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Kreistag Niederbayern Ost: Die Ergebnisse

Letzte Aktualisierung: 11. Dezember 2017

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Von links: Christian Bernkopf, Matthias Braun, Steffi Schwarz, Wolfgang Heyne, Helmut Hoffmann und Rainer Koch.

Alte und neue BFV-Kreis-Funktionäre sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der neue Fußballkreis Niederbayern Ost hat sich beim Kreistag in Deggendorf für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und neu ausgerichtet. 452 Vereinsdelegierte nutzten die Möglichkeit in der Stadthalle Deggendorf, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Als Kreis-Vorsitzender wurde Christian Bernkopf neu gewählt. Bernkopf war bisher Kreis-Vorsitzender des Fußballkreises Passau. In seiner Antrittsrede in der proppenvollen Stadthalle warb Bernkopf um das Vertrauen der Vereine: "Ich bitte um einen Vertrauensvorschuss für meine Mitarbeiter im Kreis. Sie alle verstehen sich als Dienstleister am Amateurfußball in unserer wunderschönen Heimat. Wenn ein Verein ein dringendes Anliegen hat, so werden wir ihn - im Rahmen unserer Möglichkeiten nach Satzung und Ordnung - unterstützen. Ich kann versichern: Wir werden überall dort helfen, wo wir helfen können - wenn dadurch kein anderer Verein oder die Liga als Ganzes benachteiligt wird."

Frisch gewählt wurden auch Wolfgang Heyne als Kreis-Spielleiter, Helmut Hoffmann als Kreis-Jugendleiter und Steffi Schwarz als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball. Als Kreis-Schiedsrichterobmann ist der bereits gewählte Matthias Braun vom Kreistag bestätigt worden. Dem Kreisausschuss soll auch Walther Kammerer als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter angehören. Er muss wie der noch zu benennende Kreis-Sportgerichtsvorsitzende vom BFV-Präsidium berufen werden.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag sind die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 70,5 Prozent aus, dagegen 29,5 Prozent. Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 83 Prozent aus, dagegen 17 Prozent. Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 37,8 Prozent aus, dagegen 62,2 Prozent.





Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball eingehen. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind. "Ohne den Amateurfußball kein Spitzenfußball, keine Talente, keine Bundesliga, keine Nationalmannschaft, keine Begeisterung für den Fußball und keine vollen Stadien. Umgekehrt brauchen aber auch wir Amateure unbedingt den professionellen Fußball als Zugpferd und wirtschaftlichen Förderer", erklärte Koch.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

Eine vom Kreisvorsitzenden des alten Kreises Bayerwald, Harald Haase, moderierte Talkrunde rundete den Kreistag ab. Josef Färber, stellvertretender Landrat des Landkreises Deggendorf, betonte: "Es ist ein zukunfstweisender Weg, den der BFV in Niederbayern mit seiner Kreisreform geht. Man muss auf die gesellschaftlichen Umstände mit Mut und Courage reagieren. Beides - Mut und Courage - ist in der Verbandspolitik klar erkennbar. Gerade in der Flexibilisierung des Spielbetriebs gibt es viele gute Maßnahmen des BFV, etwa das 9:9. Aber natürlich steht der Amateurfußball auch für die Vermittlung von Werten. Deswegen kann ihm gar nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt werden."

 
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