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Hallenfußball nach FIFA-Regeln

Beim BFV wird Hallenfußball nach FIFA-Regeln (Futsal) gespielt

Der Bayerische Fußball-Verband hat nach mehrjährigem Parallelbetrieb zur Wintersaison 2013/2014 den klassischen Hallenfußball und Futsal zusammengeführt und bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften auf Hallenfußball nach FIFA-Regeln (Futsal) umgestellt. Die parallele Organisation war mit immensem Aufwand verbunden, ein effektives Sponsoring nur für eine Meisterschaft möglich.

In den Folgejahren hat der BFV die Richtlinien noch einmal strukturell modifiziert und vom Aufbau her vereinfacht. Seit der Winterrunde 2014/15 werden alle BFV-Meisterschaften ab der ersten Runde in allen Altersklassen sowohl bei den Frauen/Juniorinnen wie auch bei den Senioren/Herren/Junioren ausschließlich nach dem Regelwerk der FIFA ausgetragen.

Private Hallenturniere auch auf große Tore, mit Banden und normalem Ball möglich

Private Hallenturniere können alternativ auch mit einem abweichenden Regelwerk ausgetragen werden. So ist es zum Beispiel nach wie vor möglich, mit Banden, breiteren Toren und einem normalen Hallenfußball zu spielen. Die zulässigen Abweichungen sind in der Hallenfußball-Richtlinie geregelt (Teil 3 - Sonderbestimmungen). Eine Vermischung der beiden Regelwerke (offizielle Spiele und private Turniere) ist nicht zulässig!

Mehr Technik, weniger Verletzungen, schnelleres Spiel

Futsal, die weltweit einzige offizielle Hallenfußballvariante, unterscheidet sich vom bekannten Hallenfußball im Wesentlichen durch die fehlende Bande, kleinere Tore (Futsal wird auf Handball-Tore gespielt), einen kleineren Ball mit verminderter Sprungkraft sowie ein Regelwerk, das ein schnelleres, technischeres Spiel gewährleistet. So darf eine Mannschaft bei Ballbesitz zum Beispiel nur noch einmal zum Torwart zurückspielen. Ist der Ball im Aus, wird nicht mehr eingerollt, sondern eingekickt. Dazu hat der Spieler maximal vier Sekunden Zeit. Pro Halbzeit kann der Trainer eine Auszeit von einer Minute nehmen. Und es gibt zwei Schiedsrichter. Die Fouls werden pro Mannschaft zusammengezählt (kumuliert) und ab einer bestimmten Anzahl gibt es einen Strafstoß aus zehn Metern, ohne Mauer. Der "normale" Strafstoß wird aus sechs Metern ausgeführt. Es gibt neben indirekten jetzt auch direkte Freistöße.

Viele Stars haben in ihrer Jugend Futsal gespielt - Douglas Costa rät Talenten: "Spielt Futsal"

Futsal ist anerkanntermaßen mit deutlich weniger Verletzungsgefahren verbunden als der klassische Hallenfußball. Im Vordergrund stehen die technischen Fertigkeiten im Umgang mit dem Ball, weshalb Futsal als ideale "Vorschule" für die Entwicklung der Basisfähigkeiten im Fußball gilt. Die besten Fußballer der Welt - Messi, Christiano Ronaldo, Iniesta, Neymar, Robinho, Xavi, Pelé, Luis Figo oder Zinedine Zidane - haben in ihrer Jugend Futsal gespielt.

Douglas Costa, Edeltechniker des FC Bayern München, rät sogar allen Fußballtalenten: "Spielt Futsal!" den Futsal sei das A und O des Fußballs (Video).

Der Wegfall der Banden und die Größe der Tore im Verhältnis zur Größe des Spielfeldes kommen den Gegebenheiten des Fußballs im Freien sehr nahe. Deshalb stellt Futsal gerade für Nachwuchskicker eine echte Fortbildung der eigenen Fähigkeiten und keine "Sportart mit eigenen Gesetzen" dar.

Auswahlmannschaften werden gebildet

Der Deutsche Fußball-Bund trägt seit der Spielzeit 2013/2014 neben der Deutschen C-Junioren-Hallenmeisterschaft auch die Deutsche Hallenmeisterschaft der B-Junioren aus (Hallenfußball nach FIFA-Regeln). Für die Qualifikationsturniere auf Regionalverbandsebene dürfen ausschließlich Teilnehmer gemeldet werden, die sich bei reinen Futsal-Turnieren auf Landesverbandsebene qualifiziert haben. Innerhalb des DFB wurden zudem Länder- und Regionalauswahlmannschaften für Futsal gebildet. Im Dezember 2015 gab der DFB die Gründung einer Futsal-Nationalmannschaft bekannt. Auch für die geforderte Mitwirkung des BFV war deshalb eine Umstellung auf Hallenfußball nach FIFA-Regeln in Bayern notwendig. Denn nur so haben bayerische Mannschaften in Zukunft auch eine Chance, im Vereinsspitzenfußball in der Halle national mithalten und sich auch international in der weltweit boomenden Sportart zu qualifizieren und weiterentwickeln zu können. In Spanien gibt es seit 1989 eine Futsal-Profi-Liga, Spiele werden sogar live im TV übertragen. England hat 2008 die dreigleisige FA Futsal League mit aktuell 23 Mannschaften geschaffen und Frankreich hat 2009 seine Futsal-Liga offiziell eingeführt.

Futsal im Ligaspielbetrieb

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Mittelfranken und Oberbayern in der Wintersiaosn 2012/14 hat der BFV in der Hallensaison 2014/2015 in jedem Bezirk eigene Futsalligen angeboten, die in den Monaten Dezember bis etwa Mitte Februar gespielt wurden. Somit wurde ein weiteres Angebot für die Vereine geschaffen und eine attraktive Möglichkeit, den eigenen Spielern neben dem Trainingsbetrieb einen Wettbewerb anzubieten, der über einen feststehenden Zeitraum auch gesichert ist. Im Oktober 2014 startete die Futsal-Bayernliga. Zur Saison 2015/16 wurden zudem in sechs der sieben Bezirke Futsal-Bezirksligen (Herren) gestartet. In allen Ligen treten die Teams nicht in Turnierform mit verkürzter Spielzeit, sondern mit der beim Futsal üblichen Nettospielzeit von 2 x 20 Minuten gegeneinander an. Parallel dazu hat auch der Süddeutsche Fußball-Verband (SFV) im Herbst 2015 die Futsal-Regionalliga mit den Top-Teams der fünf SFV-Verbände gestartet.

Futsal als Türöffner beim Schulfußball


Gerade angesichts der demografischen Entwicklung ist es wichtig, im Wettbewerb mit anderen Sportarten, Fußball auch zum Teil des Sportunterrichts in der Schule, insbesondere in der Grundschule, zu machen. Dort treiben aber nicht nur ausgebildete Nachwuchsfußballer Sport, sondern auch viele Kinder, die bisher noch kein Fußball gespielt haben und deshalb technisch weniger versiert sind, als ihre im Verein spielenden Mitschüler. Der wesentlich kleinere Futsal-Ball, der nur zwei- bis dreimal aufspringt und dann am Boden liegen bleibt, erleichtert die Ballkontrolle und damit das Spiel. Lehrerinnen und Lehrer werden bei der Futsal-Variante im Schulunterricht viel leichter "ja" zum Fußball sagen können.

Auch SFV spricht sich für flächendeckenden Futsal-Spielbetrieb aus

Auch der Vorstand des Süddeutschen Fußball-Verbandes, dem der Bayerische Fußball-Verband angehört, hat sich unter Einbeziehung des SFV-Ausschusses für Freizeit- und Breitensport ausdrücklich für die Einführung und Etablierung eines möglichst flächendeckenden Futsal-Spielbetriebs in seinem Verbandsgebiet (zu dem auch Bayern zählt) ausgesprochen. Wie bereits erwähnt wurde zur Hallensaison 2015/16 die Futsal-Regionalliga gestartet.

BFV-Schulungsangebot für Vereine

Der BFV bietet im Rahmen seiner Kampagne "Pro Amateurfußball" Schulungen für Vereinsvertreter und Trainer in jedem Fußballkreis an. Dabei werden in einem Theorie- und einen Praxisteil die Grundkenntnis des Futsals, der Taktik und des Regelwerks vermittelt. Aktuelle Termine sind hier abrufbar

BFV bietet "Hallen-Zweitspielrecht" an

Der Bayerische Fußball-Verband hat ein Hallen-Zusatzspielrecht im Erwachsenenbereich (Herren, Frauen und Senioren) eingeführt. Damit können Spieler(innen) in der Hallensaison zukünftig auch für einen anderen Verein als ihren Stammverein auflaufen. "Jeder soll Hallenfußball spielen können, selbst wenn der eigene Klub nicht am Hallenspielbetrieb teilnimmt", erklärt Josef Janker, Vorsitzender der BFV-Hallenkommission. Das Zusatzspielrecht kann ein Verein für maximal vier Spieler(innen) beim zuständigen Bezirksvorsitzenden des Verbandes beantragen. Der abgebende Verein (Stammverein) muss dabei bestätigen, dass sein Spieler/seine Spielerin in der aktuellen Hallensaison bei Antragstellung noch nicht für ihn aufgelaufen ist. Als Spielberechtigung gilt der genehmigte Antrag, zusammen mit dem Spielerpass des Stammvereins. Pro Spieler(in) erteilt der BFV maximal ein Zusatzspielrecht. Die genauen Durchführungsbestimmungen und das Antragsformular finden Sie auf der BFV-Homepage im Bereich "Der BFV > Amtliche Mitteilungen > Verbands-Spielausschuss". Hier klicken 

Durchführungsbestimmungen Futsal

BFV-Richtlinie Hallenfußball

 
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