Für zehn Vereine aus der Bayernliga und der Landesliga fiel am Pfingstmontag die Entscheidung über ihre künftige Ligazugehörigkeit. In der Relegation standen sich jeweils fünf Teams aus der 5. Liga und die fünf Vizemeister der Landesligen gegenüber. Sie kämpften in den Rückspielen um fünf freie Startplätze in der Bayernliga für die kommende Saison 2026/2027.
Da zuletzt in beiden Bayernliga-Staffeln jeweils nur 17 Vereine vertreten waren, fand in diesem Jahr nur eine Relegationsrunde mit Hin- und Rückspielen im Europapokal-Modus statt. Die Gewinner für der fünf Duelle sind für die Bayernliga 2026/2027 qualifiziert. Dabei schafften zwei Teams (FSV Stadeln und TSV 1874 Kottern) den Klassenverbleib, während drei bisherige Bayernligisten (FC Coburg, ATSV Erlangen und FC Sturm Hauzenberg) den bitteren Gang in die Landesliga antreten müssen. Dafür steigen der FSV Pfaffenhofen, der TSV Großbardorf und der TSV 1880 Wasserburg in die fünfthöchste deutsche Spielklasse auf.
Alle fünf Hinspiele gingen am Donnerstag über die Bühne. Die Landesligisten hatten dabei im ersten Duell jeweils Heimrecht. Nun standen die entscheidenden Rückspiele bei den bisherigen Bayernligisten an.
In der Gruppe Nord musste sich FC Coburg dem FSV Pfaffenhofen nach dem 1:2 im Hinspiel auch vor eigenem Publikum sogar 0:3 geschlagen geben. Für die Gäste ist damit der erste Aufstieg der Vereinsgeschichte in die Bayernliga perfekt. Gleichzeitig unterlag der ATSV Erlangen dem TSV Großbardorf, der schon im ersten Duell einen 2:0-Heimsieg gefeiert hatte, auch zu Hause 0:1. Damit kehren die "Grabfeld-Gallier" in die 5. Liga zurück. Der FSV Stadeln und der FC Eintracht Münchberg trennten sich wie schon im Hinspiel erneut torlos, diesmal sogar über 120 Minuten. Im Elfmeterschießen hatte dann der FSV das bessere Ende für sich (4:2) und bleibt damit in der Bayernliga. Es war eine Neuauflage des Relegationsduells aus der zurückliegenden Saison. Auch damals hatte sich Stadeln durchgesetzt und war später auch aufgestiegen.
In der Gruppe Süd standen zwei weitere Begegnungen auf dem Programm. Dabei durfte der TSV 1874 Kottern nach dem 4:1 gegen den TSV Seebach den Klassenverbleib bejubeln (Hinspiel 0:0). Die Gäste verpassten den erstmaligen Aufstieg in die Bayernliga. Im ersten Vergleich waren keine Treffer gefallen. Ein weiterer künftiger Bayernligist wurde im Duell zwischen dem FC Sturm Hauzenberg und dem TSV 1880 Wasserburg ermittelt. Die Wasserburger, die schon im Hinspiel einen 2:0-Heimsieg gelandet hatten, gewannen auch in Hauzenberg 2:0 und sind damit aufgestiegen.
Der FSV Pfaffenhofen feiert den erstmaligen Aufstieg in die Bayernliga. Nach dem 2:1-Hinspielerfolg gegen den FC Coburg gelang dem Vizemeister der Landesliga Südwest im zweiten Duell sogar ein souveräner 3:0 (1:0)-Auswärtserfolg beim bisherigen Bayernligisten. Maurice Untersänger (44.) brachte den FSV kurz vor der Pause auf die Siegerstraße. In der zweiten Halbzeit machten Stefan Liebler (63.) und der eingewechselte Luka Brudtloff (76.) alles klar. Mit dem Erfolg in Coburg krönten die Gäste, die während der regulären Saison aus ihren letzten acht Partien 19 von 24 möglichen Punkten geholt hatten, ihren starken Endspurt mit dem Aufstieg. Hier geht es zum Liveticker.
Nach drei Jahren in der Landesliga Nordwest kehrt der TSV Großbardorf in die Bayernliga zurück. In der Relegation bezwangen die "Grabfeld-Gallier" den ATSV Erlangen aus der Nord-Staffel nach dem 2:0 im Hinspiel auch im zweiten Aufeinandertreffen spät 1:0 (0:0). Erst tief in der Nachspielzeit markierte Valentin Reitstetter (90.+7) den einzigen Treffer der Partie und beseitigte damit auch die letzten Zweifel am Aufstieg des TSV Großbardorf. Die Gelb-Rote Karte für Erlangens Emmanuel Agyekum (90.+7) hatte keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis. Der ATSV Erlangen, der erst im Saisonendspurt in die Gefahrenzone abgerutscht war, muss damit in der nächsten Saison einen Neuanfang in der Landesliga starten. Hier geht es zum Liveticker.
Im erneuten Relegationsduell zwischen dem FSV Stadeln und dem FC Eintracht Münchberg, dem Vizemeister der Landesliga Nordost, setzte sich der bisherige Bayernligist denkbar knapp durch. Nachdem schon das Hinspiel in Münchberg torlos geblieben war, fielen auch beim zweiten Aufeinandertreffen vor 1.086 Zuschauer*innen in Stadeln zunächst keine Treffer, weder während der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung. Deshalb musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Hier bewies der FSV Stadeln die besseren Nerven, gewann 4:2 und machte damit den Klassenverbleib perfekt. Schon vor einem Jahr standen sich die beiden Vereine in der ersten Relegationsrunde gegenüber, allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Damals besiegelte der FSV den Abstieg des FC Eintracht aus der Bayernliga (1:1 und 3:0) und schaffte später selbst den Aufstieg. Nun verhinderte Stadeln den Münchberger Wiederaufstieg in die 5. Liga. Hier geht es zum Liveticker.
Der TSV 1874 Kottern bleibt in der Bayernliga. Nach dem 0:0 im Relegationshinspiel beim TSV Seebach löste das Team von Trainer Andreas Maier die Aufgabe im Rückspiel vor eigenem Publikum souverän und sicherte sich mit einem 4:1 (2:1)-Heimsieg das Ticket für die nächste Saison in der 5. Liga. Dabei hatte zunächst Fabian Schwingenschlögl (9.) die Gäste in Führung gebracht und den Vizemeister der Landesliga Mitte damit auf den erstmaligen Aufstieg der Vereinshistorie in die Bayernliga hoffen lassen. Noch vor der Pause wendete jedoch Kottern durch Matthias Jocham (22.) und ein Eigentor von Seebachs Schlussmann Mathias Loibl (33.) das Blatt. Im zweiten Durchgang brachten Lukas Ender (90.) und Christopher Duchardt (88.) den Klassenverbleib endgültig unter Dach und Fach. Für den TSV Seebach, der auf seinen rotgesperrten Kapitän Sandro Nickl verzichten musste, war es die erste Niederlage nach 15 Partien (elf Siege, vier Remis). Hier geht es zum Liveticker.
Der TSV 1880 Wasserburg kehrt nach vier Jahren Abstinenz in die Bayernliga zurück. Wie schon im Relegationshinspiel gegen den FC Sturm Hauzenberg (2:0) behielt die Mannschaft von Trainer Florian Heller auch im zweiten Duell die Oberhand, gewann auswärts ebenfalls 2:0 (1:0). Für den Tabellenzweiten der Landesliga Südost waren vor 1.243 Besucher*innen Vinzenz Egger (35.) und Leon Simeth (78.) erfolgreich. Die Hauzenberger müssen damit nach nur einem Jahr in der Bayernliga Süd direkt wieder in die Landesliga absteigen. Hier geht es zum Liveticker.