Die Schiedsrichtergruppe Schwandorf hat seit einiger Zeit ein neues, aktives Mitglied: Emmanuel Ogbu. In seiner Heimat Nigeria leitete er Spiele der höchsten nationalen Liga und hatte sogar die Qualifikation für den Fußball-Weltverband FIFA, international im Einsatz war er jedoch nie. Heutzutage in Bayern aber hat der 46-Jährige gerade am Wochenende oft wenig Zeit. Denn er ist Pfarrvikar der Neunburger Pfarrei St. Josef – und das bereits seit sechs Jahren. Deshalb kennen ihn viele Neunburger von Gottesdiensten, kirchlichen Trauungen oder Beerdigungen. Doch auch im restlichen Landkreis hat er sich seit inzwischen über einem Jahr einen guten Namen gemacht – in seinem Hobby als Schiedsrichter.
Schon als Bub jagte er in seiner Heimatgemeinde Ogui im Südosten Nigerias dem runden Leder nach – barfuß und auf keinem gepflegten Rasen, sondern auf Schotter hinter den Wohnhäusern oder auf der Straße. Nachdem er sich 2004 am rechten Fuß verletzt hatte, konnte er nicht mehr aktiv kicken und absolvierte eine Ausbildung zum Schiedsrichter. Nach Deutschland kam er im Jahr 2018, und nach Stationen in Landshut und Weiden fand er schließlich in Neunburg eine neue Wirkungsstätte und über den dortigen FC Neunburg zurück zu seiner Leidenschaft: dem Fußballsport und der Aufgabe als Schiedsrichter.
Kürzlich widmete die Redaktion Schwandorf der Mittelbayerischen Zeitung Emmanuel Ogbu eine große Reportage. Den gesamten Bericht von Redakteur Jan Lange können Sie unter folgenden Link abrufen: