Mit den Aktionsspieltagen zur RESPEKT-Kampagne hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) gemeinsam mit der Philipp-Lahm-Initiative "treffpunkt verein" ein eindrucksvolles Zeichen für Fairness, Wertschätzung und ein respektvolles Miteinander gesetzt. Was mit einem symbolträchtigen Auftakt in der Regionalliga Bayern begann, entwickelte sich schnell zu einer Bewegung, die Vereine und Mannschaften im gesamten Freistaat erfasste und eindrucksvoll verdeutlichte, welche Bedeutung die Werte des Sports für die bayerische Fußballfamilie besitzen.
Den offiziellen Startschuss zur Kampagne gab BFV-Präsident Christoph Kern beim Regionalliga-Spitzenspiel zwischen dem TSV Buchbach und dem 1. FC Schweinfurt 05 (3:1). Kurz darauf rückte beim U15-Kreisliga-Derby zwischen der FT München-Gern und dem SV München West auch Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm gemeinsam mit BFV-Vizepräsident Robert Schraudner die Botschaft der Kampagne in den Mittelpunkt. Doch damit nicht genug: Auch am zweiten Aktionsspieltags-Wochenende wurde die RESPEKT-Idee auf Bayerns Sportplätzen sichtbar gelebt, unter anderem im Sportpark Unterhaching und an über 700 weiteren Spielorten im ganzen Freistaat.
Die Beteiligung der Vereine übertraf dabei die Erwartungen. Insgesamt standen an den beiden Aktionsspieltags-Wochenenden 714 Heimspiele unter dem Kampagnenmotto "Unser Spiel. Unsere Werte." Gemeinsam mit den jeweiligen Gastmannschaften beteiligten sich damit mehr als 1400 Teams an der Aktion. Vom Jugendbereich über den Frauen- und Herrenfußball bis hin zu den höchsten Verbands-Spielklassen zeigten die Vereine gemeinsam Haltung und machten deutlich, dass Respekt und Fairness wesentliche Bestandteile des Vereinslebens sind.
"Über 1400 Mannschaften – das ist eine Zahl, auf die wir unglaublich stolz sein können. Sie zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert Respekt und ein wertschätzendes Miteinander im bayerischen Fußball haben und dass die Werte unseres Sports tagtäglich gelebt und weitergegeben werden, insbesondere an Kinder und Jugendliche. Diese große Beteiligung ist zugleich eine verdiente Anerkennung für all‘ jene, die sich mit großem Engagement einbringen – für Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie die vielen Ehrenamtlichen in unseren Vereinen", erklärte Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm.
BFV-Präsident Christoph Kern hob hervor: "Respekt ist die Basis unseres Miteinanders und damit auch die Grundlage des Amateurfußballs. Nur wenn wir uns gegenseitig wertschätzen, Regeln akzeptieren und Verantwortung übernehmen, können unsere Vereine Orte bleiben, an denen Gemeinschaft, Freude und Zusammenhalt gelebt werden. Gerade in einer Zeit, in der der Umgangston häufig rauer wird, wollen wir mit unserer RESPEKT-Kampagne ein bewusstes und sichtbares Zeichen setzen. Die Aktionsspieltage bieten unseren Vereinen die Möglichkeit, gemeinsam Haltung zu zeigen und deutlich zu machen, wofür die bayerische Fußballfamilie steht: für ein respektvolles Miteinander auf und neben dem Platz."
Sichtbar wurde die Kampagne dabei nicht nur durch die offiziellen RESPEKT-Kapitänsbinden, Plakate, Stadiondurchsagen und Social-Media-Grafiken, die der BFV den Vereinen zur Verfügung gestellt hatte. Vor allem die große Zahl engagierter Vereinsverantwortlicher, Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie Ehrenamtlicher verlieh der Initiative Glaubwürdigkeit und Wirkung. Sie alle sorgen Woche für Woche dafür, dass die Werte des Sports nicht nur formuliert, sondern auch gelebt werden.
Besondere Aufmerksamkeit erhielten die sogenannten Highlight-Partien, die in allen sieben Bezirken Bayerns sowie in der Regionalliga Bayern und der Frauen-Bayernliga stattfanden. Die BFV-Bezirks-Vorsitzenden nutzten diese Begegnungen, um vor Ort mit Vereinen, Spielerinnen und Spielern sowie Zuschauerinnen und Zuschauern ins Gespräch zu kommen und für die Botschaft der Kampagne zu werben.
Den Auftakt machten die Highlight-Spiele in Oberbayern, Schwaben, der Oberpfalz sowie in Ober- und Unterfranken. In der Frauen-Bayernliga war Unterfrankens Bezirk-Vorsitzender und BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau beim Spitzenspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg II und dem FFC Wacker München zu Gast. Oberbayerns Bezirks-Vorsitzender und BFV-Vizepräsident Robert Schraudner besuchte die Bezirksliga-Partie zwischen dem SV Dornach und dem SVA Palzing, während in der Oberpfalz Bezirks-Vorsitzender und BFV-Vizepräsident Thomas Graml das Bezirksliga-Duell des SV Raigering mit der SpVgg Vohenstrauß verfolgte. Die schwäbische Bezirks-Vorsitzende Sabrina Hüttmann war bei der Bezirksliga-Partie SV Wörnitzstein gegne TSV Dinkelscherben dabei, Oberfrankens Bezirks-Vorsitzender Thomas Unger beim E-Junioren-Duell zwischen der (SG) VfB Arzberg und dem ASV Wunsiedel II.
Am zweiten Aktionswochenende rückten die Highlight-Spiele in Niederbayern und Mittelfranken in den Fokus. Niederbayerns Bezirks-Vorsitzender Harald Haase war beim Bezirksliga-Duell zwischen dem FC Ergolding und dem TV Aiglsbach vor Ort. In Mittelfranken besuchte Bezirks-Vorsitzender Uwe Mauckner die Kreisliga-Partie zwischen dem STV Deutenbach und dem ASV Veitsbronn-Siegelsdorf. Überall stand dabei dieselbe Botschaft im Mittelpunkt: Fußball lebt von Emotionen und Leidenschaft, aber ebenso von Fairness, gegenseitiger Achtung und dem respektvollen Umgang miteinander.
Die Aktionsspieltage bildeten jedoch nur den Auftakt einer langfristig angelegten Initiative. Denn das Ziel der RESPEKT-Kampagne reicht weit über einzelne Spieltage hinaus. Mit Workshops, Fortbildungsveranstaltungen und weiteren Angeboten möchte der BFV die Vereine dabei unterstützen, gemeinsame Werte zu definieren, sichtbar zu machen und dauerhaft im Vereinsalltag zu verankern. Die Sensibilisierung für einen wertschätzenden Umgang soll so nachhaltig gestärkt werden – auf dem Spielfeld ebenso wie daneben.
Dass die Botschaft weit über die Grenzen des Amateurfußballs hinaus wahrgenommen wird, zeigte sich schließlich auch auf großer Bühne. Beim UEFA-Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Serbien in der Münchner Allianz Arena präsentierten BFV-Präsident Christoph Kern, Weltmeister Philipp Lahm und Bayerns Justizminister Josef Schmid die RESPEKT-Kampagne einem bundesweiten Publikum. Damit erhielt die Initiative, für die sich Schmid ausdrücklich bedankte, zusätzliche Strahlkraft und machte deutlich, dass Respekt, Fairness und Zusammenhalt Werte sind, die den Fußball auf allen Ebenen prägen.
"Beim Fußball können die Emotionen schon mal hochkochen. Aber Antisemitismus, Rassismus und Gewalt haben auf und neben dem Platz nichts verloren. Ich begrüße die neue Kampagne des BFV ausdrücklich und bedanke mich bei allen Vereinen in Bayern, die jetzt ein klares Signal aussenden und für ihre Werte einstehen", sagte der Justizminister.
Nach den ersten Wochen fällt das Fazit eindeutig aus: Die RESPEKT-Kampagne hat einen starken und sichtbaren Auftakt erlebt. Die beeindruckende Beteiligung von mehr als 1400 Mannschaften zeigt, dass die Vereine in Bayern bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam für die Werte einzustehen, die den Fußball ausmachen. Die Aktionsspieltage waren damit weit mehr als eine symbolische Aktion – sie waren ein kraftvolles Bekenntnis der gesamten bayerischen Fußballfamilie zu Respekt, Wertschätzung und Zusammenhalt.
"Die große Resonanz auf unsere RESPEKT-Aktionsspieltage zeigt, dass Fairness, Wertschätzung und gegenseitiger Respekt für die Vereine in Bayern weit mehr sind als bloße Schlagworte. Dass sich so viele Klubs beteiligen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen setzen, ist ein starkes Bekenntnis zu den Werten, die unseren Fußball tragen. Respekt entsteht nicht von allein – er muss jeden Tag gelebt werden. Umso mehr freut es mich, dass so viele Menschen in der bayerischen Fußballfamilie diesen Weg gemeinsam mit uns gehen", sagte BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau, der die Kampagne verantwortet.