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Landesliga Mitte: Saisonvorschau 2017/18

Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2017

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Es geht wieder los! In wenigen Tagen starten die fünf bayerischen Landesligen in die neue Saison. 87 Teams gehen in der Spielzeit 2017/18 an den Start - hochklassiger Amateurfußball ist also garantiert. "Wir haben in allen fünf Ligen einen interessanten Mix aus etablierten Verbandsligisten, ambitionierten Klubs und auch Vereinen, die sich neu auf der Landesliga-Bühne präsentieren. Das wird eine spannende Landesliga-Saison", erklärt Michael Tittmann vom Spielausschuss des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) mit großer Vorfreude.

Der Startschuss fällt bereits am Donnerstagabend, den 13. Juli in der Landesliga Mitte: Um 19 Uhr empfängt der SV Fortuna Regensburg den SC Ettmannsdorf zur Saisoneröffnungspartie. In den übrigen Staffeln stehen die Auftaktspiele jeweils am Freitagabend auf dem Programm: der ASV Rimpar empfängt den TSV 1976 Lengfeld (Nordwest), der SC 04 Schwabach trifft auf den 1. SC Feucht (Nordost), der VfB Hallbergmoos spielt gegen den TuS Geretsried (Südost) und der TSV Bad Grönenbach duelliert sich mit dem SV Egg a.d. Günz (Südwest).

Bis es endlich losgeht, erfahren Sie in unseren Saisonvorschauen alles Wissenswerte zu den fünf Landesligen. Heute ist die Landesliga Mitte an der Reihe: fünf Fragen, fünf Antworten.

Alles zu den Landesligen

Wie setzt sich die Liga in der Saison 2017/18 zusammen?

Die Landesliga Mitte startet mit 18 Mannschaften in die Spielzeit 2017/18. Der Großteil - 13 Teams - kommt aus der Oberpfalz. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld von fünf niederbayerischen Vereinen. Der eingefleischte Landesliga-Fan kann sich auf viele Altbekannte freuen: Gleich 13 Teams spielten bereits letztes Jahr in der Liga. Neu hinzugekommen sind die beiden Bayernliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg II und der TSV Bogen. Außerdem mischen ab sofort drei Aufsteiger in der Staffel Mitte mit: Der SV Raigering, der 1. FC Schwarzenfeld und der FC Tegernheim.

Karte: Hier sind die Landesligisten der Staffel Mitte daheim

Wer sind die Favoriten?

Blickt man auf die Abschlusstabelle der vergangenen Saison, steht als einer der Favoriten automatisch der SV Donaustauf fest. Die Oberpfälzer beendeten die Saison hinter Meister DJK Gebenbach (74 Punkte) auf dem zweiten Platz (64 Punkte). In der Relegation scheiterte das Team dann mit zwei Niederlagen (1:2 und 0:1) am SB Chiemgau Traunstein, der sich auch in der zweiten Runde gegen den TSV Bogen durchsetzte und ab sofort in der Bayernliga Süd an den Start geht. In die Favoritenrolle will sich Donaustaufs Fußball-Abteilungsleiter Lothar Rengsberger allerdings nicht drängen lassen. "Natürlich wollen wir wieder vorne mitspielen und haben unseren Kader gut verstärkt. Aber auch die anderen Teams haben aufgerüstet. Insgesamt kann man sagen, dass die Landesliga Mitte noch nie so stark war." Die Neuzugänge weisen allerdings auch auf größere Ambitionen hin. So wurde mit Josip Juricev beispielsweise ein Spieler verpflichtet, der in seiner Heimat Kroatien bereits in der zweiten Liga seine Fußballschuhe schnürrte. Zuletzt stand er in den Diensten des Regionalliga-Aufsteigers FC Pipinsried. Durch Karsten Wettberg konnte nach dem Abgang von Klaus Augenthaler außerdem der Trainerstuhl wieder prominent besetzt werden.

Auch dem letztjährigen Dritten ASV Cham kann man diese Saison erneut viel zutrauen. "Wir wollen wieder um den Aufstieg mitspielen. Erstmal müssen wir aber aus den Fehlern der letzten Saison lernen und gegen die hinteren Mannschaften nicht mehr so viele Punkte liegen lassen. Dann sehen wir, wofür es am Ende reicht. Ich erwarte jedenfalls ein langes und spannendes Rennen um die ersten Plätze" , erklärt Senioren-Spielleiter Martin Ketterl die Ambitionen seines ASV. Punktgleich mit Cham beendete Fortuna Regensburg (beide 60 Punkte) die Saison auf dem vierten Platz und zählt damit auch dieses Jahr zum Kreis der Favoriten. Die Regensburger starteten mittelmäßig in die Spielzeit, legten dann aber eine fulminante zweite Saisonhälfte hin, unter anderem mit einer acht Wochen andauernden Siegesserie. Und auch diese Saison gilt: Kommt die Mannschaft von Helmut Zeiml einmal in Fahrt, ist ihr alles zuzutrauen.

Zwangsläufig gehören auch die Bayernliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg II und der TSV Bogen zu den Titelanwärtern. Johannes Frisch, Organisator der Jahnschmiede, gibt sich zurückhaltend: "Ziel ist es, erstmal vorne mitzuspielen, die jungen Spieler weiterzuentwickeln und so langsam an die erste Mannschaft heranzuführen." Weitaus weniger optimistisch ist die Stimmung beim TSV Bogen. "Man muss jetzt erstmal vernünftig bleiben und kann nicht vom direkten Wiederaufstieg sprechen. Wir mussten einige Abgänge verkraften. Die Mannschaft muss sich jetzt neu finden und in der neuen Liga festigen", hält Vizepräsident Ignatz Hiendl den Ball flach.

Welche Mannschaften können für eine Überraschung sorgen?


Vor dem Saisonstart mit einigen Neulingen fällt eine Prognose natürlich schwer. Wir haben dennoch bei den Vereinen nachgehackt, wer sich zur Überraschungsmannschaft mausern könnte. Vor allem zwei Namen vielen da immer wieder. Das erste Team, von dem dieses Jahr einiges erwartet wird, ist der FC Sturm Hauzenberg. Die Niederbayern starten in ihre dritte Landesliga-Saison. Die Bilanz bisher kann sich durchaus sehen lassen. In der ersten Spielzeit erreichten die Hauzenberger einen sensationellen zweiten Platz und die vergangene Saison beendete das Team von Alexander Geiger trotz Anfangsschwierigkeiten als Tabellensechster. Kein Wunder also, dass ihnen die Konkurrenz auch diese Saison viel zutraut. Der Sportliche Leiter Markus Reischl will sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Das überrascht mich jetzt ein bisschen. Unser primäres Ziel ist es, über die 45-Punkte-Marke zu kommen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Mit einem einstelligen Tabellenplatz wären wir am Ende sehr zufrieden."

Noch zurückhaltender gibt sich der zweite Verein, der häufig genannt wurde: Der FC Tegernheim. Letztes Jahr sicherte sich die Mannschaft von Peter Dobel mit zwölf Punkten Vorsprung die Meisterschaft in der Bezirksliga Oberpfalz Süd. Von einer ähnlich ersten Landesliga-Saison, wie beim FC Sturm Hauzenberg will dort allerdings noch niemand träumen. "Es ehrt uns zwar, von der Konkurrenz als potenzielles Überraschungsteam genannt zu werden, aber wichtig ist, so schnell wie möglich die Klasse zu halten. Wir haben eine junge Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 22/23 Jahren. Der Großteil hat also keinerlei Landesliga-Erfahrung."

Welche Teams sind neu in der Liga?

Damit wurden drei Neulinge bereits vorgestellt. Bleiben noch die beiden weiteren Aufsteiger. Der SV Raigering und der 1. FC Schwarzenfeld traten beide in der zurückliegenden Saison in der Bezirksliga Oberpfalz Nord an. Während der 1. FC Schwarzenfeld sich als Meister direkt für die Landesliga qualifizierte, musste der SV Raigering erstmal den Umweg über die Relegation gehen. In der ersten Runde bezwangen sie den TSV Seebach souverän, ohne dabei einen Gegentreffer zu kassieren. In der zweiten Runde wurde es schon enger, doch auch hier behielt der SV die Oberhand und sicherte sich im Rückspiel mit einem 2:0-Sieg (Hinspiel 1:1) das Landesliga-Startrecht. Im Kern ist es Raigering gelungen, die Aufstiegsmannschaft zusammenzuhalten. Dazu kommen die drei Neuzugänge Daniel Bachfischer (DJK Ensdorf), Alexander Egerer (SVL Traßlberg) und Philipp Götz (SpVgg Weiden). Schwarzenfeld hat ebenfalls drei Neuzugänge zu vermelden: Stefan Krachunov vom Kreisligisten SV Neubäu, Max Klebl von der DJK Dürnsricht-Wolfring (Kreisklasse) und vom Bezirksligisten SV Schwarzhofen kam Christopher Ludascher. Daneben muss der Staffelmeister allerdings auch einige Abgänge verschmerzen. Allein drei Spieler wechselten zum SC Ettmannsdorf, einem direkten Landesliga-Konkurrenten.

Was sagt der Experte?

Fehlt noch die Einschätzung des Experten. Der ist in unserem Fall Spielleiter Thomas Graml, der sich mit seiner Landesliga natürlich bestens auskennt. "Die Liga war noch nie so stark und es fällt mir deshalb extrem schwer, mich auf einen Favoriten festzulegen. Insgesamt erwarte ich, dass sechs bis sieben Vereine, um die ersten drei Plätze mitspielen werden. Auch den beiden Absteigern aus der Bayernliga traue ich natürlich einiges zu. Die Aufsteiger werden sich dagegen schwertun, denn nirgends ist der Sprung so groß, wie zwischen den Bezirks- und den Landesligen."

 
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