Traunstein/Weibhausen. Den 6. Pflichtlehrabend der Fußball-Schiedsrichtergruppe Ruperti gestaltete die Lehrwartschiene der Gruppe und des Verbandes. Michael Hagl, der Lehrwart der Gruppe übernahm die Rolle von Obmann Hans Wichtlhuber, als Gastredner war Alexander Schkarlat aus München anwesend, der seine Aufgaben näherbrachte, über Videos strittige und skurrile Szenen präsentierte und auch nochmals auf die Neuerungen der Regeländerungen einging.
Der Ex-Lehrwart der Gruppe Inn ist seit 2014 ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Bayerischen Fußball-Verband und seit 2022 im Bezirks-Schiedsrichterausschuss. Verbandslehrwart ist er seit dem vergangenen Jahr, beim Verbandstag 2026 wurde ein bayernweit neues Team zusammengestellt. Zudem ist der Beobachter in den DFB-Nachwuchsligen. „Ich pfeife aktuell nicht, das Knie macht nicht mit, es ist aber ein Wiedereinstieg nicht ausgeschlossen, aber nur in den unteren Ligen“, sagte er zum Einstieg. Er berichtete kurz über die Qualifikationen von der Regionalliga in die 3. Liga ist es anders, als von der Kreis- in die Bezirksliga. „Unten braucht man den Aufstieg, oben wird man vom DFB einfach genommen, oder eben auch nicht, die Leistung muss natürlich schon auch stimmen“. Schkarlat ist die Hilfestellung für gut 13.000 Schiedsrichter und knapp 300 Funktionäre in Bayern, hier arbeiten verschiedene Organe zu. Das Nachwuchsleistungszentrum besteht aus 30 bis 40 Unparteiischen, Ruperti-Spitzen-Schiedsrichter Alexander Petzke (BSC Surheim) gehört diesem an.
Der Funktionär ist für das Lehrwesen zuständig, er gibt den Gruppenlehrwarten mit auf den Weg, inhaltlich sich etwas zu überlegen, um das ganze Jahr zu füllen. Hier gehört eine Struktur mit Lehrplänen mit dazu. Hier gibt es eine Lehrplattform, die nennt sich „EduBreak“.
Über Videoszenen ging er auf die Regeländerungen zum 1. Juli 2026 ein. „Die waren von taktischer Natur, es soll ein schnelleres Spiel werden“, gibt Schkarlat preis. Die Fünf-Sekunden-Regel beim Einwurf und Abstoß und die Zehn-Sekunden-Regel bei den Auswechslungen haben schon Wirkung gezeigt. „Es ist nun auch zum Druckmittel geworden“. Er warnt aber auch die Unparteiischen: „Mit Sinn und Verstand pfeifen“, forderte er und zeigte auch Anschauungsmaterial in bewegten Bildern, wie es auch in höheren Ligen falsch gemacht werden kann. „Ich hoffe, die Botschaft ist angekommen“, fragte er in die Runde der Runde der Ruperti-Schiedsrichter, die zum September-Lehrabend zahlreich erschienen sind.
Der stellvertretende Obmann und Gruppenlehrwart Michael Hagl verwies nochmals auf das per E-Mail verschickte Handout der Regeländerungen, dem sich alle Schiedsrichter annehmen müssen. Allerdings waren sich auch alle einig, nachdem vor kurzem der Ligaspielbetrieb in den unteren Ligen begonnen hat. „Es braucht eine Zeit der Eingewöhnungsphase“, so das Votum der Schiedsrichter.