Fußball und Fleisch, das war lange eine unzertrennliche Doppelspitze. In der Halbzeit ’ne Bratwurst, nach dem Training der Döner mit alles, läuft. Oder eher nicht? KKH-Ernährungsexpertin Steffi Huba geht der Frage auf den Grund.
Denn auf dem Platz weht ein neuer Wind und der riecht eher nach Kichererbsencurry als nach Stadionwurst! Immer mehr Kicker, von Kreisliga bis Champions League, setzen auf eine vegetarische oder sogar vegane Ernährung. Nicht aus Jux und Tofu-Laune, sondern, weil’s wirkt!
Zugegeben: Wer früher sagte, er isst kein Fleisch, galt in der Kabine als Exot irgendwo zwischen Globuli-Guru und Yoga-Yeti. Heute ist pflanzlich das neue Protein!
Studien zeigen, dass eine ausgewogene vegane Ernährung Entzündungen hemmen, die Regeneration fördern und sogar die Ausdauer verbessern kann. Der Grund hierfür sind mehr Antioxidantien, weniger gesättigte Fettsäuren, dafür ordentlich Ballaststoffe. Wer regelmäßig Linsen, Quinoa und Soja auf dem Teller hat, muss sich um Eiweiß keine Sorgen machen. Das ist längst nicht mehr nur im Hühnchen versteckt.
Aber jetzt mal Butter bei die Tofu-Sticks: Ganz ohne Wissen geht’s nicht. Vitamin B12, Eisen, Zink und Omega-3 sind echte Spielmacher im Körper und wer sie nicht im Kader hat, schwächelt. Heißt: Supplemente, clevere Kombinationen (z. B. Eisen plus Vitamin C) und ein genauer Blick auf die Nährstoffe sind Pflicht. Sonst ist schneller die Luft raus als nach 20 Minuten Pressing.
Auch spannend: Pflanzlich heißt nicht automatisch „leicht & gesund“. Vegane Nuggets, frittierte Falafel, vegane Schokoriegel – ja, sie sind ohne Tier, aber auch oft ohne Sinn fürs Sportlerleben.
Fazit: Wer mit Plan an die Sache rangeht, kann mit Pflanzenpower auf dem Platz richtig Gas geben ganz ohne Wurstfinger und Schnitzelbauch. Und mal ehrlich, ein Spieler, der seine Gegner mit Hummus-Fuel überrennt, hat den echten Heimvorteil!
Also, los geht’s und guten Appetit!
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Hier sind drei leckere Rezepte, die perfekt zu einer pflanzenbasierten Ernährung passen und dich auf dem Fußballplatz oder im Alltag stärken können
Veganer Gemüse-Wrap mit Tofu
Zutaten:
Zubereitung:
Wenn du möchtest, kannst du den Tofu auch noch mit Gewürzen wie Paprika, Curry oder Chili würzen, um noch mehr Geschmack zu bekommen. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Rote Beete Linsensalat
Zutaten:
Zubereitung:
Tipp: Der Salat schmeckt am besten, wenn er eine Stunde im Kühlschrank durchgezogen ist. So verbinden sich die Aromen wunderbar!
Frischer Quinoasalat
Zutaten:
Zubereitung:
Quellen:
Barnard, N. D., Goldman, D. M., Loomis, J. F., Kahleova, H., Levin, S. M., Neabore, S., & Batts, T. C. (2019). Plant-Based Diets for Cardiovascular Safety and Performance in Endurance Sports. Nutrients, 11(1), 130.
https://doi.org/10.3390/nu11010130
Craddock, J. C., Probst, Y. C., & Peoples, G. E. (2016). Vegetarian and omnivorous nutrition—comparing physical performance. International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 26(3), 212–220.
Rogerson, D. (2017). Vegan diets: practical advice for athletes and exercisers. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 14(1), 36.
https://jissn.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12970-017-0192-9
Craig, W. J. (2009). Health effects of vegan diets. The American Journal of Clinical Nutrition, 89(5), 1627S–1633S.
Quelle: Tuso, P. J., Ismail, M. H., Ha, B. P., & Bartolotto, C. (2013). Nutritional update for physicians: plant-based diets. The Permanente Journal, 17(2), 61–66.