkt der Antragstellung angehört.
- Junioren- bzw. Juniorinnenmannschaft Zweitverein: maximal Bezirksebene.
- Maximal zwei Spieler mit Zweitspielrecht pro Verein.
=>Antragstellung:
- Passantrag bei der BFV-Passabteilung,
- mit weiteren Unterlagen (vgl. Ausführungen in § 54 JO bzw. § 21 FMO).
=>Weiterführende Informationen:
- § 54 JO bzw. § 21 FMO.
- www.bfv.de - Der BFV - Amtliche Mitteilungen - Verbands-Jugendausschuss - pdf: Durchführungsbestimmungen zu § 54 JO und § 21 FMO: Zweitspielrecht.


Zusatzspielrecht


. Erwachsene
(§ 38 Spielordnung (für Herren), § 22 Abs.9 Frauen- und Mädchenordnung (für Frauen))

=>Für wen?
- Herren: nur Hallenfußball.
- Frauen: nur bei "Ü-Wettbewerben" und Hallenfußball.
- Senioren: bei allen Verbands-/Freundschaftsspielen aller Altersklassen.
- Freizeitfußball: nur bei Herren und Senioren
=>Wichtige Punkte:
- Pro Spieler können mehrere Zusatzspielrechte beantragt werden (für einen oder mehrere Vereine), jedoch pro Geltungsbereich 1x pro Saison.
- Maximal vier Spieler mit Zusatzspielrecht pro Verein.
=>Antragstellung:
- Antrag durch aufnehmenden Verein (mittels vorgegebenem Formular, vgl. unten Weiterführende Informationen) in zweifacher Ausfertigung beim Bezirks-Vorsitzenden,
- mit Einverständnis des Stammvereins im Antragsformular.
=>Weiterführende Informationen:
- § 38 SpO bzw. § 22 Abs. 9 FMO.
- www.bfv.de - Der BFV - Amtliche Mitteilungen - Verbands-Spielausschuss - pdf: Antrag Zusatzspielrecht Erwachsene,
pdf: Durchführungsbestimmungen für Zusatzspielrecht Erwachsene.

. Junioren
(§ 53 Jugendordnung)

=>Für wen?
- A- bis F-Junioren (U19 - U8).
- Verein des Spielers: hat keine Mannschaft oder SG in dieser Altersklasse.
- Aufnehmender Verein: nimmt auf Kreis- oder Bezirksebene am Spielbetrieb teil.
=>Wichtige Punkte:
- Ein Antrag ist für jeweils maximal zwei Spieler pro Altersklasse eines Vereins möglich.
- Maximal vier Spieler anderer Vereine mit Zusatzspielrecht pro Spiel/Turnier einsetzbar.
- A-Junioren haben kein Sonderspielrecht für Herren (gem. § 34 JO) beim aufnehmenden Verein.
=>Antragstellung:
- Antrag durch Verein des Spielers (mittels vorgegebenem Formular, vgl. unten Weiterführende Informationen) beim Bezirks-Jugendleiter,
- mit Einverständnis des aufnehmenden Vereins im Antragsformular.
=>Weiterführende Informationen:
- § 53 JO.
- www.bfv.de - Spielbetrieb - Pässe & Vereinswechsel - Formulare - Rubrik: Anträge zu Sonderspielrechten - pdf: Antrag Zusatzspielrecht (§53 JO) -Junioren.

. Juniorinnen
(§ 22 Frauen- und Mädchenordnung)

=>Für wen?
- B- bis E-Juniorinnen (U17 - U11).
- Verein der Spielerin: hat keine Juniorinnenmannschaft oder -SG in dieser Altersklasse.
- Aufnehmender Verein: nimmt mit einer Juniorinnenmannschaft am Meisterschaft-Spielbetrieb teil, für welche die Spielerin gemäß § 7 FMO ein Spielrecht hat.
=>Wichtige Punkte:
- Ein Antrag ist für jeweils maximal vier Spielerinnen pro Altersklasse eines Vereins möglich.
- Maximal vier Spielerinnen anderer Vereine mit Zusatzspielrecht pro Spiel/Turnier einsetzbar.
- B-Juniorinnen haben kein Sonderspielrecht für Frauen (gem. § 25 FMO) beim aufnehmenden Verein.
=>Antragstellung:
- Antrag durch Verein der Spielerin (bis spätestens 15.04. eines Jahres, bei landesverbandsübergreifenden Spielklassen bis spätestens 31.01. eines Jahres; mittels vorgegebenem Formular, vgl. unten Weiterführende Informationen)
beim Vorsitz des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses (BFMA),
(bzw. beim Vorsitz des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses (VFMA): nur Vereine der B-Juniorinnen-Bundesliga).
- mit Einverständnis des aufnehmenden Vereins im Antragsformular.
=>Weiterführende Informationen:
- § 22 FMO.
- www.bfv.de - Spielbetrieb - Pässe & Vereinswechsel - Formulare - Rubrik: Anträge zu Sonderspielrechten - pdf: Antrag Zusatzspielrecht (§22 FMO) -Juniorinnen.


Gastspielerlaubnis


. Herren
(§ 77 Nr. 4 Spielordnung)

=>Für wen?
- Für Spieler, die zu Testzwecken bei Vereinen eingesetzt werden sollen, für die sie kein Spielrecht haben.
- Nur für Freundschaftsspiele/-turniere.
=>Wichtige Punkte:
- Antrag muss Name, Vorname, Geburtsdatum und Passnummer beinhalten.
- Spieler ist nicht gesperrt bzw. unterliegt keiner Wartezeit.
- Maximal fünf Spieler mit Gastspielrecht pro Spiel/Turnierspiel einsetzbar.
=>Antragstellung:
- Antrag durch Verein, der den Spieler einsetzen möchte (mittels vorgegebenem Formular, vgl. unten Weiterführende Informationen)
für Vereine bis Bezirksliga: beim Bezirksvorsitzenden,
für Vereine ab Landesliga: bei der Passabteilung.
- mit schriftlicher Einverständnis des bisherigen Vereins.
=>Weiterführende Informationen:
- § 77 Nr. 4 SpO.
- www.bfv.de - Spielbetrieb - Pässe & Vereinswechsel - Formulare - Rubrik: Anträge zu Sonderspielrechten - pdf: Antrag Gastspielgenehmigung Freundschaftsspiele (Herren).

. Junioren
(§ 22 Jugendordnung)

=>Für wen?
- Für einzelne Juniorenspieler, die zu Testzwecken bei Vereinen eingesetzt werden sollen, für die sie kein Spielrecht haben.
- Nur für Freundschaftsspiele.
=>Wichtige Punkte:
- Antrag muss Name, Vorname, Geburtsdatum und Passnummer beinhalten.
- Spieler ist nicht gesperrt bzw. unterliegt keiner Wartezeit.
- Für Spiele auf Großfeld: Gastspielerlaubnis für höchstens fünf Spieler,
- für Spiele auf Kleinfeld oder in der Halle: Gastspielerlaubnis für höchstens drei Spieler.
- Antrag muss spätestens 3 Tage vor dem Spieltermin schriftlich eingereicht sein.
- Bei Spielern aus anderen National-/Landesverbänden muss der antragstellende Verein dafür Sorge tragen, dass für den Spieler für das beantragte Spiel eine Sportversicherung besteht.
=>Antragstellung:
- Antrag durch Verein, der den Spieler einsetzen möchte (mittels vorgegebenem Formular, vgl. unten Weiterführende Informationen) für Mannschaften
- der Junioren-Bundesligen/-Regionalliga: bei der BFV-Zentralverwaltung,
- der Junioren-Bayern-/-Landesligen: beim zuständigen Spielleiter,
- bis zur Junioren-Bezirksoberliga: beim Bezirks-Jugendleiter.
- mit schriftlicher Einverständnis des bisherigen Vereins.
- bei Spielern aus anderen Nationalverbänden (Ausland) ist die Bestätigung des Nationalverbandes mit vorzulegen.
=>Weiterführende Informationen:
- § 22 JO.
- www.bfv.de - Spielbetrieb - Pässe & Vereinswechsel - Formulare - Rubrik: Anträge zu Sonderspielrechten - pdf: Antrag Gastspielerlaubnis für Freundschaftsspiele (Jugend).

. Frauen und Juniorinnen
(§ 19 Frauen- und Mädchenordnung)

=>Für wen?
- Für Spielerinnen, die zu Testzwecken bei Vereinen eingesetzt werden sollen, für die sie kein Spielrecht haben.
- Nur für Freundschaftsspiele/-turniere.
=>Wichtige Punkte:
- Antrag muss Name, Vorname, Geburtsdatum und Passnummer beinhalten.
- Spielerin ist nicht gesperrt bzw. unterliegt keiner Wartezeit.
- Für Spiele auf Großfeld: Gastspielerlaubnis für höchstens fünf Spielerinnen,
- für Spiele auf Kleinfeld oder in der Halle: Gastspielerlaubnis für höchstens drei Spielerinnen.
- Antrag muss spätestens 3 Tage vor dem Spieltermin schriftlich eingereicht sein.
- Bei Spielerinnen aus anderen National-/Landesverbänden muss der antragstellende Verein dafür Sorge tragen, dass für die Spielerin für das beantragte Spiel eine Sportversicherung besteht.
=>Antragstellung:
- Antrag durch Verein, der die Spielerin einsetzen möchte (mittels vorgegebenem Formular, vgl. unten Weiterführende Informationen) für Mannschaften
- der Frauen-Bundesligen/-Regionalliga: bei der Vorsitzenden des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses (VFMA),
- der Juniorinnen-Bundesliga: bei der BFV-Zentralverwaltung,
- der Bayern-/Landesligen: beim/bei der zuständigen Spielleiter/in im Verbands-Frauen- und Mädchenausschuss,
- bis zur Bezirksoberliga: beim/bei der zuständigen Spielleiter/in im Bezirks-Frauen- und Mädchenausschuss.
- mit schriftlicher Einverständnis des bisherigen Vereins.
- bei Spielerinnen aus anderen Nationalverbänden (Ausland) ist die Bestätigung des Nationalverbandes oder des Vereins mit vorzulegen.
=>Weiterführende Informationen:
- § 19 FMO.
- www.bfv.de - Spielbetrieb - Pässe & Vereinswechsel - Formulare - Rubrik: Anträge zu Sonderspielrechten -
für Frauen: pdf: Antrag Gastspielgenehmigung Freundschaftsspiele (Frauen),
für Juniorinnen: pdf: Antrag Gastspielerlaubnis für Freundschaftsspiele (Jugend).

Wir weisen abschließend darauf hin, dass für jedes dieser Sonder-Spielrechte natürlich weitere Voraussetzungen gelten, die sie in den jeweiligen Paragrafen der Spiel-, Jugend- und Frauen- und Mädchenordnung sowie in den angegebenen Durchführungsbestimmungen finden. Sollten Sie einen der o. g. Anträge stellen wollen, machen Sie sich bitte vorher damit noch einmal eingehend vertraut. Vielen Dank!

Für weitergehende Fragen in diesen Angelegenheiten stehen Ihnen die Sachbearbeiter der Passabteilung (für Zweitspielrechtsangelegenheiten) bzw. die in den unterschiedlichen Antragsarten genannten Personen/Stellen (Zusatzspielrechte, Gastspielerlaubnisse) gerne zur Verfügung.

 

Spielberechtigung für Flüchtlinge

Über 50 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Berichte über die katastrophalen Zustände in den politischen Krisengebieten bestimmen nach wie vor die Medienlandschaft. Das Thema Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist deshalb weiterhin sehr aktuell. Ein Teil der Flüchtlinge landet in Deutschland und auch in Bayern. Für diese Menschen tragen die Politik, aber auch gesellschaftliche Institutionen wie der Bayerische Fußball-Verband (BFV) und seine Vereine Verantwortung. "Fußball ist die mit Abstand größte Integrationsbewegung in unserem Land und gibt Menschen unabhängig von Herkunft, Bildung, Religion oder Hautfarbe eine Heimat. Im Fußball sind alle gleich. Das Thema Einwanderung wird in Deutschland künftig eine immer noch größere Rolle spielen. Wir werden uns deshalb noch viel mehr als bisher mit Integrationsmaßnahmen beschäftigen müssen", betont BFV-Präsident Rainer Koch.

Wie diese Integrationsarbeit funktionieren kann, stellen zahlreiche Vereine in ganz Bayern unter Beweis. Stellvertretend für ihr Engagement zeichnete der Bayerische Fußball-Verband bereits mehrere Klubs für ihre beispielhafte Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen mit dem BFV-Sonderpreis aus. Die Vereine suchen den Kontakt zu Flüchtlingsstätten und Aufnahmehäusern vor Ort, sammeln Kleider und Schuhe, sensibilisieren die Bevölkerung mit öffentlichen Aktionen für die Situation der Flüchtlinge, um Vorbehalte abzubauen, helfen bei Sprachschwierigkeiten weiter und integrieren Asylsuchende in den Trainings- und Spielbetrieb. Die Fußballbegeisterung ist selbstverständlich auch bei vielen Flüchtlingen und Asylbewerben riesengroß. Damit diese Menschen nicht nur beim Training und in Freundschaftsspielen für ihren neuen Klub auf dem Platz stehen können, brauchen Sie - wie jeder andere Fußballer in Bayern - eine Spielerlaubnis des Bayerischen Fußball-Verbandes.

Was müssen die Vereine dabei beachten, welche Dokumente müssen beim BFV eingereicht werden und warum ist auch bei Flüchtlingskindern ab zehn Jahren und erwachsenen Flüchtlingen ein "internationaler Freigabeschein" notwendig, bevor die Spielberechtigung erteilt werden kann?

Spielberechtigung für Flüchtlinge - der BFV klärt auf

Vorabinformation: Grundsätzlich versucht der Bayerische Fußball-Verband, jeden schnellstmöglich in den Spielbetrieb zu integrieren. Grundlage für "internationale Wechsel" ist allerdings das Reglement der FIFA, es gibt also - anders als teilweise geschrieben und verbreitet - keine spezifische Regelung des BFV. An das FIFA-Reglement sind der DFB und seine Landesverbände zwingend gebunden. Deren Nichteinhaltung kann am Ende zur Bestrafung von Vereinen und Spielern führen, obwohl ihnen eigentlich geholfen werden soll.

Kinder und Jugendliche

Die FIFA unterscheidet grundsätzlich zwischen unter 10-Jährigen und 10- bis 18-Jährigen.

Kinder unter 10 Jahren

Für alle minderjährigen Flüchtlinge/Kindern von Asylbewerbern bis zur Vollendung des 10. Lebensjahrs kann/darf der BFV die sofortige Spielerlaubnis erteilen, wenn die nachfolgenden Unterlagen/Punkte vorliegen.

Die Voraussetzungen sind:
- Vereinsmitgliedschaft
- Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis (Passantrag)
- Zustimmung der Eltern bzw. einer alternativen Aufsichtsperson bei Flüchtlingen, die ohne ihre Eltern gekommen sind

Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren

Etwas komplizierter wird es für die Altersgruppe der 10- bis 18-Jährigen. Die FIFA verbietet zum Schutz der Jugendlichen internationale Vereinswechsel minderjähriger Fußballspieler (10-18 Jahre). Es soll damit verhindert werden, dass Vereine Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt zu sich holen, Spielerberater auf dem Rücken der Kinder Geschäfte machen, die Kinder aus ihrem familiären/sozialen Umfeld in ihrer Heimat gerissen werden, und hinterher ein Großteil der Kinder - weil ihr Talent doch nicht ausgereicht hat - wieder fallengelassen wird und ganz alleine in einem fremden Land dasteht.

Von diesem Verbot internationaler Vereinswechsel minderjähriger Fußballspieler (10-18 Jahre) gibt es grundsätzlich drei Ausnahmen:
- Die Eltern beziehen im Land des neuen Vereins ihren Wohnsitz.
- Der Wechsel findet innerhalb der EU statt (nur für 16-18-Jährige; Der Verein hat weitere Mindestverpflichtungen zu erfüllen: z.B. Betreuung, schulische Ausbildung, etc. nach höchsten nationalen Standards (Bundesliga, 2. Bundesliga!)).
- Der Spieler wohnt höchstens 50 Kilometer von einer Landesgrenze entfernt und der Verein liegt ebenfalls höchstens 50 Kilometer entfernt von dieser Landesgrenze.

Beschränkte Befreiung für Flüchtlingskinder

Für ein minderjähriges Flüchtlingskind etwa aus Syrien oder Afghanistan oder ganz generell Kinder von Asylbewerbern passt meistens keine dieser Ausnahmen. Die FIFA hat deshalb dem DFB (und damit auch seinen Landesverbänden) eine "beschränkte Befreiung" gewährt, die besagt, dass nur internationale Vereinswechsel minderjähriger Spieler zu einem Verein der ersten vier Leistungskategorien (Bundesliga bis Regionalliga) der FIFA zur Beurteilung vorgelegt werden müssen. Diese Befreiung gilt bereits seit Dezember 2009 und bewirkt, dass minderjährige Flüchtlingskinder bzw. Kinder von Asylbewerbern überhaupt eine Spielberechtigung (in Bayern vom BFV) erhalten können.

Die Voraussetzungen sind:
- Vereinsmitgliedschaft
- Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis (Passantrag)
- Zustimmung der Eltern bzw. eines behördlich bestimmten Vormunds bei Flüchtlingen, die ohne ihre Eltern gekommen sind (Nachweis der Vormundschaft in Kopie)
- Meldebestätigung der Eltern vom Einwohnermeldeamt
- Amtliches Dokument, aus dem die Identität hervorgeht (Ausweiskopie oder Aufenthaltsgenehmigung)
- Formblatt DFB-Zusatzerklärung Umzug
- "Internationaler Freigabeschein" (dieser wird vom BFV über den DFB an den abgebenden Nationalverband "automatisch" beantragt)

Bei Minderjährigen ab Vollendung des 10. Lebensjahres bis zu 18 Jahren, also auch Flüchtlingskindern und Kindern von Asylbewerbern, ist gemäß den Vorgaben der FIFA zwingend auch die Ausstellung eines "internationalen Freigabescheins" notwendig, den der BFV über den DFB beim Nationalverband des Herkunftslandes beantragen muss.

Wichtig: Kommt innerhalb einer Frist von 30 Tagen kein Einwand zum Wechsel oder erfolgt zum Beispiel vom Nationalverband aus einer Krisenregion nach 30 Tagen keine Rückmeldung auf die entsprechende Anfrage, darf der BFV gemäß den FIFA-Richtlinien die Spielberechtigung ordnungsgemäß erteilen.

Wieso gibt es diese Altersgrenze?

Grundsätzlich fangen ab diesem Altersbereich die großen Vereine verstärkt an, ihre Fühler nach Talenten auszustrecken, die professionelle Talentförderung und Ausbildung geht ab diesem Alter so richtig los, genauso der Wettstreit um die besten Talente. Die Gefahr, dass Vereine oder auch unseriöse Spielerberater Talente ausnutzen und dann wieder fallen lassen, steigt an.

Erwachsene

Bei erwachsenen Asylbewerbern/Flüchtlingen müssen für das Spielrecht beim BFV die nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt sein bzw. Unterlagen eingereicht werden.

Die Voraussetzungen sind:
- Vereinsmitgliedschaft
- Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis (Passantrag)
- Amtliches Dokument, aus dem die Identität hervorgeht (Ausweiskopie oder Aufenthaltsgenehmigung)
- "Internationaler Freigabeschein" (dieser wird vom BFV über den DFB an den abgebenden Nationalverband "automatisch" beantragt)

Auch bei erwachsenen Asylbewerbern/Flüchtlingen ist gemäß den Vorgaben der FIFA zwingend die Ausstellung eines "internationaler Freigabescheins" notwendig.

Hier gilt ebenso: Kommt innerhalb einer Frist von 30 Tagen kein Einwand zum Wechsel oder erfolgt zum Beispiel vom Nationalverband aus einer Krisenregion nach 30 Tagen keine Rückmeldung auf die entsprechende Anfrage, darf der BFV gemäß den FIFA-Richtlinien die Spielberechtigung ordnungsgemäß erteilen.

Regeln der FIFA für BFV bindend

Die Bestätigung des Herkunftslandes ("internationaler Freigabeschein") soll sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen verhindern, dass unrechtmäßige Spielberechtigungen erschlichen werden können. Es gibt also grundsätzlich gute Gründe für die Regelung der FIFA, allerdings wird die Flüchtlingssituation dabei aktuell nicht berücksichtigt. Der BFV steht in der Sache deshalb immer vor dem gleichen Dilemma: Der Bayerische Fußball-Verband will nichts verhindern oder verzögern - im Gegenteil. Er muss sich aber an die Regelungen der FIFA halten. Es ist schlicht verboten, ohne die zwingend vorgeschriebene Bestätigung des bisherigen Landes eine Spielberechtigung auszustellen. Solange die Bestätigung nicht vorliegt, kann der BFV im Rahmen der 30-Tages-Frist also keine vorzeitige Spielberechtigung erteilen, denn die Statuten besagen, dass 30 Tage auf eine Antwort gewartet muss, bevor dann auch ohne Erklärung aus dem Herkunftsland die Spielerlaubnis erteilt werden darf.

Ein Verstoß gegen die Statuten würde unter Umständen nicht nur dem Verein schaden (bei unrechtmäßig erteiltem Spielrecht müsste bei einem Einspruch sofort eine Spielwertung erfolgen oder eine Spielwiederholung angeordnet werden), sondern auch Strafen für die einzelnen Spieler nach sich ziehen. Das wäre dann der "worst case" für das Engagement aller Beteiligten. Geht eine Erklärung des Herkunftslandes früher ein, wird der Fall unverzüglich durch den BFV bearbeitet. Ansonsten kann der BFV nur um Verständnis für die Wartezeit bitten.

Hilfestellung bei Fragen

Der BFV unterstützt jeden Verein, der sich für Flüchtlinge und Asylbewerber engagiert. Bei Fragen zum Spielrecht können sich Vereine jederzeit an die Passabteilung des BFV wenden. Die Ansprechpartner für die Bezirke im Überblick:

Bezirk Mittelfranken
Kathrin Schuler
kathrinschuler@bfv.de
089-54-2770-36

Bezirk Schwaben
Elisabeth Irg
elisabethirg@bfv.de
089-542770-33

Bezirk Oberbayern
Gerd Wittmann
gerdwittmann@bfv.de
089-542770-32

Bezirke Oberfranken und Oberpfalz
Andrea Schlemmer
andreaschlemmer@bfv.de
089-542770-35

Bezirke Niederbayern und Unterfranken
Petra Lenz
petralenz@bfv.de
089-542770-34


Für Vereine stellen sich im Zusammenhang mit diesem Thema natürlich viele weitere Fragen, wie zum Beispiel zur Sportversicherung oder auch zu finanziellen Hilfen usw. Diese und weitere wichtige Infos, Erfolgsgeschichten von vorbildlich engagierten Vereinen sowie auch zwei neue BFV-Broschüren zur Integration von Flüchtlingen in den Fußballvereinen haben wir deshalb auf der BFV-Homepage unter www.bfv.de/fluechtlinge zusammengestellt.

Wichtige Hinweise zum ordnungsgemäßen Ausfüllen von Passanträgen

Aus aktuellem Anlass möchten wir alle BFV-Vereine heute einmal darauf aufmerksam machen, in Sachen "Beantragung von Spielerpässen" äußerste Sorgfalt bei den zugrunde gelegten Angaben in den Passanträgen walten zu lassen. Bitte überzeugen Sie sich genau von der Identität der Spieler (Vorzeigen lassen eines amtlichen Lichtbildausweises vor dem Ausfüllen des Passantrages!) und füllen Sie die Passanträge wahrheitsgemäß, sorgfältig und vollständig aus. In der folgenden Darstellung haben wir Ihnen die wichtigsten Hinweise einmal zusammengestellt:

Ausfüllhinweise Passantrag
Stand: 09.04.2014 | PDF (96 kB)
 

Weitere wichtige Hinweise:

Sollten diese grundlegenden Dinge unbeachtet bleiben und sich Angaben "im Nachhinein" als falsch oder fehlerhaft herausstellen, drohen dem Verein im Falle eines Sportgerichtsverfahrens nicht nur mitunter hohe Geldstrafen sondern vor allem auch Spielverlustwertungen (Verlust der Spiele, in denen Spieler aufgrund falsch erteilter Spielberechtigungen eingesetzt wurden) und obendrein weitere Punktabzüge.

Die einschlägigsten Bestimmungen in der Spiel- bzw. Rechts- und Verfahrensordnung in diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen zur Kenntnisnahme nachfolgend nicht vorenthalten:

Spielordnung:
§ 32 Nr. 7: Eine aufgrund falscher Angaben erteilte Spielberechtigung ist ungültig. Eine nur vorläufig erteilte Spielberechtigung erlischt rückwirkend, wenn sie durch falsche Angaben erwirkt wurde.
§ 33 Nr. 1: [...] Der Verein ist für die Richtigkeit der Eintragung im Spielerpass bzw. in der Spielberechtigungsliste, die auf seinen Angaben beruhen, verantwortlich. Jeder Missbrauch des Spielerpasses wird bestraft.
(Ein Tipp hierzu: Bitte kontrollieren Sie auch die ausgestellten Spielerpässe sofort nach Erhalt auf Richtigkeit der Eintragungen!)
[.]
 
§ 89 Rechts- und Verfahrensordnung:
(1) Wer in spieltechnischen oder in Angelegenheiten der Spielberechtigung falsche Angaben macht oder einen ihm bekannt gewordenen Irrtum nicht umgehend berichtigt, wird mit einer Geldstrafe von 50 Euro bis 500 Euro belegt. In schweren Fällen kann auf Sperre oder Ausschluss erkannt werden.
[.]

Änderung Vereinswechselperiode Jugendliche

Auf dem letzten Verbandstag (Juli 2014) wurden unter anderem verschiedene Änderungen im Pass- und Spielrecht beschlossen. Eine dieser Änderungen betrifft die Stichtage zur Einhaltung der Vereinswechselperiode im Sommer bei Junioren und Juniorinnen:

Früher (bis 30.09.2014 in Kraft) war es so, dass sich der Junior/die Juniorin (bzw. die Erziehungsberechtigten für ihn/sie) bis spätestens zum 15. Juli nachweislich beim bisherigen Verein als aktive/r Spieler/in abmelden musste und der Passantrag bzw. die Vereinswechselunterlagen bis spätestens 30. September beim BFV eingereicht werden mussten, damit der Vereinswechsel innerhalb der Vereinswechselperiode vonstattenging.

Zwischenzeitlich (vom 01.10.2014 bis zum 26.03.207) war es so, dass sich der Junior/die Juniorin (bzw. die Erziehungsberechtigten für ihn/sie) im Zeitraum vom 15. Juni bis 15. Juli nachweislich beim bisherigen Verein als aktive/r Spieler/in abmelden musste und der Passantrag bzw. die Vereinswechselunterlagen (unverändert) bis spätestens 30. September beim BFV eingereicht werden mussten, damit die Vereinswechsel in die jeweilige Vereinswechselperiode in den Sommern 2015 und 2016 fielen.

Aktuell (seit 27.03.2017 in Kraft) ist es so, dass sich der Junior/die Juniorin (bzw. die Erziehungsberechtigten für ihn/sie) im Zeitraum vom 01. Juni bis 15. Juli nachweislich beim bisherigen Verein als aktive/r Spieler/in abmelden muss und der Passantrag bzw. die Vereinswechselunterlagen (unverändert) bis spätestens 30. September beim BFV eingereicht werden müssen, damit der Vereinswechsel innerhalb der Vereinswechselperiode im Sommer 2017 vonstattengeht.

Eine Kurzübersicht über die aktuellen Stichtage, Wartezeiten usw. haben wir Ihnen unten zur Info angefügt.

[Anmerkung: Die Stichtage bei den Erwachsenen bleiben gegenüber den Vorjahren unverändert!]

Weitere Hinweise zu den Vereinswechseln finden Sie auf diesen Seiten (www.bfv.de/passabteilung) in den Rubriken "Aktuelle Hinweise der BFV-Passabteilung"  sowie in den weiteren dort hinterlegten Untergliederungen.

 


 

Kurzübersicht Vereinswechsel Jugend
Stand: 29.03.2017 | PDF (8 kB)
 

Gastspielmöglichkeiten für (einzelne) Freundschaftsspiele

Die Fußball-Sommerpause steht kurz bevor bzw. ist diese bereits "eingeläutet". Nicht mehr lange und es finden wieder zahlreiche Freundschaftsspiele statt, die den Vereinen der Vorbereitung auf die neue Saison dienen.

Für unsere Vereine wird für diese Spiele  mit der so genannten Gastspielgenehmigung eine sicherlich interessante Möglichkeit bereitgehalten, einmal einzelne Spieler/Spielerinnen aus anderen Klubs zu Testzwecken in ihrer Mannschaft mitspielen zu lassen. (Bitte beachten Sie, dass eine solche nur für einzelne Freundschafts- bzw. Vorbereitungsspiele gilt, nicht für Verbandsspiele).

Zur Erlangung einer Gastspielgenehmigung ist grundsätzlich von demjenigen Verein, welcher den Spieler/die Spielerin einsetzen möchte, ein formloser Antrag (mit Vereinsstempel und Unterschrift) zu stellen, sowie diesem eine Einverständniserklärung des Vereins, für den der Spieler/die Spielerin Spielrecht hat bzw. für den er/sie (noch) registriert ist (ebenfalls mit Vereinsstempel und Unterschrift), beizufügen.

Der Antrag kann nur für einen Spieler/eine Spielerin, der/die nicht gesperrt ist bzw. keiner Wartezeit unterliegt, gestellt werden und muss den Namen, den Vornamen, das Geburtsdatum und die Passnummer des betreffenden Akteurs beinhalten.

Wird der Antrag für Spieler/Spielerinnen aus einem anderen Nationalverband (Ausland) oder aus einem anderen Landesverband gestellt, ist die Bestätigung des Nationalverbandes (bei Junioren, Juniorinnen und Frauen zusätzlich zwingend notwendig) oder des betreffenden Vereins einzuholen und mit vorzulegen. Außerdem muss der antragstellende Verein dafür Sorge tragen, dass für den Spieler/die Spielerin für das beantragte Spiel eine Sportversicherung besteht. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an das ARAG-Versicherungsbüro beim Bayerischen-Landes-Sportverband (BLSV) direkt.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass bei fehlenden oder unvollständigen Einverständniserklärungen (der bisherigen Vereine) leider keine Gastspielgenehmigungen erteilt werden dürfen.
Ebenso bitten wir Abstand davon zu nehmen, diese Anträge bei vorher oder gleichzeitig beantragten Spielerpässen als "Überbrückung der Wartezeit bis zur Erteilung der ordentlichen Spielberechtigung" zu missbrauchen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Im Herrenbereich wird die Gastspielerlaubnis für Vereine
. bis zur Bezirksliga vom Bezirksvorsitzenden erteilt.
. Für Vereine ab der Landesliga kann diese bei der Passabteilung des BFV in schriftlicher Form beantragt werden.
(Bitte zusätzlich beachten: Der Antrag ist bei dem bzw. der zuständigen vorgenannten Verantwortlichen bzw. Abteilung direkt einzureichen!)

Im Juniorenbereich wird eine Gastspielerlaubnis von folgenden Personen erteilt:
. Für Mannschaften bis zur Junioren-Bezirksoberliga: Bezirks-Jugendleiter,
. Für Mannschaften der Junioren-Bayern-/Landesligen: zuständiger Spielleiter,
. Für Mannschaften der Junioren-Bundesligen/Regionalliga: Verbands-Jugendleiter.
(Bitte zusätzlich beachten: Der Antrag ist spätestens 3 Tage vor dem Spieltermin bei dem jeweils zuständigen vorgenannten Verantwortlichen einzureichen!)

Im Frauen- und Juniorinnenbereich wird eine Gastspielerlaubnis von folgenden Personen erteilt:
. Für Mannschaften bis zur Bezirksoberliga: zuständige/r Spielleiter/in im Bezirks-Frauen- und Mädchenausschuss,
. Für Mannschaften der Bayern-/Landesligen: zuständige/r Spielleiter/in im Verbands-Frauen- und Mädchenausschuss,
. Für Mannschaften der Bundesligen/Regionalliga: Vorsitzende des Verbands-Frauen- und Mädchen-Ausschuss.
(Bitte zusätzlich beachten: Der Antrag ist spätestens 3 Tage vor dem Spieltermin bei dem jeweils zuständigen vorgenannten Verantwortlichen einzureichen!)

Die ausgestellte schriftliche Gastspielgenehmigung muss schließlich dem Schiedsrichter zusammen mit einem Nachweis der Spielberechtigung oder einem amtlichen Lichtbildausweis bei der Passkontrolle vorgelegt werden.

Die kompletten Bestimmungen zur Erteilung einer Gastspielerlaubnis finden Sie außerdem in § 77 Nr. 4 unserer Spielordnung (für den Herrenbereich), in § 22 unserer Jugendordnung (für den Juniorenbereich) sowie in § 19 unserer Frauen- und Mädchenordnung (für den Frauen- und Juniorinnenbereich).

Zur Beantragung kann auch das jeweilige Formular "Antrag Gastspielgenehmigung/Gastspielerlaubnis Freundschaftsspiele" verwendet werden. Dieses finden Sie unter www.bfv.de/passabteilung (Rubrik: Formulare, Unterrubrik: Anträge zu Sonderspielrechten).

Wichtige Infos zur Mitgliedschaft für JFG und Stammvereine

Mitgliedschaft(en) der JFG-Spieler

Am Verbandstag des BLSV vom 30./31. Mai 2008 wurde ein Antrag abgelehnt, der zum Ziel hatte, dass für Spieler einer Junioren-Förder-Gemeinschaft allein die Mitgliedschaft in ihren Stammvereinen ausreichend sein sollte.

Die Folge dieses Antrages ist, dass alle Spieler, die in einer JFG am Spielbetrieb teilnehmen, auch als Mitglieder in der JFG beim BLSV gemeldet sein müssen. Eine Mitgliedschaft nur im Stammverein ist nicht ausreichend!

Sollten Spieler einer JFG bisher nur über ihre Stammvereine beim BLSV angemeldet sein, dürfen diese Spieler auch nicht am Spielbetrieb der JFG-Mannschaft teilnehmen (versicherungstechnische Gründe etc).

Wir bitten daher darum, die nicht gemeldeten Spieler der JFG umgehend beim BLSV für die JFG anzumelden bzw. nachzumelden.

Sollte sich während des Spieljahres herausstellen, dass die Juniorenspieler/-innen nicht über die Junioren-Förder-Gemeinschaft beim BLSV als Mitglieder gemeldet sind, können die bis zu diesem Zeitpunkt ausgetragenen Spiele alle als verloren gewertet werden.

Wir bitten Sie in Ihrem und im Interesse der Jugendlichen darum, eine komplette und sorgfältige Mitgliederbestandsmeldung an den BLSV weiterzuleiten.

Für Ihre Unterstützung und Ihre Mitarbeit bedanken wir uns im Voraus.

Mindestlohn: Jetzt herrscht Klarheit

Nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar gab es viele offene Fragen - gerade in Bezug darauf, wer im Rahmen seiner Aktivität bei einem Fußballverein - sei es als Spieler(in) oder Vereinsfunktionär(in) - vom Mindestlohngesetz betroffen ist. Am 23. Februar fand deshalb in Berlin ein Treffen von Spitzenfunktionären des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles statt.

In einem gemeinsamen und mit dem "Bundesministerium für Arbeit und Soziales" (BMAS) abgestimmten Brief von DFB und DOSB sind die Ergebnisse des Treffens zusammengefasst:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) zum 1. Januar 2015 gab es in den vergangenen Wochen einige Unsicherheiten und eine Reihe von klärungsbedürftigen Problemen, die von Sportvereinen, -verbänden und Ligen an uns herangetragen wurden. Diese betrafen insbesondere die Fragen, ob und wann Übungsleiter/Trainer, ehrenamtlich mitarbeitende Vereinsmitglieder mit Aufwandsentschädigung sowie Vertragssportler/-amateure dem Mindestlohngesetz unterfallen.

Hierüber haben Vertreter des DOSB (Präsident Alfons Hörmann, Vorstandsvorsitzender Dr.Michael Vesper, Justitiar Hermann Latz) und des DFB (Schatzmeister Reinhard Grindel, 1. Vizepräsident Dr. Rainer Koch, Referentin Eva Immerheiser) mit der Bundesministerin für Arbeit und Soziales (BMAS), Frau Andrea Nahles, am 23. Februar 2015 in Berlin gesprochen.

Erfreulicherweise konnten für diese Fragen und Probleme gute Lösungen gefunden werden. Diese Lösungen möchten wir Ihnen nachfolgend im Einzelnen wie folgt erläutern:

1. Vertragsspieler mit geringfügigem Beschäftigungsverhältnis ("Minijob", also nicht mehr als 450,- Euro/Monat)

Viele Vertragsspieler (auch "Vertragssportler" oder "Vertragsamateure" genannt) werden derzeit von ihren Vereinen über das Mitgliedschaftsverhältnis hinaus vertraglich gebunden und als Minijobber angemeldet. Sie erhalten für ihre Tätigkeit eine geringe Vergütung, die sich i.d.R. zwischen 200 und 450 Euro bewegt. Die DFB-Spielordnung schreibt für die Vertragsspieler in § 8 Ziffer 2 eine Mindestvergütung von 250 Euro monatlich (einschließlich geldwerter Vorteile) vor.

Das BMAS und DOSB/DFB haben im Rahmen der Auslegung unter Berücksichtigung der Beschlussempfehlung des Bundestagsauschusses für Arbeit und Soziales sowie des § 22 Absatz 3 MiLoG festgestellt, dass Vertragsamateure typischerweise nicht in einem Arbeitsverhältnis tätig werden und damit auch nicht in den Anwendungsbereich des Mindestlohngesetzes fallen. Entscheidend dafür ist, dass die sportliche Betätigung und nicht die finanzielle Gegenleistung im Vordergrund steht.

Steht die sportliche Betätigung im Vordergrund des Vertragsverhältnisses, ist daher trotz Anmeldung über einen Mini-Job nicht von einem Arbeitsverhältnis auszugehen.

Ein Automatismus, wonach die Anmeldung bei der Minijobzentrale gleichzeitig ein Arbeitsverhältnis im Sinne des Mindestlohngesetzes bedeutet, besteht im Bereich der Vertragsamateure also nicht. Soweit Vertragsamateure hiernach keine Arbeitnehmer sind, finden auch die Dokumentationspflichten des Gesetzes keine Anwendung. Das BMAS hat zugesagt, die zu dieser Thematik auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlichten "Fragen zum Mindestlohn", insbesondere Ziffer 5.11.3 entsprechend zu präzisieren. Frau Ministerin Nahles hat ausdrücklich hervorgehoben: "Das zeitliche und persönliche Engagement dieser Sportler zeigt eindeutig, dass nicht die finanzielle Gegenleistung, sondern die Förderung des Vereins und der Spaß am Sport im Vordergrund steht." Sie bezog sich hierbei ausdrücklich auf die in der Beschlussempfehlung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales (BT-Drs. 18/2010, S. 15) enthaltene Formulierung, in der es u.a. heißt, dass auch Amateur- und Vertragssportler nicht unter den Arbeitnehmerbegriff fallen, wenn ihre ehrenamtliche sportliche Betätigung und nicht die finanzielle Gegenleistung für ihre Tätigkeit im Vordergrund steht.

Das BMAS hat diese Rechtsauffassung mit dem für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) zuständigen Bundesministerium der Finanzen (BMF) geklärt, sodass in diesen Fällen Vereine und ihre Vorstände keine Bußgeldverfahren befürchten müssen.

2. Vertragsspieler oberhalb der Minijob-Grenze

Für Vertragsspieler mit Vergütungen oberhalb der Minijob-Grenze wurde keine generelle Regelung getroffen. Auch wenn einzelnen Äußerungen klar zu entnehmen ist, dass selbst für Vertragsspieler jenseits der Minijob-Grenze die Anwendung des Mindestlohngesetzes nicht zwingend ist, kommt es in diesen Fällen weiterhin auf den Einzelfall an. Mit maßgeblich im Rahmen einer Prüfung ist auch hier, ob es dem Spieler in erster Linie um die sportliche Betätigung oder die finanzielle Gegenleistung geht. Es gilt hier: Je höher die gezahlte Vergütung, desto eher ist von einer Erwerbstätigkeit auszugehen. Ergibt das Ergebnis dieser Einzelfallprüfung, dass der Spieler unter das Mindestlohngesetz fällt, ist der Mindestlohn zu zahlen. Mindestlohnrechtliche Aufzeichnungspflichten bestehen für Sportvereine bei
Arbeitnehmern mit Entgelten oberhalb der Minijobgrenze nicht.

3. Übungsleiter/Trainer

DOSB/DFB und BMAS sind übereinstimmend der Auffassung, dass es sich bei diesem Personenkreis weit überwiegend um Ehrenamtliche handelt; sodass das Mindestlohngesetz keine Anwendung findet. Wer ehrenamtlich tätig ist, ist kein Arbeitnehmer. Ehrenamtlich tätig ist derjenige, der unentgeltlich bzw. gegen den Ersatz von Aufwendungen tätig wird. Von einer unentgeltlichen Tätigkeit ist innerhalb der aus dem Steuerrecht anerkannten Übungsleiterpauschale von 2400 Euro im Jahr bzw. bei Ersatz von nachweislich entstandenen konkreten Aufwendungen (wie z.B. Fahrkosten, Kauf von Trainingsmitteln) auszugehen.

Daraus folgt:

  1. Übungsleiter, die bis zu 2400 Euro im Jahr im Wege der steuerrechtlich anerkannten Übungsleiterpauschale erhalten, sind keine Arbeitnehmer, sodass das Mindestlohngesetz keine Anwendung findet. In diesem Fall sollten sie nicht als Mini-Jobber angemeldet sein oder werden.
  2. Auch wer als Übungsleiter mehr als die steuerfreie Übungsleiterpauschale erhält, ist nicht automatisch Arbeitnehmer. Allerdings muss dann in jedem Einzelfall geprüft werden, ob es sich um weisungsabhängige Arbeitnehmer handelt, auf die das Mindestlohngesetz Anwendung findet oder nicht. Von einer Arbeitnehmereigenschaft ist jedoch nicht bereits durch die Vorgabe von Zeit und Ort der Tätigkeit, also Trainingstage und Trainingsprogramm, auszugehen. Entscheidend ist, wie intensiv der Übungsleiter in den Verein eingebunden ist, in welchem Umfang er den Trainingsinhalt, die Art und Weise der Trainingserteilung, die Arbeitszeit und die sonstigen Umstände der Tätigkeit mitgestalten und inwieweit er zu Nebenarbeiten herangezogen werden kann.

a. Wenn die Prüfung ergibt, dass es sich nicht um Arbeitnehmer handelt, muss auch kein Mindestlohn gezahlt werden. Dann sollten sie auch nicht als Mini-Jobber angemeldet sein oder werden.

b. Wenn die Prüfung ergibt, dass es sich um Arbeitnehmer handelt, findet das Mindestlohngesetz ohne Einschränkung Anwendung.

Grundsätzlich schließt eine Arbeitnehmertätigkeit ein darüberhinausgehendes ehrenamtliches Engagement neben der geringfügigen Beschäftigung nicht aus. Es muss sich jedoch aus der Vertragsgestaltung ergeben, welche Leistungen im welchen Umfang Bestandteil der arbeitsvertraglichen Beziehung sind. Eine darüberhinausgehende ehrenamtliche Tätigkeit muss hiervon nach Art und Inhalt deutlich abgrenzbar sein.

4. Sonstige Tätigkeiten im Sportverein

Es bestand weiter Einigkeit darüber, dass Personen, die an einigen Stunden wöchentlich eine Sportanlage unterhalten, Trikots waschen oder ähnliche Tätigkeiten ausüben und hierfür Aufwandsentschädigung oder Auslagenersatz erhalten, ebenfalls in der Regel ehrenamtlich tätig sind. Sie sollten nicht als Mini-Jobber angemeldet sein oder werden. Als Alternative kommt in diesen Fällen die Zahlung im Rahmen der sog. Ehrenamtspauschale in Betracht, die bis 720 Euro im Jahr steuerfrei ist.

Personen, die für die Vereine arbeiten und dies offenkundig nicht aus ehrenamtlichem Engagement, sondern zum Gelderwerb tun, sind und bleiben Arbeitnehmer. Für sie gelten die allgemeinen Bestimmungen wie für jeden anderen Arbeitnehmer auch. Ob der Arbeitgeber gemeinnützig ist oder nicht, spielt hierbei keine Rolle. In diesen Fällen findet dann auch das Mindestlohngesetz Anwendung.

5. Dokumentationspflicht

Durch die vorangegangenen Klarstellungen sind die Fälle, in denen Beginn und Ende der Arbeitszeit gemäß § 17 MiLoG dokumentiert werden muss, auf ein vertretbares Maß gesunken. Soweit kein Arbeitsverhältnis vorliegt, bedarf es auch keiner Aufzeichnung der Arbeitszeit. Für geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer hält das BMAS an der Dokumentationspflicht fest, weist aber darauf hin, dass es keine Formvorschriften gibt, auf welche Weise die Dokumentation im Einzelnen erfolgen muss. Über die Homepage der Minijobzentrale ist z.B. ein entsprechendes Formular zur Zeiterfassung abrufbar (http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/00_startseite/01_thementeaser/startseite_mindestlohn.html); auch die Möglichkeit der Zeiterfassung per Smartphone durch die einzelnen Minijobber und die Weiterleitung an eine zentrale Erfassungsstelle im Verein wird für zulässig erachtet.

6. Auswirkungen auf die Versicherung bei der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG)

Nach derzeitiger Beschlusslage der VBG setzt der Unfallversicherungsschutz für die Sportausübung ab 1. Januar 2015 voraus, dass Sportler/innen Geld oder Sachleistungen in Höhe von mehr als 200 Euro netto erhalten, und dass der gesetzlich vorgesehene Mindestlohn nicht unterschritten wird. Nach dem nun erzielten Ergebnis für Amateur- und Vertragssportler bleibt abzuwarten, ob sich hierzu weitere Änderungen ergeben. Bis dahin werden die Prüfungen der VBG im Statusfeststellungsverfahren aufgeschoben. Das BMAS wird hierüber in Kürze ein Gespräch mit der VBG führen.

7. Weitere Informationen

Bereits im Vorfeld des Gesprächs hat das BMAS dem DOSB auf Anfrage bestätigt, dass es zulässig ist, einen Minijob in der Verwaltung des Vereins mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Übungsleiter/ Trainer zu kombinieren; hierbei fällt der gesetzliche Mindestlohn nur für die Arbeit an, die im Rahmen des Minijobs geleistet wird. Allerdings ist in diesem Fall darauf zu achten, dass die Tätigkeiten zeitlich sauber getrennt und für den Bereich des Minijobs für die Verwaltungstätigkeit entsprechend dokumentiert werden.

Viele Vereine haben sich in den vergangenen Wochen über sich widersprechende Auskünfte von Steuerberatern beklagt. Das BMAS ist bereits in Kontakt mit der Bundessteuerberaterkammer und wird auf diesem Weg versuchen, auch hier für Klarheit zu sorgen.

Das BMAS wird die oben dargestellten Grundsätze in seine Informationsangebote aufnehmen (Broschüren/Internet).

Zusammenfassend können wir mit dem erzielten Ergebnis sehr zufrieden sein. Es ist nicht auszuschließen, dass auch künftig noch Grenzfälle auftreten können und werden. Für die meisten Fallkonstellationen wurden jedoch nun praktikable Lösungen und Rechtssicherheit hinsichtlich der Haftung für die Vereine und damit die zu Recht angemahnte Klarheit geschaffen.

Der Inhalt dieses Schreibens wurde mit dem BMAS abgestimmt.

Druckansicht Hardcopy in Pass-Online verbessert

Anleitung Hardcopy

Im Online-Passportal des BFV haben Vereine inzwischen seit über zwei Jahren die Möglichkeit, sich die Spielberechtigungen ihrer Spieler anzusehen, Spielerlisten des eigenen Vereins zu erstellen, Wartefristen bei einem Vereinswechsel ausrechnen zu lassen oder auch einzusehen, wie lange ein bestimmter Vertragsspieler bei seinem Verein noch gebunden ist. Seit 01.07.2008 gibt es auch die Möglichkeit, sich selbst eine Spielrechtsbestätigung eines vereinseigenen Spielers über dieses Portal auszudrucken.

Das Online-Passportal wird stetig weiterentwickelt und verbessert. Im Rahmen der jüngsten programmiertechnischen Erweiterung ergibt sich dabei für unsere Vereine eine sehr interessante und sicherlich lang ersehnte Neuerung: Ein zusätzlicher Hinweistext, aus dem klar und deutlich erkennbar ist, ob dieser Ausdruck als Nachweis der Spielberechtigung (anstelle des Spielerpasses) gültig ist oder nicht.

Bevor wir zu einer detaillierten Beschreibung kommen, die zum entsprechenden Ausdruck führt, möchten wir noch einmal auf einige wichtige Punkte hinweisen, die beim Einsatz eines Spielers mit einem solchen Spielrechtsnachweis unbedingt zu beachten sind.

  • Der Einsatz von Spielern ist maximal einundzwanzigTage lang, gerechnet ab dem Tag der Passausstellung möglich. Danach verliert dieser Einsatznachweis seine Gültigkeit, so dass ein Spieler mit 
         einem Ausdruck, der ein älteres Passausstellungsdatum trägt,  nicht mehr eingesetzt werden darf - vgl. auch Hinweis oben in der Detailspielberechtigung bzw. auf dem Ausdruck .
    (Gilt im Erwachsenen- und Jugendbereich.)
  • Ein amtlicher Lichtbildausweis zur Legitimation des Spielers ist vor dem Spiel zusätzlich notwendig. (Gilt nur für Spiele im Erwachsenenbereich.)
  • Der/die Jugendleiter/In bzw. der/die Betreuer/In muss die Identität des Spielers/der Spielerin zusätzlich auf der Rückseite des Spielberichts mit seiner/ihrer Unterschrift bestätigen. Ein amtlicher
         Lichtbildausweis ist nicht notwendig (Gilt nur für Spiele im Jugendbereich.)
  • Die einschlägigen Bestimmungen ergeben sich aus § 33 SpO bzw. § 16 Abs. 4 JO. Wir bitten um dringende Beachtung!


    Welche Schritte sind nun notwendig, um diesen Ausdruck zu erhalten?

    1. Um in das Online-Passportal einsteigen zu können, müssen Sie sich mit Ihrer Vereinskennung einloggen (unter www.bfv.de auf "Login" in der obersten Leiste ganz rechts klicken), dann unter "Zugang zu spielplus.bfv.de" Ihre Vereinskennung (3100 und vierstellige Vereins-Nr. ohne PV, also bspw. 31001234) und das Kennwort eingeben (das gleiche wie Ihr BFV Kennwort) und auf den grauen "Anmelde-Button" klicken.
    2. Auf den Menüpunkt "Pass-Online"  (linke Leiste) klicken.
    3. Auf den Menüpunkt "Spielberechtigungen" (linke Leiste) klicken. Über den Namen und Vornamen (ggf. mit Geburtstag) und "Suchen" (an dieser Stelle nicht auf "Neue Suche" klicken) können Sie sich informieren, ob die Spielberechtigung einzelner Spieler ihres Vereines bereits erteilt wurde.

      Achtung: Einen Spieler, für den zwar ein Passantrag an die Passabteilung eingereicht wurde, den Sie unter Pass-Online jedoch noch nicht in den Spielberechtigungen finden, wurde der Antrag noch nicht bearbeitet oder liegt uns noch nicht vor. Es existiert daher noch keine Spielberechtigung des Spielers. Ein Einsatz (auch in Freundschafts- und Vorbereitungsspielen) ist in diesen Fällen nicht möglich (auch nicht "auf Personalausweis"). Hierbei würde es sich um das Mitwirken eines nicht spielberechtigten Spielers handeln!

    4. Die Detailspielberechtigung können Sie sich nun über den Button "Detailansicht" (Button mit Lupe, links) anzeigen lassen.
    5. Durch Anklicken des "Drucken"-Buttons kommen Sie zur Druckansicht der Detailspielberechtigung aus Pass-Online. [Bitte klicken Sie an dieser Stelle nicht auf das Druckersymbol im oberen Bereich Ihres Browsers, da Sie ansonsten einen Ausdruck ohne BFV-Logo erhalten, und es sich somit um keinen ordnungsgemäßen Spielrechtsnachweis handelt!!!]
    6. In der nun folgenden Darstellung brauchen Sie (dagegen) nur noch auf das Druckersymbol (im Browser) oben zu klicken und die Spielberechtigung mit dem BFV-Logo wird ausgedruckt.

    Noch einige abschließende Hinweise und Tipps:

    • Natürlich ist es auch weiterhin möglich, Spieler mit einer Hardcopy einzusetzen, die über den bisherigen Weg (über die "Einfügefunktion" in Word) erstellt wurde, sofern diese ebenfalls das BFV-Logo trägt. Es führen also zukünftig beide Wege zum Ziel, beide Pass-Online-Spielberechtigungen mit BFV-Logo werden als Einsatznachweis anerkannt, wobei die neue, hier dargestellte Möglichkeit sicher die einfachere und schnellere Variante ist.
    • Auch wenn kein Passdruckdatum in der Detailspielberechtigung aufgeführt ist, ist diese gültig. Entscheidend ist das Passausstellungsdatum (+ 21 Tage).
    • Ein solcher Einsatznachweis gilt bei allen Spielen (Privat-/Freundschafts- und Verbands-/Pflichtspiele).
    • Genau wie beim tatsächlichen Spielerpass muss der Verein auch hier Sorge dafür tragen, dass das in der Detailspielberechtigung ausgewiesene Datum der Freundschafts- bzw. Pflichtspielgenehmigung auch tatsächlich einen Einsatz des Spielers in dem/den betreffenden Spiel/en zulässt.
    • Nicht selten kommt es vor, dass ein Spielerpass beim Verein unwiederbringlich verloren wurde oder nicht mehr auffindbar ist. In diesem Fall ist grundsätzlich eine (formlose) Verlusterklärung (mit Stempel und Unterschrift) an den BFV einzureichen (dies ist auch per Telefax möglich). Liegt der Passabteilung diese Verlusterklärung rechtzeitig vor, wird ein Duplikat des Spielerpasses erstellt. Dabei wird in der Detailspielberechtigung in Pass-Online ein neues Passausstellungsdatum erzeugt und ein solcher Spieler könnte nun wiederum einundzwanzig Tage lang mit der Hardcopy eingesetzt werden. Wurde von der Passabteilung dagegen noch kein Duplikat erstellt (dies ist daran zu erkennen, dass die Detailspielberechtigung noch kein neues/aktuelles Passausstellungsdatum aufweist), darf der Spieler mit diesem Ausdruck auch nicht eingesetzt werden.
    • Wir bitten alle Vereine, die dieses Angebot wahrnehmen, um Beachtung und strikte Einhaltung der in diesem Artikel dargestellten Maßgaben und Punkte, damit diese wohl von allen Seiten seit langem ersehnte Neuerung auch den gewünschten Erfolg für Vereine, Spieler, Funktionäre, Schiedsrichter usw. erbringt.
  • Altersklassen Spieljahr 2018/2019

    Die Passabteilung arbeitet seit März 2007 mit einem neuen Passprogramm. Das vom DFB konzipierte und zukunftsorientierte Programm vernetzt alle Passabteilungen der Landesverbände miteinander. Vereinswechsel von oder zu anderen Landesverbänden gehen wesentlich schneller und einfacher. Zudem gibt es für die Vereine die Möglichkeit, übers Internet den Bearbeitungsstand eines eingereichten Vereinswechselantrages abzufragen bzw. zu prüfen, ob der Spielerpass für den betreffenden Spieler schon ausgestellt wurde. Ein großer Vorteil für alle Vereine !
     
    Damit einhergehend gibt es auch neue Spielerpässe. Wichtig: Auf den Jugend-Spielerpässen sind aus Platzgründen die Altersklassen nicht mehr aufgedruckt. Als kleine Hilfe für die Schiedsrichter und für die Vereinsfunktionäre (speziell für die Jugendbetreuer und -trainer) gibt es aber eine aktuelle Übersicht, die über die Altersklassenzugehörigkeit des jeweiligen Jugendspielers informieren soll.

    Einteilung

    Altersklasse

     

    Jahrgänge

     

    A (U19/U18)

     

    2000/2001

     

    B (U17/U16)

     

    2002/2003

     

    C (U15/U14)

     

    2004/2005

     

    D (U13/U12)

     

    2006/2007

     

    E (U11/U10)

     

    2008/2009

     

    F (U 9/U 8)

     

    2010/2011

     

    G (U 7)

     

    ab 2012

     

    Neu auf der Vorderseite des Spielerpasses sind bestimmte Sonderspielrechte (z. B. Firmenspielrecht, Spielrechte für DFB-Spielklassen) und der Vertragsspieler-Status. Auch die Rückseite wurde neu gestaltet und vereinfacht. Wichtig: Die bisherigen Spielerpässe behalten ihre Gültigkeit!

     
    Spitzenvereine

    Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

    © 2018 BFV.de