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Kreistag Regensburg: Weichenstellung und Neuausrichtung

Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2018

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Die frisch gewählte Kreis-Spitze um den alten und neuen Kreis-Vorsitzenden Rupert Karl mit BFV-Präsident Koch (l.) und Thomas Graml (Bezirks-Vorsitzender, r.)
Der Fußballkreis Regensburg hat sich beim Kreistag in der Continental-Arena für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und ausgerichtet. 218 Vereinsdelegierte nutzten die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region aktiv mitzugestalten.

An der Spitze des Kreises steht weiterhin Rupert Karl in Doppelfunktion als Kreis-Vorsitzender und Kreis-Spielleiter. Bestätigt wurde auch Heinz Zach als Kreis-Jugendleiter. Neu im Amt ist Janina Zilk, die als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball Gerhard Rajzer beerbt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stand. Vom Kreistag als Kreis-Schiedsrichterobmann bestätigt wurde der bereits gewählte Peter Langensteiner. Anton Kraus als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Barbara Beer als Kreis-Ehrenamtsbeauftragte sollen den Kreisausschuss komplettieren. Sie sollen vom BFV-Präsidium berufen werden.

Der neue und alte Kreisvorsitzende Rupert Karl betonte nach seiner Wiederwahl: "Wir haben einen guten Kreistag erlebt. Wir sagen euch deswegen 'Danke' für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit euch in den nächsten vier Jahren. Wir als Kreisausschuss stehen euch auch weiterhin als leistungsstarker Dienstleister mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir werden unsere Ziele gleich in der nächsten Ausschusssitzung festlegen. Helfen wir alle zusammen, dass der Fußball in Regensburg weiterhin gut aufgestellt ist."

Alle Termine und aktuelles bayernweites Ergebnis der Meinungsbilder

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb

Beim Kreistag sind die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion stehen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

VIDEO | Kreistag Regensburg: Ergebnisse




Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 30,4 Prozent aus, dagegen 69,6 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 46,1Prozent aus, dagegen 53,9 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 38,7 Prozent aus, dagegen 61,3 Prozent.

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BFV-Präsident Rainer Koch stellte in seiner Rede die Stärke des Amateurfußballs heraus.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

"Ich möchte keine fußballlosen Orte in Bayern! Aber, liebe Freunde: Dafür müssen wir uns engagiert einsetzen. Diesen Kampf müssen wir gemeinsam führen! Und diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Verband und Vereine im Team!", erklärte Koch.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt


Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.


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Die BFV-Sozialstiftung übergab einen Scheck in Höhe von 5000 Euro an Tobias Hierl.

Talkrunde und Scheckübergabe der BFV-Sozialstiftung

Im Rahmen des Kreistags übergab die BFV-Sozialstiftung einen Scheck in Höhen von 5000 Euro an Tobias Hierl vom SV Lupburg. Mit dem Geld unterstützt die Sozialstiftung den behindertengerechten Umbau der Wohnung der Familie. Hierls Tochter ist an einer seltenen Muskelkrankheit erkrankt und ist zwingend auf den Rollstuhl angewiesen. Und auch bei seinem Sohn wurde ein frühkindlicher Hirnschaden festgestellt.

Eine Talkrunde mit Thomas Burger (Stadtrat Regensburg), Willi Hogger (stellvertretender Landrat des Landkreises Regensburg) sowie Matthias Meyer (BLSV-Kreisvorsitzender Regensburg) zum gesellschaftlichen Stellenwert des Amateurfußballs und der Vereine rundete das volle Programm des Kreistags Regensburg.

 

 
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