An diesem Wochenende wird im Olympiapark Berlin wieder um die Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren gespielt. Für die Titelkämpfe der Ü40- und Ü50-Senioren hat sich jeweils der 1. FC Nürnberg qualifiziert und die Clubberer gehen durchaus mit Siegchancen ins Rennen um die prestigeträchtigen Titel.
Als Bayerischer Meister sind die Ü40- und Ü50-Senioren des 1. FC Nürnberg zuletzt bei der Süddeutschen Meisterschaft gestartet, haben sich dort die Titel geholt und damit auch das Ticket für die Endrunde in Berlin gelöst. Die Mittelfranken treten die Reise in die Bundeshauptstadt durchaus ambitioniert und mit Titelchancen an.
Bei der seit 2007 ausgetragenen Deutschen Meisterschaft der Ü40-Senioren gehört der Club in den letzten Jahren zu Deutschlands Spitzenteams. 2022 erklommen die Senioren aus Mittelfranken sogar den Ü40-Thron und holten den Titel nach 2009 zum zweiten Mal in den Freistaat – damals hatte der TSV 07 Bergrheinfeld als erstes bayerisches Team triumphiert. Im vergangenen Jahr mussten sich die Franken in der Endrunde in Berlin mit Rang zwei hinter Lokalmatador Hertha BSC Berlin begnügen.
Mit dem Rückenwind von vier Siegen in vier Spielen bei der Süddeutschen Meisterschaft soll der ebenfalls qualifizierte Titelverteidiger in diesem Jahr wieder entthront werden. Die weiteren Konkurrenten sind der VfR Frankenthal, der SC Westfalia Herne, und der SSV Jeddeloh II. Am Samstag eröffnet der FCN gegen Frankenthal das Turnier. Im zweiten Spiel geht es dann gegen den SV Westfalia Herne, ehe am Sonntag zunächst der SSV Jeddeloh II wartet und es dann im letzten Turnierspiel zum vermeintlichen Top-Duell um den Turniersieg gegen Hertha BSC kommt.
Bei den seit 2012 ausgetragenen Titelkämpfen der Ü50-Senioren auf Bundesebene geht es für den 1. FC Nürnberg nicht nur um die Chance auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte, sondern auch um viel Prestige. Denn der Platzhirsch bei den Ü50-Senioren ist kein Geringerer als der FC Bayern München. Die Senioren des Rekordmeisters sind fünffacher Titelträger (2014, 2017, 2019, 2023, 2024), damit nicht nur Deutscher Ü50-Rekordmeister, sondern auch der bisher einzige bayerische Titelträger in der Altersklasse. Von daher war es bereits ein riesiger Erfolg für die Mittelfranken, die Münchner bei der Bayerischen Meisterschaft 2026 in Dingolfing zu besiegen und dann auch die Süddeutsche Ü50-Meisterschaft einzuheimsen. Ein Triumph in Berlin wäre daher nicht nur ein besonderer sportlicher Erfolg, sondern auch eine Ansage im ewigen sportlichen Wettstreit der beiden bayerischen Traditionsvereine, in dem die Altersklasse bekanntermaßen überhaupt keine Rolle spielt.
Die Nürnberger Ü50-Senioren müssen sich an den zwei Tagen aber auch erst einmal behaupten. Die Konkurrenten heißen TSV Mariendorf (gleich der erste Gegner am Samstag um 11 Uhr), SC Preußen Lengerich, SV Werder Bremen und SG Mittelmosel-Leiwen. Unabhängig davon, wer am Ende das Rennen macht: feststeht, dass es einen neuen Deutschen Ü50-Seniorenmeister geben wird, denn Titelverteidiger SG Hoechst Classique musste in diesem Jahr bereits auf Landesverbandsebene die Segel streichen.
„Der Club wird Bayern bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin würdig vertreten – da bin ich absolut überzeugt! Wir drücken den beiden Teams des 1. FC Nürnberg für die Titelkämpfe die Daumen. Auch wenn für die breite Masse die Titelkämpfe in diesen Altersklassen sicher nicht mehr den ganz großen Stellenwert haben, sind die Teilnahmen und Erfolge auf dieser großen Bühne ganz wichtige Impulsgeber für den gesamten Senioren-Fußball und unsere Angebote für die Seniorinnen und Senioren im Freistaat“, sagt Martin Steininger, der im Verbands-Spielausschuss für den Senioren-Spielbetrieb verantwortlich ist.