Die Fußball-Welt verneigt sich vor Franz Beckenbauer: Mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher waren bei der Gedenkfeier des FC Bayern München in der Allianz Arena mit dabei, um sich vom „Kaiser“ zu verabschieden. Unter den geladenen Gästen aus der ganzen Welt war mit Christoph Kern auch der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), der dem im Alter von 78 Jahren verstorbenen Weltmeister von 1974 (als Spieler) und 1990 (als Trainer) zusammen mit seinen Vize-Präsidenten Reinhold Baier und Robert Schraudner sowie Geschäftsführer Jürgen Igelspacher und dessen Stellvertreter Fabian Frühwirth die letzte Ehre erwies.
Bereits kurz nach dem Tod hatte der BFV bei seinen Hallenveranstaltungen auf Bezirks- und Kreis-Ebene bayernweite Gedenkminuten abgehalten und auch die bayerischen Klubs gebeten, bei ihren Spielen und Turnieren innezuhalten. „Ein ganz Großer des Weltfußballs verlässt für immer die Bühne, ist nicht mehr da – was uns von Franz Beckenbauer bleibt, sind unzählige Momente der Erinnerung. Momente der Begeisterung für einen Ausnahmefußballer, aber insbesondere an einen Menschen, der das Herz an der richtigen Stelle hatte“, betonte Christoph Kern in der Münchner Arena.
Für die gesamte bayerische Fußball-Familie brachte der Verband seine Trauer mit einem Kranz und der Aufschrift „Ruhe in Frieden, ,Kaiser‘ Franz“ zum Ausdruck.
Zur Gedenkfeier waren über 30.000 Besucherinnen und Besucher gekommen und erlebten bewegende Trauerreden, emotionale Momente, Stille und ebenso andächtigen wie immer wieder lange anhaltenden Applaus. „Ich weiß nicht, ob die Engel im Himmel Sport treiben. Aber wenn, dann werden sie in den vergangenen Tagen schon sicher diese neue, etwas bayerisch klingende Stimme gehört haben: ,Geht's raus und spielt's Fußball!‘“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede: „Eine Stimme, die wir alle kennen, und die uns jetzt für immer fehlen wird. Die Stimme des Kaisers. Die Stimme Franz Beckenbauers.“
„Jetzt bist du zwölf Tage tot, Franz. Um ehrlich zu sein, du fehlst mir sehr!“, sagte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß, Ministerpräsident Markus Söder nannte Beckenbauer „eine zeitlose Ikone. Drei Generationen haben ihn bewundert und geschätzt. Er schon eine Art Fußball-Gott und einer der allerallergrößten Bayern.“