An diesem Wochenende startet die neue Saison 2026/27 in der Futsal-Bayernliga mit sechs Teams - insgesamt ein guter Mix aus erfahrenen Mannschaften und ambitionierten Herausforderern und ein Klub unter „neuer Flagge“.
Mit der DJK Würmtal Planegg Futsal begrüßt die Liga einen Aufsteiger aus der Bezirksliga Oberbayern. Ebenfalls neu dabei sind die BaKi Futsal Nürnberg: Das Gründungsmitglied der Futsal-Bayernliga hatte zuletzt mehrere Jahre in der Futsal-Regionalliga gespielt, sich für diese Saison aber bewusst entschieden, einen Schritt zurückzugehen und wieder in der Bayernliga an den Start zu gehen. Michael Tittmann, Futsal-Beauftragter des Bayerischen Fußball-Verbandes, traut der Mannschaft aufgrund ihrer Erfahrung in der Regionalliga einiges zu. Außerdem freut sich Tittmann über die erneute Teilnahme des Gehörlosen SC Regensburg Futsal, der in der vergangenen Saison erstmals in der Bayernliga an den Start ging, reichlich Lehrgeld zahlte, aber auch Erfahrung sammeln konnte und dieses Jahr einen neuen Anlauf auf den ersten Sieg nimmt. Scheinbar neu ist auch der ESV 1927 Regensburg Futsal U23. Allerdings handelt es sich dabei um ein echtes bayerisches Futsal-Schwergewicht: die Spieler des SSV Jahn 1889 Regensburg Futsal. Der Futsal-Bundesligist – immerhin aktueller Tabellenzweiter und Deutscher Meister 2023 - hat sich mit seinen Teams (Bundesliga und Bayernliga) zur Saison 2026/27 vom Jahn verabschiedet und sich dem ESV 1927 Regensburg angeschlossen. Komplettiert wird die Liga durch den zweitplatzierten der letzten Saison Atletico Erlangen Futsal und dem Münchner Futsal Club.
Im Eröffnungsspiel am Samstag treffen um 18.30 Uhr der Gehörlosen SC Regensburg Futsal und der Münchner Futsal Club aufeinander. Eine halbe Stunde später stehen sich Neuling DJK Würmtal Planegg Futsal und Atletico Erlangen Futsal gegenüber.
„Die Frage nach dem Favoriten ist in dieser Saison wirklich schwer zu beantworten. Ich gehe davon aus, dass der Titel am ehesten über BaKi Nürnberg mit ihrer Regionalliga-Erfahrung und auch Atletico Erlangen Futsal als Vorjahreszweiter geht. Aber warum sollten nicht auch die anderen Teams für eine Überraschung sorgen?“, fragt Tittmann.
Grundsätzlich ist der Mittelfranke mit der Entwicklung der Liga und des Futsal-Spielbetriebs in Bayern zufrieden: „Wir müssen immer sehen, dass es diesen Sport und den Ligabetrieb erst seit gut zehn Jahren gibt. Dafür haben sich gerade die Topteams extrem gut entwickelt und auch die Qualität in der Bayernliga stimmt mich sehr positiv. Unterhalb der Bayernliga haben wir natürlich noch einiges an Arbeit vor uns, um einen regelmäßigen Spielbetrieb auf die Beine zu stellen. Grundsätzlich haben wir auf Bezirks- und Kreisebene durchaus Potenziale im Futsal. Diese zu heben geht aber nicht von heute auf morgen. Da braucht es neben großem Engagement auch einen langen Atem. Aber da sind wir auf einem guten Weg“, sagt Tittmann.
Besondere Hoffnung macht ihm dabei die Entwicklung im Jugendbereich. Futsal komme bei den jüngeren Spielerinnen und Spielern zunehmend gut an und gerade die heranwachsenden Jahrgänge lernen Futsal bereits als selbstverständlichen Teil des Fußball-Sports kennen. Die Futsal-Stützpunkte in Regensburg und Oberhaching als Sprungbrett für die Topteams und sogar die DFB-Auswahlteams als sportliche Alternative tragen ihren Teil zur wachsenden Attraktivität bei.
Die neue Saison der Futsal-Bayernliga verspricht also nicht nur sportliche Spannung, sondern setzt sich auch automatisch für die weitere Verbreitung und Etablierung dieser anspruchsvollen Fußballvariante ein.