Bayern-Regionalligist TSV 1882 Landsberg und sein Cheftrainer René Schröder gehen ab sofort getrennte Wege. Bis zur Winterpause übernimmt Muriz Salemovic die Verantwortung für die erste Mannschaft und gibt bereits am Dienstag ab 19 Uhr mit der Partie bei der SpVgg Unterhaching seinen Einstand. Pascal Leyer bleibt Co-Trainer.
Schröder war erst zu Beginn der Saison 2026/2027 zum TSV gekommen. Die Trennung erfolgt nach zwölf Partien in der Regionalliga Bayern mit einem Sieg, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen. Nach dem jüngsten 2:2 gegen direkten Konkurrenten TSV Aubstadt belegt der Aufsteiger weiterhin den letzten Tabellenplatz.
"Wir hatten mit René eine langfristige Zusammenarbeit geplant, die Entscheidung ist uns deshalb schwergefallen. Wir haben die Entwicklung genau beobachtet und lange abgewogen", sagt Abteilungsleiter Werner Seemüller. "René hat die Trainingsarbeit bei uns auf ein neues Niveau gehoben. Mit begrenzten Mitteln hat er die Mannschaft so weit gebracht, dass wir in fast jedem Spiel die Chance auf Punkte hatten. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Mit Blick auf die kurz- und die langfristige Entwicklung haben wir uns dennoch für diesen Schritt entschieden. Unser Ziel bleibt es, den TSV sportlich wie strukturell stabil aufzustellen - unabhängig davon, wie es kurzfristig sportlich läuft", so Seemüller weiter.
René Schröder selbst erklärt: "Mir hat es in den letzten Monaten unheimlich viel Spaß gemacht, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Ich wünsche den Jungs für den weiteren Saisonverlauf von Herzen nur das Beste und vor allem das Quäntchen mehr Erfolg. Ich hoffe, dass sie als Mannschaft zusammenbleiben, weiter an sich glauben und die Ergebnisse einfahren, die sie sich verdient haben. Ich nehme aus dieser Zeit viele Erfahrungen und schöne Momente mit und wünsche dem Verein alles erdenklich Gute."
Bis zur Winterpause übernimmt Muriz Salemovic die Mannschaft. Der stellvertretende Abteilungsleiter gehört mit knapp 300 Spielen zu den Rekordspielern des TSV. Als Trainer hat er bereits fünf Jahre im Verein gearbeitet, davon zwei Jahre bei der ersten Mannschaft und drei Jahre im Nachwuchs. In acht Jahren als Trainer ist er mit seinen Mannschaften fünfmal aufgestiegen.
"Natürlich hätte ich mir die Situation anders gewünscht", betont Salemovic. "Jetzt ist es aber an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und bis zur Winterpause das Optimum aus der Mannschaft herauszuholen. Gleichzeitig möchten wir somit in Ruhe die Weichen für die Rückrunde stellen."
BFV/mspw