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Mosambik, Mini-Spielfelder, Amateurfußball

Letzte Aktualisierung: 1. Dezember 2008

In einer guten Partnerschaft spielen auch Kritik und die Fähigkeit, sich kontrovers auszutauschen, eine große Rolle. Die letzte BFV-Vorstandssitzung des Jahres stand ganz im Zeichen eines offenen Dialogs, denn die Runde im Sitzungssaal des Poinger Rathauses komplettierten drei hochrangige Vertreter des DFB. Neben DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach durften auch sein Stellvertreter Stefan Hans und Markus Weidner begrüßt werden. Letzterer erläuterte als Fachmann und Ansprechpartner seitens des DFB dem BFV-Vorstand Detailfragen zur neu fixierten Partnerschaft zwischen DFB, BFV und dem Mosambikanischen Fußballverband (FMF). Die geschlossene Vereinbarung (Bericht zur Unterzeichnung - hier klicken) sieht einen Ausbau der bereits bestehenden Partnerschaft zwischen BFV und FMF vor. Durch die Miteinbeziehung des DFB und des Auswärtigen Amtes der Bundesregierung, das im Wesentlichen das Projekt finanziert, wird die Partnerschaft auf eine zukunftsträchtige, solide Basis gestellt. Vorgesehen ist unter anderem die Entsendung eines Technischen Direktors, der in Mosambik wesentlich dazu beitragen soll, die Strukturen in der Fußball-Nachwuchs- und -Talentförderung zu verbessern und auszubauen. Zudem ist in den kommenden Jahren eine enge Kooperation im Bereich Jugend sowie Schiedsrichter- und Trainerwesen vorgesehen.

Ein weiteres zentrales Thema waren die vom DFB für 2009 geplanten Aktionstage auf den "DFB-Mini-Spielfeldern" sowie die bayernweite Umsetzung des "DFB-Mobils", dessen Pilotphase in den vergangenen Monaten im Raum München erfolgreich absolviert werden konnte. Dabei brachte der BFV-Vorstand zum Ausdruck, dass man grundsätzlich diese Aktionen als positive Unterstützung für die Arbeit der Amateurfußballvereine befürworte und alles für eine erfolgreiche Durchführung tun werde, den anwesenden DFB-Vertretern wurde allerdings auch deutlich gemacht, dass der BFV durchaus Bedenken hat, die Aktionen in einem Flächenstaat wie Bayern im geplanten Umfang stemmen zu können, ohne die Kapazitäten des seit der Strukturreform schlank aufgestellten BFV und die vielen ehrenamtlichen Helfer an der Basis zu überlasten. "Wir wissen um die Bedenken des BFV und nehmen die Sorgen wahr. Dr. Rainer Koch als auch Jürgen Igelspacher haben bei den Sitzungen in Frankfurt entsprechend Stellung bezogen. Und wir sind grundsätzlich offen für kritische Worte, Bedenken und Anregungen. Wir fordern dazu auch auf. Auf der anderen Seite ist es allerdings auch so, dass im Wesentlichen nur der BFV uns gegenüber Bedenken zum Ausdruck gebracht hat. Die geplanten Projekte sind ja keine Aktionen, deren Umsetzung der DFB fordert, sondern wurden in Absprache mit allen Landesverbänden getroffen. Bei den Abstimmungen ergab sich eine eindeutige Mehrheit für diese Projekte und ihren Umfang", erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach die Ausgangslage.

Die Anwesenheit der DFB-Vertreter wurde zudem dazu genutzt, weitere aktuelle Themen wie die Fernsehverträge und die Spielplanüberschneidungen des Profi- und des Amateurbereiches zu diskutieren. "Das ist ein hochkomplexes Thema. Wir müssen ein substantielles Interesse haben, den Profifußball zu stärken. Ein guter Abschluss für den Profifußball und damit auch für den Amateurfußball, der unmittelbar von einer starken Bundesliga profitiert, war nur mit einer Änderung der Spielpläne möglich. Wir sind gut beraten, die Situation so anzunehmen", erklärte Niersbach den Anwesenden.

Vorgestellt wurden in Poing auch die Eckpunkte für eine Reform des "Toto-Pokals". Der soll in Zukunft ähnlich der DFB-Hauptrunden ausgespielt werden. Das heißt, dass es in Zukunft auch einen einheitlichen bayernweiten Pokalspieltag geben soll. Durch die angestrebte Reform wird eine deutliche Aufwertung des Toto-Pokals sowie der Kreispokalwettbewerbe erwartet. Details wird der Verbandsspielausschuss Anfang 2009 ausarbeiten.

 
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