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Rosenheims Torjäger Danijel Majdancevic im Interview

Letzte Aktualisierung: 16. Mai 2019

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Danijel Majdancevic (am Ball), Torjäger des TSV 1860 Rosenheim, glaubt fest an den Klassenverbleib. Quelle: foto2press
Der TSV 1860 Rosenheim kämpft am letzten Spieltag der Regionalliga Bayern (Samstag, 14 Uhr) um die Teilnahme an der Abstiegsrelegation. Der direkte Klassenverbleib ist sportlich nicht mehr möglich. Vor der Partie gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth hat es Rosenheim in der eigenen Hand, nicht direkt abzusteigen. Im BFV.de-Interview spricht Rosenheims Torjäger Danijel Majdancevic über das Saisonfinale und ein mögliches Comeback in der Futsal-Nationalmannschaft.

Im Abstiegskampf der Regionalliga Bayern gibt es am Samstag ein spannendes Saisonfinale. Noch sechs Teams bangen um den Klassenverbleib. Wie bewerten Sie die Tabellensituation, Herr Majdancevic?

Danijel Majdancevic: Dass es vor dem letzten Spieltag noch so eng zugeht, zeigt genau, wie ausgeglichen die Liga ist. In der Regionalliga Bayern kann wirklich jeder jeden besiegen. Das macht die Staffel interessant und attraktiv. Wir haben es am Samstag in der eigenen Hand, unseren Relegationsplatz zu verteidigen und wollen uns so weitere Endspiele um den Klassenerhalt ermöglichen.

Trotz des jüngsten 3:1-Erfolgs beim SV Schalding-Heining ist klar: Für den TSV 1860 Rosenheim ist der direkte Klassenverbleib sportlich nicht mehr zu erreichen. Das "rettende Ufer" ist vier Zähler entfernt. Warum hat es nicht zu mehr gereicht?

Majdancevic: Wir haben gegen die direkte Konkurrenz zu viele Punkte liegen lassen. Sobald es besonders um Kampfgeist und Mentalität ging, haben wir oft schlecht ausgesehen und den Kürzeren gezogen. Daher müssen wir uns nun auf den letzten Metern noch steigern.

Rosenheim stellt mit 36 Treffern immer noch den harmlosesten Angriff der Liga, obwohl es zuletzt sechs Tore in zwei Partien gab. Wie ist die lange fehlende Offensivgefahr zu erklären?

Majdancevic: Es ist schwierig, darauf eine Antwort zu finden. Fakt ist, dass wir die Hinserie komplett verschlafen haben. Wir konnten weder offensiv noch defensiv überzeugen. Unter unserem neuen Trainer Thomas Kasparetti läuft es jetzt besser. In den vergangenen Wochen haben wir uns enorm gesteigert.

Drei der letzten sechs Treffer gingen auf Ihr Konto. Zuletzt schnürten sie beim 3:1 in Schalding-Heining einen Doppelpack. Kommen Sie rechtzeitig für die entscheidenden Spiele in Form?

Majdancevic: Ich gebe immer mein Bestes. Gerade in einer Situation wie jetzt, in der es um Alles oder Nichts geht, versucht man aber, noch einmal die letzten Prozente aus sich heraus zu kitzeln. Ich hoffe, dass ich mein Torekonto weiter aufstocken kann.

Letzter Gegner in der regulären Saison ist die SpVgg Oberfranken Bayreuth, die seit einigen Wochen gerettet ist. Wie schätzen Sie Bayreuth ein?

Majdancevic: Die SpVgg ist spielerisch eine starke Mannschaft. Dass es für Bayreuth sportlich um Nichts mehr geht, könnte aber ein Vorteil für uns sein. Ich bin gespannt, was für eine Einstellung der Gegner an den Tag legt.

Ihr Ex-Verein SV Heimstetten, für den Sie bis 2015 noch selbst am Ball waren, ist vor dem Saisonfinale Schlusslicht. Drücken Sie auch dem SVH die Daumen, dass es noch für die Relegationsteilnahme reicht?

Majdancevic: Wenn Heimstetten und wir die Relegation erreichen, wäre das klasse. Ich habe immer noch gute Kontakte zum Verein und würde mich über einen Klassenverbleib des SVH freuen. Aber nur, wenn wir nicht wegen Heimstetten absteigen. (lacht)

Zu wem haben Sie denn noch Kontakt?

Majdancevic: Einige Vereinsfunktionäre sind seit vielen Jahren meine Kunden. Ich bin hauptberuflich Autoverkäufer und war erst vor wenigen Tagen wieder in Heimstetten. Geschäftlich wie privat verstehen wir uns hervorragend.

Sie waren auch mal deutscher Futsal-Nationalspieler, aktuell gehören Sie aber nicht zum Aufgebot. Warum nicht?

Majdancevic: Futsal passt neben meiner Familie, dem Fußball und meinem Job leider nicht mehr in meinen Alltag. Ich bin gerade dabei, mir gemeinsam mit meiner Frau ein Haus zu bauen. Das nimmt viel Zeit in Anspruch. Wenn das Haus steht und wir uns eingelebt haben, könnt es aber vielleicht sein, dass ich noch einmal ein Futsal-Comeback starte.

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BFV-Interview: Christian Knoth/mspw

 
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