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Jahresrückblick 2017: Der November

Letzte Aktualisierung: 30. Dezember 2017

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Am 15. November fiel der Startschuss zum BFV-Wahljahr 2017/18.

2017: Ein Jahr voller sportlicher und gesellschaftlicher Highlights im bayerischen Amateurfußball. Die SpVgg Unterhaching feierte als Regionalliga-Meister die Rückkehr in den Profi-Fußball, mit dem TSV 1860 München bekam die bayerische Amateur-Spitzenliga einen prominenten Neuzugang, der 1. FC Schweinfurt 05 feierte im Toto-Pokal-Finale den Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals und mit dem SSV Jahn 1889 Regensburg krönte sich erstmals ein bayerisches Team zum Deutschen Futsal-Meister. Zudem feierte mit Tim Wiese in der Kreisliga Donau Nord ein Ex-Nationaltorhüter sein Comeback, das deutschlandweit und vor allem in den sozialen Medien für Furore sorgte. Abseits des Platzes überzeugten die bayerischen Vereine durch ihre Hilfe für den FC Teutonia München sowie ihr Engagement beim Organspende-Aktionswochenende, für das der BFV - stellvertretend für alle Klubs im Freistaat - gleich doppelt ausgezeichnet wurde. Seit 2017 ist der BFV auch Mitglied der Bayerischen Klima-Allianz und an den bayerischen Schulen sind viele "BallHelden" unterwegs. Außerdem unterzeichnete der Verband einen langfristigen Kooperationsvertrag mit der sporttotal.tv GmbH. Im November fiel schließlich noch der Startschuss ins BFV-Wahljahr 2017/18. Die Highlights des Monats November...

Start ins BFV-Wahljahr

"Den Ball ins Netz! - #Fußball2018 - Mein Verein. Mein BFV." Unter diesem Motto steht das BFV-Wahljahr 2017/18. Bei 22 Kreistagen, sieben Bezirkstagen und dem Verbandstag stellen sich aktuelle Führungskräfte und neue Kandidaten dem Votum der Vereinsbasis. Neben der Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre im Fokus: die inhaltliche Ausrichtung für die kommende Amtsperiode 2018 bis 2022 sowie die BFV-Leistungsbilanz der letzten vier Jahre. BFV-Präsident Dr. Rainer Koch, der erneut alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besuchen wird, erklärt: "Der Amateurfußball hat viel zu bieten und braucht sich nicht zu verstecken. Ich hoffe, dass viele Vereine zu den Kreistagen kommen und damit auch die große Bedeutung des Amateurfußballs unterstreichen." Dass die bayerischen Vereinsvertreter die Verbandsarbeit und Entwicklung des Amateurfußballs in der Region tatsächlich rege mitgestalten und vorantreiben wollen, zeigte bereits der Auftakt ins Wahljahr am 15. November. Beim Kreistag Donau/Isar in Moosburg gaben 233 Delegierte neben ihrem Votum für die Führungsspitze auch ein Meinungsbild zu möglichen Veränderungen im Spielbetrieb ab. Bei allen Kreis- und Bezirkstagen stehen die "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)", das "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften" sowie die "Erhöhung der Anzahl an Auswechselungen auf Kreisebene" zur Diskussion. Auf Basis dieser Meinungsbilder werden beim BFV-Verbandstag 2018 (4./5. Mai) entsprechende Anträge gestellt und mögliche Änderungen beschlossen. "Wir wollen die Vereine hier ganz bewusst wieder mit einbeziehen, denn sie sind letztendlich diejenigen, die jede Woche in ihrem Spielbetrieb mit diesen Regelungen zu tun haben", sagt Rainer Koch.

Einbezogen wurden die Vereine auch rund um die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen - und zwar schon weit im Vornhinein der Kreistage. Bei 24 Runden Tischen in ganz Bayern hatte die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, in den vergangenen Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Die Ergebnisse werden den Vereinsdelegierten an den Kreistagen präsentiert: Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro soll zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel (120 Euro je Verein) soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Auf Kreisebene werden noch bis Ende Februar Weichen für die Zukunft gestellt. Danach folgen die Bezirkstage und der abschließende Verbandstag (4./5. Mai 2018 in Bad Gögging).

VIDEO | So lief der Auftakt ins BFV-Wahljahr




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Echte Fußball-Helden: Die 24 Kreissieger beim BFV-Ehrenamtspreis 2017.

Echte Helden beim BFV-Ehrenamtspreis 2017

Überhaupt keine Zukunft hätten Vereine ohne ehrenamtliche Helfer. Besonders verdiente Vereinsmitarbeiter aus ganz Bayern zeichnete der BFV auch in diesem Jahr mit dem "BFV-Ehrenamtspreis" aus. Bei der Gala im GOP Varieté-Theater München würdigten BFV-Präsident Rainer Koch, Ehrengast Philipp Lahm und Verbands-Ehrenamtsreferent Dieter Habermann die herausragenden Leistungen der 24 Kreissieger. Sie stehen stellvertretend für das Engagement aller ehrenamtlichen Vereinsfunktionäre und Helfer in den 4611 Fußballvereinen Bayerns. "Ohne das Ehrenamt wäre der breite Fußballsport nicht möglich. Die FT Gern war für mich immer mehr als nur ein Verein. Es war unser Freundeskreis. Das hat es speziell gemacht. Alles prägt einen. Jeder Trainer ist entscheidend und prägt den Spieler. Ich hatte einen Verein vor der Haustür, der mehr war als nur Fußball. Ich war jedes Wochenende auf dem Fußballplatz. Dort waren meine Freunde, mein Umfeld", erklärte Philipp Lahm. Eine besondere Ehrung erhielten Walter Sigl (TSV Röthenbach/St. Wolfgang, BFV.TV-Interview), Marcus Baumann (SV Mosbach) und Robert Ott (FC Freienfels). Sie belegten bei der 22. BFV-Ehrenamtspreisverleihung die Plätze eins bis drei und bekamen von Lotto Bayern Geldprämien für die Förderung des Ehrenamts in ihren Vereinen (2500 Euro; 1500 Euro; 1000 Euro).

Der BFV-Sonderpreis ging in diesem Jahr - stellvertretend für alle Trainer, Betreuer und Vereinsfunktionäre, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit an der Fußballbasis oftmals den Grundstein für eine große Karriere im Profifußball legen - an die Eltern von Weltmeister Philipp Lahm, Roland und Daniela, sowie seine Jugendtrainer bei der FT Gern, Günter Behr und Andreas Theilacker. Ohne ihr Engagement hätte Philipp Lahm vielleicht nie den Sprung zum FC Bayern geschafft und wäre nie Champions League-Sieger oder Weltmeister geworden und auch die Auszeichnung als "Fußballer des Jahres", die Kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh im GOP an den Musterprofi übergab, wäre unerreichbar geblieben.

VIDEO | Die Highlights des BFV-Ehrenamtspreises 2017




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Der BFV hat bereits zum dritten Mal den Preis "Fußballhelden 2017 - Aktion Junges Ehrenamt" verliehen.

Junge "Fußballhelden" 2017 gewürdigt

Ihre Vereinskarriere ist häufig noch keine zehn Jahre lang, aber ihre Klubs wären ohne sie schon jetzt vollkommen aufgeschmissen: Die U30-Vereinsmitarbeiter aus ganz Bayern, von denen der BFV die 24 Kreissieger bereits zum dritten Mal mit dem Preis "Fußballhelden 2017 - Aktion Junges Ehrenamt" würdigte. Neben dem gemeinsamen Besuch des bayerischen Zweitliga-Derbys zwischen dem SSV Jahn Regensburg und der SpVgg Greuther Fürth erhielten die Preisträger eine Urkunde und einen Gutschein für eine einwöchige Bildungsreise nach Barcelona. "Es gibt unzählige Möglichkeiten, junge Menschen über attraktive Projekte weit über die aktive Laufbahn als Fußballer hinaus an den Klub zu binden und Schritt für Schritt an größere Aufgaben heranzuführen. Das haben die Vereine an der Basis längst erkannt. Die überwiegende Mehrheit der rund 4.500 bayerischen Vereine setzt bereits heute auf junge motivierte Mitarbeiter. Exemplarisch dafür stehen die 24 Kreissieger, die wir bereits zum dritten Mal mit dem Preis ,Fußballhelden - Aktion junges Ehrenamt' auszeichnen. Sie zeigen beispielhaft, dass es sich lohnt, auf die Fähigkeiten und Ideen junger Menschen zu vertrauen", erklärte BFV-Präsident Rainer Koch.

Dass junge Ehrenamtliche nicht nur dem Vereinsleben, sondern auch den Verbandsthemen ihren Stempel aufdrücken können, wurde einmal mehr bei der Jugend-Mitarbeitertagung deutlich. Im Hotel Monarch in Bad Gögging beschäftigten sich die Bezirks- und Kreis-Jugendleiter sowie Jugend-Gruppen-Spielleiter unter Leitung von Verbands-Jugendleiter Karl-Heinz Wilhelm und seinem Stellvertreter Egon Eißing mit den Themen "Alternative Spielsysteme für A-Juniorten auf Kreisebene", "Gestaltung einer Spielsaison" und "Datenschutz". Weitere Schwerpunkte waren die Fair Play-Liga und die Online-Angebote des BFV.

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Vertraglich fixiert: Die Fußballiade geht 2019 in die zweite Runde.

Neuauflage der Fußballiade im Juni 2019

Bei der Jugend-Mitarbeitertagung noch diskutiert, Ende November dann vertraglich fixiert: 2019 findet vom 20. bis 23. Juni die zweite "Fußballiade" statt. Gastgeber für das größte Amateurfußballfest Bayerns wird erneut Landshut sein. Die Stadt und der BFV unterzeichneten den entsprechenden Vertrag. "Wir haben bei der Premiere 2015 ein herausragendes Signal nach ganz Deutschland gesendet: Amateurfußball begeistert entgegen einiger Kritiker nach wie vor die Massen über alle Altersgrenzen und persönlichen Hintergründe hinweg. Der Mix aus Fußballturnieren, Fußball-Freizeitangeboten und buntem Rahmenprogramm hat 2015 schon über 40.000 Teilnehmer nach Landshut gelockt ", sagte BFV-Präsident Rainer Koch.

VIDEO | Das sagen die Verantwortlichen zur Fußballiade-Neuauflage




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Der BFV ist das 41. Mitglied der Bayerischen Klima-Allianz. BFV-Präsident Rainer Koch und Umweltministerin Ulrike Scharf freuen sich über die Kooperation.

BFV tritt Bayerischer Klima-Allianz bei

Dass der BFV weit über den sportlichen Tellerrand hinausschaut, stellte er im November gleich mehrfach unter Beweis. Als größter DFB-Landesverband ist der BFV Vorbild und Multiplikator bei Klimaschutzmaßnahmen und Umweltbildung. Bei seinen Gebäuden setzt der Verband bereits auf energetische Optimierung und gibt sein Wissen zusammen mit Partnern beispielsweise bei Flutlichtseminaren an die Vereine weiter. Seit November darf sich der BFV offiziell Partner des Bayerischen Umweltministeriums nennen. BFV-Präsident Rainer Koch unterschrieb zusammen mit der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf in der Sportschule Oberhaching eine "Gemeinsame Erklärung für eine Zusammenarbeit zum Schutz des Klimas" und besiegelte so den Beitritt des BFV in die Bayerische Klima-Allianz. "Bayerische Fußballvereine stehen für ehrenamtliches Engagement, soziale Verantwortung und eine nationenübergreifende Gemeinschaft. Wir werden für Maßnahmen im Klimaschutz sensibilisieren und motivieren. Dabei können wir auf ein breites Netzwerk ehrenamtlicher Funktionäre zurückgreifen", erklärte BFV-Präsident Rainer Koch.

"Buch der Erinnerung" vorgestellt

Nicht nur in Sachen Klima ist sich der BFV seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Um die Erinnerung an die Nazi-Opfer wachzuhalten, stellten der BFV und die Initiative "!Nie Wieder - Erinnerungstag im deutschen Fußball" am Jahrestag der Reichsprogromnacht in der Versöhnungskirche der KZ Gedenkstätte Dachau das gemeinsame Projekt "Buch der Erinnerung" vor. In dem fortlaufend ergänzten Online-Buch werden die Geschichten von während der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Mitgliedern der bayerischen Fußballfamilie dokumentiert. BFV-Vizepräsident Reinhold Baier und Eberhard Schulz, Sprecher der Initiative "!Nie wieder - Erinnerungstag im deutschen Fußball", erläuterten die Hintergründe des Buch-Projektes und stellten exemplarisch vier bereits aufbereitete Lebensgeschichten vor (Martha Hirsch - TSV 1860 München, Theodor Simon - FV Karlstadt, Jenö Konrad - 1. FC Nürnberg, Werner Hecht - FC Bayern München). "Das ,Buch der Erinnerung' ist ein wunderbares Projekt, um die Geschichten der verfolgten und ermordeten Mitglieder der bayerischen Fußballfamilie greifbar zu machen und ein Zeichen gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus zu setzen", erklärte Baier.

VIDEO | BFV tritt Bayerischer Klima-Allianz bei

 

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