Die Talentförderung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ist einzigartig in Deutschland: Mit 63 bayernweiten DFB-Stützpunkten und 16 regionalen BFV-Nachwuchsleistungszentren (BFV-NLZ) bietet der BFV talentierten Spielerinnen und Spielern optimale Entwicklungsmöglichkeiten. Und das möglichst wohnortnah – so können Talente professionell gefördert werden, ohne dafür weite Entfernungen zurücklegen zu müssen. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Junioren und Juniorinnen.
Die DFB-Stützpunkte bilden die Basis der BFV-Talentförderung. Ab der Altersklasse U11 werden dort die besten Talente aus der jeweiligen Region ergänzend zum Training im Heimatverein einmal wöchentlich von lizenzierten Trainerinnen und Trainern gecoacht und individuell betreut – in der Regel montags. Der klassische Einstieg in die professionelle BFV-Talentförderung erfolgt über die jährlichen BFV-Talentsichtungsturniere. Darüber hinaus werden Talente kontinuierlich in ihren Regionen beobachtet und gezielt gefördert.
Idealerweise gelingt in den folgenden Jahren der Sprung direkt in das Nachwuchsleistungszentrum eines Lizenzklubs. Alternativ bietet der BFV mit seinen 16 regionalen Nachwuchsleistungszentren eine weitere hochwertige Entwicklungsstufe. Dort werden Talente bis einschließlich der Altersklasse U17 ausgebildet und betreut.
Die BFV-NLZs bieten insbesondere auch Spielerinnen und Spielern, die den Sprung zu einem Lizenzklub im ersten Anlauf noch nicht geschafft haben, die Möglichkeit, sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Von dort aus kann der Weg noch zu einem Lizenzklub führen oder beispielsweise in ein Team eines Spitzen-Amateurvereins beziehungsweise in eine Amateur-Spitzenliga wie die Regionalliga Bayern.
Die besten Talente eines Jahrgangs werden in den vier Regionen Nord, Ost, Süd und West kontinuierlich beobachtet, zu Fördermaßnahmen eingeladen und gezielt weiterentwickelt. Nach mehreren Sichtungs- und Fördermaßnahmen messen sich die herausragenden Spielerinnen und Spieler bei Regionalvergleichen. Dort sichten die Verbandstrainerinnen und -trainer des BFV mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für die Bayernauswahl. Nach ausführlichen Sichtungen und weiteren Lehrgangsmaßnahmen werden die besten Talente eines Jahrgangs schließlich für die entsprechende BFV-Auswahl nominiert.
Die Spielerinnen und Spieler der BFV-Auswahl treffen sich regelmäßig zu speziellen Lehrgängen, die meist in der Sportschule Oberhaching stattfinden. Dort erhalten sie zusätzliche Impulse für ihre sportliche Entwicklung und sammeln bei nationalen und internationalen Leistungsvergleichen wertvolle Erfahrungen.
Die Auswahlteams des BFV treten dabei gegen andere Landesauswahlen sowie nationale und internationale Auswahlmannschaften an. Ein besonderer Höhepunkt sind die DFB-Sichtungsturniere (Länderpokale) in Duisburg, bei denen die Auswahlteams aller 21 deutschen Landesverbände aufeinandertreffen. Dabei geht es nicht nur um den sportlichen Vergleich und die Frage, welcher Landesverband aktuell die stärkste Auswahl stellt. Die DFB-Sichtungsturniere bieten den Talenten zugleich die Chance, sich vor den anwesenden DFB-Scouts zu präsentieren und sich damit für die deutschen U-Nationalmannschaften zu empfehlen.
Um möglichst vielen Talenten eine gezielte Weiterentwicklung zu ermöglichen, betreibt der Bayerische Fußball-Verband neben dem Leistungskader auch einen Förder- beziehungsweise Perspektivkader. Auch dort erhalten Spielerinnen und Spieler zusätzliche Möglichkeiten, auf hohem Niveau Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Die Teams nehmen unter anderem an Süddeutschen Meisterschaften und in Ausnahmefällen auch am DFB-Sichtungsturnier in Duisburg teil.
So entsteht ein durchgängiges Fördersystem: Von der ersten Sichtung über die wohnortnahe Förderung am DFB-Stützpunkt und im BFV-NLZ bis hin zur Bayernauswahl und – im Idealfall – zum Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum eines Lizenzklubs oder in die deutschen U-Nationalmannschaften.