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Ingolstadts U 21-Trainer Tobias Strobl im Interview

Letzte Aktualisierung: 6. März 2019

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Trainer Tobias Strobl will die U 21 des FC Ingolstadt 04 zum Klassenverbleib in der Regionalliga führen. Quelle: foto2press
Mit erst 31 Jahren gehört Tobias Strobl vom FC Ingolstadt 04 II zu den jüngsten Trainern in der Regionalliga. Der frühere Coach des TSV 1860 Rosenheim war im Sommer ursprünglich als Assistent von Ersin Demir verpflichtet worden. Nach dessen Freistellung im August übernahm Strobl den Posten des U 21-Cheftrainers. Strobl führte Ingolstadt II von einem Relegationsrang auf Platz zehn. Im BFV.de-Interview spricht Tobias Strobl über seine bisherige Punkteausbeute, den Abstiegskampf und Ingolstadts Rekordspieler Marvin Matip, der seit Beginn der Restrunde für die U 21 am Ball ist.

Ihr Punkteschnitt von 1,60 kann sich sehen lassen. Wie zufrieden sind Sie nach den ersten 15 Spielen unter Ihrer Regie, Herr Strobl?

Tobias Strobl: Sehr zufrieden. Wir haben große Schritte nach vorne gemacht und uns im fußballerischen Bereich hervorragend weiterentwickelt. Die Punkteausbeute ist insgesamt auch in Ordnung. Was dagegen noch nicht so gut funktioniert, ist die Umstellung von Kunst- auf Naturrasen. (lacht)

Wie meinen Sie das?

Strobl: Unsere Jungs sind technisch versiert, auf dem ebenen Kunstrasen können sie ihr fußballerisches Potential optimal ausschöpfen. Die komplette Winterpause haben wir wegen der schlechten Witterungsbedingungen auf Kunstrasen trainiert und es lief klasse. Jetzt, wo das Wetter besser ist und die Restrunde begonnen hat, spielen wir wieder auf Naturrasen. Der Boden ist nicht mehr so eben, der Ball hoppelt mehr und es geht mehr über Zweikämpfe und die zweiten Bälle. Daran müssen sich viele unserer jungen Spieler erst einmal wieder gewöhnen.

Schon nach dem 7. Spieltag hatte der FC Ingolstadt 04 auf den Fehlstart reagiert und den damaligen U 21-Trainer Ersin Demir freigestellt. Wie war Ihre erste Reaktion darauf?

Strobl: Ich war überrascht und hatte mit einer so schnellen Freistellung von Ersin nicht gerechnet. Für die meisten jungen Spieler ist ein Trainerwechsel mitten in der Saison Neuland. Es war daher keine einfache Situation.

Nach weniger als zwei Monaten in Ingolstadt bekamen Sie bereits die Chance, sich als Cheftrainer der U 21 zu beweisen. Das ging alles sehr schnell, oder?

Strobl: Definitiv. Ich hatte ursprünglich für ein Jahr als Co-Trainer unterschrieben und mich darauf eingestellt, Ersin die komplette Saison zu assistieren. Es kam dann aber alles anders. Ich bin stolz darauf, dass der Neustart zu einem frühen Saison-Zeitpunkt mit einer so jungen Mannschaft geklappt hat. Die Jungs haben hervorragend mitgezogen und gemeinsam die Wende geschafft.

Ist nun vorgesehen, dass Sie die Mannschaft auch nach dem Saisonende weiter betreuen werden?

Strobl: Ja. Wir haben uns vor kurzem darauf geeinigt, unsere Zusammenarbeit bis Juni 2020 fortzusetzen.

Der Vorsprung auf die Relegationsplätze beträgt nur drei Zähler. Grund dafür sind die zwei Niederlagen beim Spitzenreiter FC Bayern München II (0:3) und gegen den FV Illertissen (0:2) zum Auftakt in das neue Jahr. Glauben Sie, dass es im Abstiegskampf bis zum Saisonende eng zugehen wird?

Strobl: Davon bin ich überzeugt. Die Liga ist sehr ausgeglichen, fast jede Partie ist umkämpft und spannend. Ich würde sogar sagen, dass das Niveau in der Regionalliga Bayern nie besser war.

Seit Beginn der Restrunde steht Marvin Matip, Rekordspieler und langjähriger Kapitän bei den FCI-Profis, in Ihrem Kader. Eine große Verstärkung, oder?

Strobl: Marvin ist sportlich und menschlich eine Bereicherung für das Team. Es ist eine Ehre für uns, dass der Rekordspieler des FC Ingolstadt 04 für uns aufläuft.

Am Samstag gastiert die U 21 des FCI beim SV Schalding-Heining. Was muss besser werden, um die dritte Niederlage in Folge zu vermeiden?

Strobl: Wir müssen galliger sein, die Zweikämpfe besser annehmen und uns bei den zweiten Bällen besser staffeln. Schalding-Heining wird nach dem 1:5 bei Bayern München II versuchen, vor allem über eine gesunde Zweikampfhärte zum Erfolg zu kommen. Davon dürfen wir uns aber nicht beeindrucken lassen.

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BFV-Interview: Christian Knoth/mspw

 
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