Header Image - Gegen Homophobie im Fußball
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Das Thema Homosexualität ist im Fußball leider immer noch ein Tabu - daran hat sich auch nach dem öffentlichen Outing von Thomas Hitzlsperger vor zwei Jahren nichts geändert. Im Profi-Fußball gibt es nach wie vor keine homosexuellen Spieler - offiziell zumindest. Umso wichtiger sind Vorzeigeprojekte wie das Team München. Deutschlands erste homosexuelle Amateur-Fußballmannschaft im regulären Spielbetrieb zeigt Wochenende für Wochenende, dass Fußball für Teamgeist, Miteinander und Respekt steht und die Nationalität, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung des Gegners und Mitspielers keine Rolle spielen.

"Team München großartiges Leuchtturmprojekt"

"Der bayerische Fußball ist in der glücklichen Lage, dass es großartige Leuchtturmprojekte wie das Team München gibt. Der Verein ist ein Anlaufpunkt für Menschen, die sich wegen ihrer sexuellen Orientierung ,heimatlos' fühlen und lebt ein Beispiel vor, das hoffentlich viele andere Vereine, Spieler und Fans zum Nachdenken anregt. Der Fußball ist schließlich für alle da", erklärt Münchens Kreisvorsitzender Bernhard Slawinski.

Leider sind den "Streetboys" - wie sich die Spieler des Team Münchens nennen, in dem auch heterosexuelle Spieler willkommen sind - auch dumme Sprüche oder verletzende Äußerungen nicht fremd. Diese haben sie aber nur in ihrer Überzeugung bestärkt, gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband weiter öffentlich dafür zu kämpfen, dass Homophobie im Fußball keinen Platz hat. Als Zeichen der Solidarität und Gemeinschaft nimmt die Mannschaft gemeinsam mit Bernhard Slawinski, weiteren BFV-Funktionären und Ex-Nationalspieler Jimmy Hartwig am Christopher Street Day 2017 teil. Zudem erarbeiten Verband und Verein gerade gemeinsam ein Aufklärungskonzept, das im Frühjahr 2017 präsentiert werden soll. Aktuell ist in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks ein Videobeitrag von BR-Redakteur Florian Eckl zu sehen. Der Sender hatte den Tabellenführer der "C-Klasse 5" am letzten Spieltag vor der Winterpause begleitet.

BFV kämpft seit Jahren aktiv gegen Intoleranz und für Vielfalt im Fußball

Der Bayerische Fußball-Verband kämpft mit zahlreichen Kampagnen seit Jahren aktiv gegen jede Art von Diskriminierung und Intoleranz und bekennt sich ohne Ausnahme zur Vielfalt im Fußball. Unter anderem unterzeichnete der BFV die "Berliner Erklärung gegen Homophobie und für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport" der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. Zu den Erstunterzeichnern gehörten unter anderem Uli Hoeneß und der damalige - für den Sport verantwortliche - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Die DFB-Broschüre "Fußball und Homosexualität" finden sie hier. Weitere Informationen zum Team München finden Sie unter www.streetboys.de. Beim Bayerischen Fußball-Verband setzt sich die Arbeitsgruppe "Gemeinsam und fair" mit zahlreichen Aktionen und Kampagnen für Fairplay, Respekt, Gewaltfreiheit, Weltoffenheit und Toleranz im Fußball ein. Ansprechpartner ist Frank Schweizerhof, Abteilung "Soziales", Telefon: (089) 542770-37, E-Mail: frankschweizerhof@bfv.de.

 

 
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