Bayern-Regionalligist SpVgg Bayreuth stellt sein Merchandising neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober übernimmt der Traditionsklub den Verkauf seiner Fanartikel vollständig in Eigenregie. Damit endet die bisherige Zusammenarbeit mit dem Anbieter "Tribünenkult" in ihrer bisherigen Form. Gleichzeitig ist es der SpVgg ein großes Anliegen, sich ausdrücklich für die langjährige Unterstützung und das außergewöhnliche Engagement von "Tribünenkult" und besonders Uwe Glaser zu bedanken.
Über viele Jahre war "Tribünenkult" eine wichtige Anlaufstelle für alle, die ihre Verbundenheit zum Verein nach außen tragen wollten. In einer Zeit, in der der Verein das Thema Merchandising selbst nicht in der notwendigen Form abbilden konnte, übernahm "Tribünenkult" Verantwortung - vom Verkauf der Trikots und Fanartikel bis hin zur direkten Betreuung der Fans.
"Dafür können wir uns nur bedanken. Tribünenkult und besonders Uwe Glaser haben in einer Zeit Verantwortung übernommen, in der sich beim Verein selbst niemand ausreichend um das Thema Fanartikel kümmern konnte", sagt Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer. "Das war alles andere als selbstverständlich. Diese Leistung und diese Verbundenheit zur Oldschdod werden wir nicht vergessen."
Dass die SpVgg Bayreuth den Fanartikelverkauf nun selbst übernimmt, sei deshalb ausdrücklich nicht als Entscheidung gegen "Tribünenkult" zu verstehen. Vielmehr gehöre die Neuausrichtung zu dem Weg, den der Verein derzeit auch in anderen Bereichen einschlägt: Mehr Verantwortung selbst übernehmen, Strukturen weiter professionalisieren und wirtschaftlich relevante Bereiche wieder näher an den Verein holen.
Merchandising ist dabei ein Bereich, in dem der Verein künftig stärker selbst Verantwortung übernehmen möchte. Dafür übernimmt die SpVgg im Gegenzug auch den gesamten damit verbundenen Aufwand und das wirtschaftliche Risiko - vom Einkauf über Lagerhaltung und Verkauf bis hin zu Versand, Vermarktung und Sortimentsplanung.
"Natürlich wäre es für uns organisatorisch einfacher, diesen Bereich weiterhin vollständig auszulagern", erklärt Röthlingshofer. "Aber ich muss als Geschäftsführer Entscheidungen treffen, die langfristig im Interesse des Vereins liegen. Wir sind wirtschaftlich auf einem guten Weg, aber wir sind noch nicht am Ziel. Deshalb müssen wir auch Bereiche selbst übernehmen, in denen wir zusätzliche Erlöse für die Oldschdod generieren können - selbst wenn das für uns zunächst mehr Arbeit bedeutet."
Mit dem Eigenbetrieb verbindet die SpVgg aber nicht ausschließlich wirtschaftliche Ziele. Der Verein möchte künftig schneller und direkter auf Wünsche seiner Fans reagieren, neue Produkte flexibler entwickeln und das Merchandising noch stärker mit der eigenen Marke und Identität verbinden. Neue Kollektionen, limitierte Artikel, besondere Aktionen rund um Heimspiele oder kurzfristige Fanwünsche sollen dadurch künftig einfacher umgesetzt werden können. Gleichzeitig sollen Stadionverkauf, digitale Kommunikation und Online-Angebot enger miteinander verzahnt werden.
Auch die Vereinswebsite soll in den kommenden Wochen entsprechend weiterentwickelt werden. Zusätzlich entsteht ein eigener Webshop, über den Fans künftig auch unabhängig von den Heimspielen auf das Sortiment zugreifen können. Der erste große Aufschlag erfolgt bereits am 3. Oktober beim kostenfreien Heimspiel gegen den TSV 1882 Landsberg unter dem Motto "Oldschdod für alle".
Zum Start warten besondere Angebote auf die Fans, gleichzeitig wird es bereits erste Neuheiten geben. Unter anderem dürfen sich die Anhänger auf neue Fanschals und weitere Produkte freuen. Das Sortiment soll anschließend Schritt für Schritt ausgebaut und gemeinsam mit den Fans weiterentwickelt werden.
Trotz der Übernahme in Eigenregie soll "Tribünenkult" der SpVgg Bayreuth auch weiterhin verbunden bleiben. Der Verein kann sich ausdrücklich vorstellen, künftig bei einzelnen Produkten, Veredelungen, Projekten oder anderen Dienstleistungen mit dem bisherigen Partner zusammenzuarbeiten.
"Eine Partnerschaft endet für mich nicht dadurch, dass sich ein Geschäftsmodell verändert. Tribünenkult gehört seit vielen Jahren zur Oldschdod-Familie und das soll auch so bleiben", so Röthlingshofer. "Ich bin überzeugt davon, dass wir auch in Zukunft Möglichkeiten finden werden, miteinander zu arbeiten."
BFV/mspw