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1.FC Rieden nimmt hochmoderne LED-Flutlichtanlage in Betrieb

Letzte Aktualisierung: 2. Oktober 2015

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Die Flutlichtanlage mit LED-Technologie.

Mit viel Prominenz und Aufmerksamkeit wurde beim Ehrenabend und Weinfest des 1. FC Rieden das neue LED-Flutlicht und die gesamte neue Sportheimbeleuchtung in LED-Technik offiziell seiner Bestimmung übergeben. Den ersten wettkampfmäßigen Härtetest bestand die Anlage beim Spiel der heimischen AH-Stars gegen eine Auswahl des Patenvereins SC Germania Amberg, das jedoch mit 0:2 verloren wurde.  

Der Einladung gefolgt waren MdL Reinhold Strobl, Landrat Richard Reisinger, vom Fußballverband Kreisspielleiter Albert Kellner, die Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses Frieda Bauer, der Kreisehrenamtsbeauftragte Karl Bauer und der stellvertretende Kreisvorsitzende des BLSV Peter Stock. Ihre besondere Verbundenheit zum FC Rieden drückte der Marktgemeinderat mit dem Besuch aller drei Bürgermeister mit weiteren sechs Marktgemeinderäten aus. Weiter waren Förderkreispräsident und Ehrenmitglied Gotthard Färber, Ehrenvorstand Hans-Joachim Ernst, der 2. Vorstand des Fanclubs Thomas Baumer sowie ehemalige Vorstandsmitglieder, Trainer und Spieler unter den Gästen. 

Gekonnt moderierte 1. FC-Vorstand Hans Fischer durch den kurzweiligen Abend. Er zeigte die Entwicklung des Riedner Sportgeländes seit der Vereinsgründung und insbesondere die Investitionen der letzten Jahre auf. Leitlinie sei hier neben den sportlichen Zielen auch das langfristig angelegte Umwelt- und Energiekonzept des Vereins. Die neue LED-Flutlichtanlage ist hierzu ein weiterer Baustein. Beispielhaft wurde bisher bereits investiert in die Bewässerung der beiden Sportplätze mit oberflächennahem Grundwasser und programmgesteuerter Beregnungsanlage, Errichtung einer Photovoltaikanlage mit 20,88 kWp, Anschaffung von Pellettöfen im alten Sportheim, Umstellung auf eine Hackschnitzelheizung im neuen Sportheim.

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Kreisvorsitzender Albert Kellner (li.) überreichte zur Einweihung einen Spielball.

Entscheidend für die Erneuerung war u. a .die EuP-Richtline 2005/32EG und die WEEE-Richtline 2012/19/EU der Europäischen Union. Diese schreiben vor, dass ab dem 01.01.2015 die in der alten Beleuchtung verbauten umweltschädlichen Quecksilberdampflampen nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen. Bei der weiteren Definition der Anforderungen an eine neue Flutlichtanlage wurde eine mögliche Energieeinsparung und damit eine bessere Umweltbilanz der Sportanlage herausgestellt. Ferner wurde eine hohe gleichmäßige Ausleuchtung des Sportplatzes mit geringer Schlagschattenbildung gefordert. Relativ schnell landete man als Alternative zu den noch in Frage kommenden Metallhalogen-Dampflampen - bei denen  jedoch die Lichtleistung der Lampen im Laufe der Jahre nachlässt - bei der modernen und zukunftsträchtigen LED-Technik. Diese verspricht lange Lebensdauer, minimalen Wartungsaufwand und geringere Betriebskosten mit der Möglichkeit, mittels Lichtmanagement-System jeden einzelnen Fluter bedarfsgerecht zu dimmen und via Sensoren die Beleuchtung in Abhängigkeit zum Tageslicht zu schalten. Optimale Helligkeitswerte  in Abhängigkeit zur Umgebungssituation können so bei minimalem Energieeinsatz erreicht werden.

Bei der Einholung mehrerer Vergleichsangebote kristallisierte sich als Favorit schnell die Firma LEDs2B aus Amberg heraus. Deren Geschäftsführer Robert Weinberg überzeugte im Vorfeld nicht nur durch die gesamte, in zahlreichen Arbeitsstunden individuell gestaltete Projektierung der Anlage, sondern auch mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Mit der neuen Anlage wird eine durchgängige Beleuchtungsstärke von 89 Lux im Mittelwert bei einer Stromeinsparung von mehr als die Hälfte zugesichert. Der enorme Aufwand Weinbergs erfolgte auch nicht ganz uneigennützig, stellt dieses Vorhaben auch ein Pilot- und Prestigeprojekt der Firma LED2B dar. Als "Dreingabe" konnte sogar noch die komplette Umrüstung der Sportheimbeleuchtung auf LED-Technik ausgehandelt werden.

Hans Fischer betonte, dass nur mit Zusammenhalt, der Unterstützung der Sponsoren, Zuschüssen und Spenden diese Investitionen geschultert werden konnten. Bemerkenswert ist hierbei, dass nach Auskunft des BLSV-Referats Sportstättenbau der 1. FC Rieden in Bayern - wenn nicht sogar deutschlandweit - der erste Amateursportverein ist, der hinsichtlich der Flutlichtanlage die Vorgaben der DIN EN 12193 erfüllt. Diese Norm schreibt für die Beleuchtung von Fußballplätzen auf lokalem Trainings- und Wettkampfniveau die Beleuchtungsklasse III vor, was eine durchgehende horizontale Beleuchtungsstärke von mind. 75 Lux erfordert.  Bei Messungen der alten Anlage im Vorfeld der Projektierung ergaben sich Werte von nicht einmal 25 Lux. Für die neue Lichtanlage kann ein Wert von 89 Lux garantiert werden.

In den Grußworten der Ehrengäste wurde übereinstimmend der Mut und die Weitsicht in die getätigten Investitionen herausgestellt.  Von Seiten der Sportfunktionäre wünschte sich der Spielleiter des Fußballkreises Amberg/Weiden Albert Kellner, dass sich der 1. FC Rieden in der Kreisliga wieder findet. Er überreichte einen Spielball und merkte augenzwinkernd an, dass in 99 % der Fälle, in denen er einen solchen Ball überreichte, es mit dem Aufstieg auch tatsächlich klappte. Peter Stock als Vertreter des Bayerischen Landessportverbandes stellte heraus, dass es Aufgabe des BLSV sei, ein solches Vorzeigeprojekt zu unterstützen. Er freue sich, dieses bayernweit einmalige Projekt im eigenen Sportkreis Amberg zu haben. Er dankte allen, die dies ermöglicht haben. 

Zum Abschluss übergab Robert Weinberg an Bürgermeister Erwin Geitner die Funkfernsteuerung des Flutlichts, um gemeinsam mit Hans Fischer die neue LED-Flutlichtanlage offiziell in Betrieb zu nehmen. Fischer wünschte sich dabei, dass dieses neue Flutlicht jeden Fußballer motivieren soll, um mit Spaß und Freude Fußball zu spielen. 

 
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