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BFV-Erläuterungen zur Videoberichterstattung

Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2015

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Informationen zum Thema Videoberichterstattung im Amateur-Spitzenfußball 

Behauptungen und tatsächliche Sachlage

1. Behauptung: Der BFV will ein Monopol in der Amateurfußball-Berichterstattung

Richtig ist: Der BFV will kein Monopol, auch nicht im Bereich der Videos oder beim Liveticker, im Gegenteil: Der BFV ist für eine maximale Verbreitung, selbstverständlich auch auf Plattformen wie FuPa. Der Verband hat demnach gar nichts dagegen, wenn bei FuPa Amateurfußball-Videos gezeigt werden. Das wissen auch die Betreiber. Für die Ligen unterhalb der Verbandsebene (ab der 7. Liga) gibt es überhaupt keine Richtlinien. Im Amateur-Spitzenfußball (4. bis. 6 Liga), also bei 72 von 15.000 Spielen an jedem Wochenende (=0,48% aller Spiele) ist Filmen ebenfalls möglich, nach den von Vereinen und BFV gemeinsam aufgestellten Regeln. Hier haben die Amateurfußball-Spiele einen wirtschaftlichen Wert (vom BGH anerkannt), sachlich genauso wie in den Bundesligen (in der Höhe natürlich geringer). Dieser Wert steht den Vereinen zu.

2. Behauptung: Der Verband verfolgt beim Thema Videoberichterstattung eigene wirtschaftliche Interessen

Richtig ist: Der Verband hat selbst überhaupt keine wirtschaftlichen Interessen, er nimmt im Zusammenwirken mit den Vereinen lediglich gebündelt die Verwertung für sie wahr, alles exakt nach den Vorgaben des BGH-Urteils Hartplatzhelden. Sollten mit der Verwertung Entgelte erzielt werden, schüttet der BFV diese (gemäß seinen Regularien) zu 90% wieder an die Vereine aus! Der Verband nimmt seine Aufgabe wahr, Interessen der Vereine zu bündeln und sorgt auch durch ein zentrales Angebot aller Vereine für eine transparente Verfügbarkeit auf einer Plattform. Jemand, der an Spielberichten aus einer Liga interessiert ist, muss demnach nicht auf zahlreichen verschiedenen Plattformen nach Spielberichten suchen.

3. Behauptung: Der Verband ist nicht kooperationsbereit

Richtig ist: Da viele Portale die festgelegten Entgelte nicht zahlen können oder wollen, haben sie alternativ die faire Möglichkeit, kostenlos zu filmen, das Video bei sich sofort einzustellen, den Bericht für sich kommerziell zu verwerten und ihn an Stelle des Entgeltes dem vom Verband zur Promotion des Amateurfußballs betriebenen, sehr kostenintensiven Videoportal BFV.TV unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Das Video ist dann doppelt zu sehen, einmal beim Medienhaus und darüber hinaus auf dem Ligaportal des Verbandes, das der Verband zusätzlich mit von ihm beauftragten und finanzierten weiteren Videos aus diesen Ligen befüllt, weil er an einer regional übergreifenden und für alle auffindbaren gebündelten Berichterstattung zum Wohle der Vereine und ihrer Fans und Mitglieder interessiert ist.

Die Vereine und der BFV wollen ein vernünftiges Miteinander mit allen Verlagen und Portalen, von dem am Ende alle profitieren. Alle heißt aber eben auch, dass der Amateurfußball und seine Vereine nichts herzuschenken haben und die Medien zu fairen Bedingungen über die Spiele berichten können. Beim Thema Videos ist der BFV bzgl. der Richtlinien den Verlagen exakt so entgegengekommen, wie es sich Vertreter des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger bei Gesprächen im Herbst 2014 gewünscht hatten.

In nahezu allen Regionen Bayerns und mit fast allen TV-Sendern/Plattformen funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend. Die Sender sind fast immer froh, die Möglichkeit zu haben, einen Spielbericht kostenlos erstellen zu dürfen anstatt ein Entgelt zu bezahlen. Zudem stellt der BFV den regionalen TV-Sendern seinerseits sogar eigene - vom BFV produzierte - Spielberichte kostenlos zur Verfügung.

4. Behauptung: Die Vereine profitieren nicht von der Vermarktung durch den BFV

Richtig ist: Das Finanzierungsmodell des BFV basiert unter anderem auf starker Vermarktung des Amateurfußballs durch die BFV Service GmbH über bestmögliches Marketing, Imagepflege und Öffentlichkeitsarbeit. Die Mitgliedsvereine, die den Verband grundsätzlich finanzieren müssen, tragen inzwischen im BFV selbst nur noch weniger als 1/3 der Kosten, die der Verband für sie aufwenden muss. Einnahmen des BFV aus Werbung/Marketing sind am Ende Einnahmen der Vereine, denn sie minimieren die Abgaben an den BFV! Und sollten bei der Verwertung von Videorechten Entgelte erzielt werden, schüttet der BFV diese (gemäß seinen Regularien) zu 90 % wieder an die Vereine aus (Beispiel: Regionalliga Bayern: Einnahmen aus TV-Verträgen werden an die Vereine zu gleichen Teilen ausgeschüttet).

5. Behauptung: Der Verband behauptet, er hat Rechte an Amateurfußball-Spielen

Richtig ist: Der BFV weiß und sagt, dass die Vereine die Rechte an den Amateurfußball-Spielen haben. Der Verband nimmt für die Vereine gebündelt die Verwertung dieser Rechte wahr, und zwar exakt nach den Vorgaben des BGH-Urteils Hartplatzhelden.

6. Behauptung: Der Verband handelt rechtswidrig und missachtet das Hartplatzhelden-Urteil

Richtig ist: Die Vereine und der BFV setzen exakt die Vorgaben des BGH-Urteils um. Das besagt: Der BFV hat die Möglichkeit, sich über das Hausrecht der ihm angehörigen Vereine im Zusammenwirken mit diesen eine entsprechende Verwertung für seine Videoportale zu sichern.

7. Behauptung: Der Verband will die Vereine zwingen, ihr Hausrecht auszuüben

Richtig ist: Die Veranstalter der Amateurfußball-Spiele sind die Vereine. Sie haben das Hausrecht und entscheiden selbst, ob sie das Hausrecht ausüben und Filmaufnahmen untersagen oder nicht. Ohne Hausrechtsausübung der Vereine kann der BFV gar nicht alleine handeln und will das auch nicht. Die Vereine handeln gemeinsam mit dem BFV. Sie können die ihnen zustehenden Rechte über den BFV gemeinsam mit allen anderen Vereinen ausüben und Verwertungsrechte durch den BFV ausüben lassen.

8. Behauptung: Eine fairer Kompromiss wäre die Einbindung der Videos der Verlage über EmbedCode bei BFV.TV

Richtig ist: Wenn der BFV die Videos der Verlage/Portale bei BFV.TV verlinkt einbaut (via EmbedCode), blieben alle Klicks beim Verlag/Portal, der/das damit den wirtschaftlichen Wert der Spiele für sich alleine geltend machen und realisieren könnte. Über die Akkreditierungsrichtlinien des BFV landen mögliche Einnahmen nicht nur bei den Verlagen, sondern auch bei den Vereinen. Der Verband braucht reichweitenstarke Plattformen, um den Amateurfußball für seine Vereine vermarkten zu können. Das von den Vereinen mitfinanzierte Videoportal BFV.TV ist dabei ein Mosaikstein (genau wie bfv.de; die BFV-App.).

9. Behauptung: Der Verband will auch beim Liveticker ein Monopol und andere Liveticker ausstechen

Richtig ist: Der BFV will genauso wenig ein Monopol beim Liveticker. Dass aber auch der BFV als Zusammenschluss und Interessensvertreter der Vereine für seine Klubs einen Liveticker anbietet ist legitim und nachvollziehbar, denn nur der Verband kann mit dem Online-Spielbericht und den Verknüpfungsmöglichkeiten der dahinterstehenden Datenbank gemeinsam mit seinen Vereinen auf so einfache Weise einen flächendeckenden Liveticker realisieren. Die Vereine der Spitzenligen 4 bis 6 wollen im Zusammenwirken für einen professionellen, d.h. vollständigen Ergebnisliveticker aus diesen Ligen am Wochenende sorgen. Dieses Vorhaben aus dem letzten Sommer ist zwischenzeitlich problemlos realisiert, die Tickerquote beim Liveticker des Verbandes und seiner Vereine beträgt seit Wochen in den erfassten Ligen durchgängig nahezu 100 Prozent. Genau diese Vollständigkeit will der Fußballfan.

Die Klubs sehen längst die Vorteile des Tickers, der insbesondere durch die Verknüpfung mit dem ESB kinderleicht und mit wenig Aufwand zu bedienen ist - zumal es dem BFV nur um einen Ergebnis-Liveticker als "Pflicht" geht, das ist pro Tor ein Aufwand von wenigen Sekunden.

10. Behauptung: Der Verband will die komplette Kontrolle über das "Geschäft Amateurfußball" haben

Richtig ist: Der BFV will eine maximale Verbreitung des Amateurfußballs und der BFV will auch bei der Videoberichterstattung alle dabei haben: BFV.TV, FuPa, OTV, TVA... Richtlinien zur Videoberichterstattung gibt es lediglich für die Ligen auf Verbandsebene - also für wöchentlich 72 von 15.000 Spielen (=0,48% aller Spiele). Und auch hier darf natürlich gefilmt werden, entweder gegen Entgelt, oder alternativ ebenfalls kostenlos, wenn der BFV und seine Vereine den Bericht auch für das gemeinsame Portal BFV.TV erhalten.

Das ist aus Sicht des BFV fair. Der Verband freut sich, dass die Medien über den Amateurfußball berichten und es ist gut, dass man hiermit - wie zum Beispiel FuPa - auch wirtschaftlich sehr erfolgreich sein kann. Der BFV hält es deshalb aber auch für zumutbar, dass sich Vereine und Verband in den Spitzenligen des auch entgeltorientierten Amateurfußballs zusammen auf Regularien für die Darstellung von Videoberichten verständigen und nicht anders als die Vereine der 1. bis 3. Liga ein angemessenes Entgelt als Gegenleistung für die Rechte an ihren Spielen der Amateur-Spitzenligen einfordern (bzw. alternativ eine Kopie des Berichts für BFV.TV). Der Zugang zu den Spielen der Bezirksliga abwärts, aller Frauen-, Junioren- und Juniorinnenligen sollte aus Sicht des BFV weiterhin vollkommen frei für Medien sein.

Der BFV hat nichts gegen Videos auf anderen Portalen. Der BFV hat nichts gegen andere Liveticker. Alles trägt im Sinne des BFV zu maximaler Berichterstattung bei.


 
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