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Bezirkstag Oberbayern: Die Ergebnisse

Letzte Aktualisierung: 2. März 2018

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Die frisch gewählte Bezirks-Spitze mit dem alten und neuen Vorsitzenden Robert Schraudner (8. v. l.) und BFV-Präsident Rainer Koch (10. v. l.).

Alte und neue BFV-Bezirks-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs: Der Bezirk Oberbayern hat sich am Freitag, 2. März beim Bezirkstag mit 187 Delegierten in der Sportschule Oberhaching für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt.

Alter und neuer Bezirks-Vorsitzender ist Robert Schraudner. Schraudner übernahm im November 2015 nach dem überraschenden Tod von Horst Winkler das Amt an der Bezirksspitze und wurde nun von den Delegierten einstimmig im Amt bestätigt. Für eine weitere Amtszeit erhielten zudem Wolf-Peter Schulte als Bezirks-Spielleiter, Cornelia Richter als Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses sowie Jonas Beinhofer als U30-Mitglied des Bezirksausschusses das Vertrauen. Zum neuen Bezirks-Jugendleiter wurde Roland Krammer gewählt. Er tritt die Nachfolge von Peter Papistock an, der nach mittlerweile gut 20-jähriger Funktionärstätigkeit beim BFV nicht mehr kandidierte. Der bereits gewählte Bezirks-Schiedsrichterobmann Ferdinand Friedrich wurde zudem von den Delegierten des Bezirkstags bestätigt.

Josef Eineder als Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender, Andreas Gegg als Bezirks-Ehrenamtsreferent, Anton Jagdhuber als Bezirks-Seniorenspielleiter, Matthias Bösl als Schulfußball-Beauftragter sowie Joachim Fuchs als Bezirks-Onlinebeauftragter sollen vom BFV-Präsidium berufen werden und den Bezirks-Ausschuss komplettieren.

"Ich habe das Amt des Bezirksvorsitzenden Oberbayern mit dem klaren Bekenntnis übernommen, die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers Horst Winkler fortzusetzen - etwa die digitale Entwicklung weiter zu forcieren oder den Flüchtlingen eine sportliche Heimat zu geben. Ich möchte mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Bezirksausschuss sowie den 170 ehrenamtlichen BFV-Funktionären im Bezirk Oberbayern ganz herzlich für die ehrliche und intensive Zusammenarbeit bedanken. Ich freue mich, dass mir die Delegierten auch für die kommenden vier Jahre ihr Vertrauen ausgesprochen haben", so der alte und neue Bezirksvorsitzende Robert Schraudner.

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187 Delegierte wirkten in Oberhaching aktiv an der Neuausrichtung des Bezirks Oberbayern mit.

Meinungsbilder zu zwei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Bezirkstag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
2. "Einführung einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb-Roten Karte auf Bezirksebene"

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 72 Prozent aus, dagegen 28 Prozent.

Für die Einführung einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb-Roten Karte auf Bezirksebene sprachen sich 67 Prozent aus, dagegen 33 Prozent.

Zustimmung für Initiativantrag des BFV-Präsidiums zu "Montagsspielen"

In Oberhaching war zudem die Meinung der wahlberechtigten Delegierten auch zu einem aktuellen Initiativantrag des Präsidiums des Bayerischen Fußball-Verbandes gefragt: Das Gremium hat sich mit der Thematik der "Montagsspiele in der Bundesliga" befasst und dabei klar Position bezogen - mit Rücksicht auf die vielen Millionen Menschen, die an jedem Wochenende in Deutschland als Spieler, Trainer, Vereinsverantwortliche oder Zuschauer auf Amateurfußballplätzen anzutreffen sind, darf es zu keinen weiteren Bundesliga-Ansetzungen am Sonntagnachmittag kommen. Gleichzeitig berücksichtigt der Initiativantrag auch die sportlich berechtigten Interessen der Europa-League-Teams, die mit Spielen am Donnerstagabend nicht gleich wieder am Samstag antreten können! Deren Spiele sollen nach Auffassung des BFV-Spitzengremiums entweder am Sonntagabend oder am Montagabend, aber mit Blick auf die Millionen Amateurfußballfans nicht auch noch am Sonntagnachmittag ausgetragen werden! Diesen Antrag unterstützen 72 Prozent der Delegierten.

Zudem wurde ein Antrag des Bezirksausschusses Oberbayern angenommen. Dabei geht es um die Möglichkeit, dass vor der Saison ein weiterer Regelspieltag (aktuell nur Samstag und Sonntag) festgelegt werden kann. Über diesen Antrag wird auf dem Verbandstag am 4./5. Mai in Bad Gögging abgestimmt. Zwei weitere Vereinsanträge wurden jeweils von den Delegierten des Bezirkstags abgelehnt.

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Warb für die digitale Ausrichtung von Verband und Vereinen: BFV-Präsident Rainer Koch.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle Kreis- und Bezirkstage besucht, insbesondere auf die nötige Modernisierung und Digitalisierung des Amateurfußballs in Bayern ein. Am Beispiel des "FC Digital" zeigt er die Möglichkeiten und Potenziale der technischen Entwicklungen für die Vereine und den Verband auf.

"Es gibt nun zwar keine Bedienungsanleitung, die Ihr nur abarbeiten braucht, und am Ende wärt Ihr der Idealverein - ich nenne ihn exemplarisch den "FC Digital"; es gibt auch nicht den einen richtigen Weg, sondern es gibt ganz viele richtige Wege, die nur Ihr in Eurem Verein selbst entwickeln könnt. Denn schon jetzt ist das digitale Angebot des BFV so breit aufgestellt, dass Ihr aus dem Vollen schöpfen könnt. Nutzt unsere Services! Aber es gibt Erfolgsfaktoren, wie Ihr an Eurem Ort oder in Eurer Stadt mithilfe der Digitalisierung auch in Zukunft eine wichtige Adresse und Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sein und bleiben werdet", erklärte Koch.

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Bezirksvorsitzender Robert Schraudner (l.) führte durch die Talkrunde mit den Vorsitzenden der vier oberbayerischen Kreise.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern und den Kreistagen von BFV-Präsident Rainer Koch ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 10 Euro pro Monat je Verein.

Eine Talkrunde mit den vier oberbayerischen Kreis-Vorsitzenden Bernhard Slawinski (München), Heinz Eckl (Zugspitze), Carmen Jutta Gardill (Inn/Salzach) und Florian Riepl (Donau/Isar) rundete den Bezirkstag Oberbayern ab.

 
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