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Relegation zur Regionalliga steht

Letzte Aktualisierung: 2. Juni 2015

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Am letzten Spieltag der Regionalliga Bayern standen sich der VfR Garching und der SV Heimstetten vor zehn Tagen noch im Punktspiel gegenüber. Morgen starten beide in die Relegation. Foto: foto2press

Das Warten hat ein Ende. Nach dem Klassenerhalt des TSV 1860 München in der 2. Liga, der in zwei Partien gegen den SV Holstein Kiel die Oberhand behielt (0:0, 2:1), stehen auch die Teilnehmer an der Relegation zur Regionalliga Bayern fest. Im Falle eines Abstiegs der Münchner Profis hätte deren Reserve in die Bayernliga zwangsabsteigen müssen und wäre an das Tabellenende der Regionalliga gesetzt worden. Dadurch wäre der SV Seligenporten noch auf einen Relegationsplatz und der SV Heimstetten auf einen Nichtabstiegsplatz gerückt. Nun bleibt das Endklassement unverändert. Somit stehen sich in den Hinspielen der ersten Runde am Mittwochabend (ab 18.30 Uhr) der FC Pipinsried und der VfR Garching sowie der FC Amberg und der SV Heimstetten gegenüber. Die Rückspiele finden am Sonntag, 7. Juni, statt. Die beiden Sieger kämpfen dann am 10. und 13. Juni um den einzigen freien Platz. Gespielt wird im Europa-Pokal-Modus.

 

Beim FC Pipinsried, der in der Bayernliga Süd den dritten Rang belegte und wegen des Verzichts des SV Pullach die Aufstiegsspiele bestreitet, herrscht vor dem Saisonfinale große Vorfreude. "Wir verspüren überhaupt keinen Druck, sondern eher eine positive Nervosität" sagt Spielertrainer Tobias Strobl. Der 27-Jährige gab seiner Mannschaft nach dem letzten Punktspiel zunächst einmal fünf Tage frei, "damit sie den Kopf wieder freibekommt". Erst am vergangenen Freitag stieg man wieder ins Training ein. Als kleinen Vorteil sieht Strobl, dass seine Akteure bereits über Relegationserfahrung verfügen, nahmen sie doch bereits im Vorjahr teil und schieden damals gegen den TSV 1860 Rosenheim (2:2, 0:1) aus, wobei im Hinspiel eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben wurde. "Das war so eine Mischung aus Dummheit und Naivität", blickt er zurück und glaubt nicht daran, dass seinen Schützlingen derartiges nochmals widerfährt. Die Stärken von Gegner Garching sieht er vor allem in deren Kompaktheit. "Das ist eine sehr stabile Mannschaft ohne große Individualisten, deren Pluspunkt auch ihr Trainer ist", erklärt er.

 

Der VfR Garching musste laut Trainer Daniel Weber am Dienstagabend zunächst eine "logistische Meisterleistung" erbringen. Stand doch erst zu diesem Zeitpunkt fest, ob man ins knappe 50 Kilometer entfernte Pipinsried aufbrechen muss, oder die 170 Kilometer weite Anreise nach Amberg vor sich hat. Mit dem Gegner aus dem Dachauer Land hat man nun zumindest das von der Wegstrecke her günstigere Los gezogen. Auch Weber hat seinem Team zunächst eine kleine Trainingspause gegönnt, "um wieder runterzukommen, denn Druck hilft in so einer Situation nicht weiter". Vielmehr hofft er, dass viel "über Freude und Spaß läuft", weil man auch "durch die zahlreichen Zuschauer motiviert wird". Insgesamt ist der 42-jährige Übungsleiter vor der ersten Partie zuversichtlich: "Wir haben unsere möglichen Gegner analysiert. Der Spielgedanke ist bei beiden ähnlich". Nicht verborgen ist ihm geblieben, dass Pipinsried nach der Winterpause etwas schwächelte und "mit einigen Niederlagen die Meisterschaft noch verspielt hat".

 

Der FC Amberg hat seine beiden möglichen Relegationsgegner zwar intensiv beobachtet und analysiert. Trainer Timo Rost war es allerdings schon vorher "egal, gegen wen wir antreten müssen". Denn: "Wir schauen nur auf uns". Nun soll gegen den SV Heimstetten eine hervorragende Saison gekrönt werden. "Wir freuen uns riesig darauf", sagt der 36 Jahre alte ehemalige Profi (u. a. Energie Cottbus und 1. FC Nürnberg), der seinen Vertrag bei den Vilsstädtern vor Kurzem um ein weiteres Jahr verlängert hat. Dabei sah es lange nicht so aus, als ob der FC ernsthaft in das Aufstiegsrennen eingreifen könnte. Erst eine sagenhafte Erfolgsserie seit Anfang Oktober letzten Jahres, in der man in 19 Begegnungen ungeschlagen blieb und dabei 15 Siege und vier Remis einfuhr, bescherte dem Team noch den zweiten Rang hinter Viktoria Aschaffenburg, wobei man am Ende sogar satte zwölf Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten aufwies.

 

Am Dienstagabend versammelten sich die Akteure des SV Heimstetten mit Trainer Vitomir Moskovic gemeinsam vor dem Fernseher, um das entscheidende Relegationsspiel der Münchner Löwen gegen Holstein Kiel zu verfolgen. Danach stand fest, dass man sich einen Tag später um 14 Uhr erneut treffen würde, um in den Bus nach Amberg zu steigen. "Ich bereite die Mannschaft seit Tagen auf dieses Spiel vor, in das wir sehr positiv hineingehen werden", sagt der 48-jährige Coach. Den FC Amberg bezeichnet er als "sehr erfahrenes Team, mit vielen Spielern über 25 Jahren, das so zusammengestellt wurde, um aufzusteigen". Moskovic erwartet eine "körperlich betonte" Auseinandersetzung, der man seinen Stempel aufdrücken will. "Der Gegner muss sich auf uns einstellen, nicht wir auf ihn" gibt sich Moskovic selbstbewusst und sieht "die besseren Chancen bei uns".

 

 

Relegation zur Regionalliga Bayern:

 

1. Runde Hinspiele (Mittwoch, 3. Juni 2015, 18.30 Uhr):

Spiel 1: FC Pipinsried (3. Bayernliga Süd) - VfR Garching (16. Regionalliga Bayern)

Spiel 2: FC Amberg (2. Bayernliga Nord) - SV Heimstetten (15. Regionalliga Bayern)

 

1. Runde Rückspiele (Sonntag, 7. Juni 2015, 16 Uhr):

Spiel 1: VfR Garching - FC Pipinsried

Spiel 2: SV Heimstetten - FC Amberg

 

 

2. Runde Hinspiel (Mittwoch, 10. Juni 2015, 18.30 Uhr):

Sieger Spiel 1 - Sieger Spiel 2

 

2. Runde Rückspiel (Samstag, 13. Juni 2015, 16 Uhr):

Sieger Spiel 2 - Sieger Spiel 1

 

 
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