Mit dem 11. Spieltag geht es in der Bayernliga Süd an diesem Wochenende Schlag auf Schlag weiter. Eröffnet wird die Runde mit drei Begegnungen am Freitagabend. Bereits ab 19 Uhr kommt es dabei zum Duell zwischen dem aktuellen Meister TSV 1860 München U21 und dem Titelkandidaten SV Erlbach. Gleichzeitig fordert der SV Heimstetten den FC 1920 Gundelfingen heraus. Ab 19.30 Uhr gastiert Aufsteiger TSV 1860 Rosenheim beim FC Sportfreunde Schwaig.
Weiter geht es dann mit den verbleibenden sechs Partien am Samstag. Vier Duelle finden dabei parallel ab 14 Uhr statt. Im tabellarischen Top-Spiel stehen sich der Liganeuling FSV Pfaffenhofen und die SpVgg Hankofen-Hailing gegenüber. Außerdem empfängt der TSV 1874 Kottern den FC Ismaning und der Tabellenzweite SpVgg Landshut ist beim Schlusslicht SV Schalding-Heining zu Gast. Außerdem bekommt es der TSV Schwabmünchen mit dem FC Deisenhofen zu tun.
Ab 14.30 Uhr steht die Partie zwischen dem TuS Geretsried und dem formstarken TSV 1880 Wasserburg auf dem Programm. Abgerundet wird der Spieltag ab 16 Uhr mit der Begegnung zwischen Tabellenführer FC Pipinsried und dem SV Kirchanschöring.
Das Heimspiel des aktuellen Meisters TSV 1860 München II gegen den Titelkandidaten SV Erlbach eröffnet den 11. Spieltag in der Bayernliga Süd. Kurz nach dem Ende der Wechselperiode hat der SVE noch einmal für einen überraschenden Transfer gesorgt. Mit Tobias Horn kam ein 22-jähriger Defensivspieler, der zuletzt beim rumänischen Erstligisten Universitatea Cluj unter Vertrag stand. "Es war für uns von Anfang an klar, dass es keinen Aktionismus geben wird", sagt Erlbachs Sportlicher Leiter Christoph Huber. "Wir wollten nicht einfach irgendeinen Spieler verpflichten, damit wir noch einmal etwas gemacht haben. Wenn wir reagieren, dann bei einem Spieler, von dessen Qualität wir wirklich überzeugt sind. Das ist bei Tobias der Fall", so Huber weiter. Nun könnte Horn schon im Gastspiel bei den "Junglöwen" zu seinem ersten Einsatz kommen. Während sich die Gäste aus Erlbach schon zu Beginn der Saison in der Spitzengruppe festigen konnten, waren die Ergebnisse der Münchner zuletzt eher wechselhaft. Mit 13 Punkten belegt der 1860-Nachwuchs den neunten Rang. Der Rückstand auf Spitzenreiter FC Pipinsried beträgt bereits neun Zähler.
"Es war ein Sieg des größeren Willens", meinte Thomas Rudolph, Trainer des FC 1920 Gundelfingen, nach dem überraschenden Erfolg gegen den Tabellenführer FC Pipinsried (3:1) am zurückliegenden Wochenende. Mit neuem Selbstvertrauen will der FCG nun seinen Aufwärtstrend auch im Gastspiel beim SV Heimstetten unter Beweis stellen. Nicht mit dabei ist allerdings David Anzenhofer, der nach seiner Gelb-Roten Karte eine Runde aussetzen muss. Der SVH ging zuletzt nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage (ein Sieg, zwei Unentschieden) erstmals wieder leer aus. Beim Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg setzte es eine bittere 1:5-Niederlage.
Der FC Sportfreunde Schwaig trifft in einer richtungsweisenden Begegnung auf den TSV 1860 Rosenheim. Seit mittlerweile sechs Begegnungen haben die Hausherren nicht mehr verloren. So richtig vom Fleck kommen die Sportfreunde allerdings nicht. Schließlich kam Schwaig in diesem Zeitraum gleich fünfmal zu Unentschieden. Insgesamt gab es sogar schon sechs Punkteteilungen für die Hausherren in dieser Saison. Das ist Liga-Höchstwert. Die Gäste aus Rosenheim sind dagegen auf der Suche nach Konstanz. Siege, Unentschieden und Niederlagen wechselten sich in den letzten Wochen immer wieder ab. Nur ganz knapp rangieren die "Sechzger" über einem möglichen Abstiegsplatz.
Der TSV 1874 Kottern bekommt es an diesem Wochenende mit dem FC Ismaning zu tun. Bei den Gästen fehlt nach wie vor Gianluca Wild nach seiner Roten Karte aus dem Spiel beim FC Sportfreunde Schwaig (2:2). Von den insgesamt drei Spielen Sperre muss der 22-jährige defensive Mittelfeldspieler noch eine Partie aussetzen. Für die Gastgeber geht es vor allem darum, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Bei acht Punkten aus den ersten zehn Begegnungen beträgt der Rückstand auf das "rettende Ufer" zwei Zähler. Gegen Ismaning soll möglichst der dritte Saisonsieg gelingen. Die Gäste kletterten durch ihren jüngsten 4:2-Heimerfolg gegen den TSV 1860 Rosenheim in die obere Tabellenhälfte.
Die Partie zwischen dem Aufsteiger FSV Pfaffenhofen und der SpVgg Hankofen-Hailing ist das tabellarische Spitzenspiel der Runde. Dabei ist es ein Duell, das vor der Saison wohl nicht allzu viele Beobachter weit oben in der Rangliste eingeordnet hätten. Schließlich gehört der Aufsteiger aus Pfaffenhofen zu den positiven Überraschungen der aktuellen Spielzeit. Mit 16 Punkten auf dem Konto legte der FSV einen mehr als ordentlichen Start hin und rangiert damit in der Spitzengruppe, auch wenn das Team zuletzt viermal in Folge sieglos blieb (eine Niederlage, drei Remis). Noch besser stehen die "Dorfbuam" aus Hankofen-Hailing da, die bereits 19 Zähler gesammelt haben. Der nächste Schritt ist klar: Mit dem sechsten Dreier in dieser Saison will die SpVgg den Druck auf den Ligaprimus FC Pipinsried weiter erhöhen. Der Rückstand auf den Tabellenführer beträgt drei Zähler.
In einem Niederbayern-Duell stehen sich der SV Schalding-Heining und die SpVgg Landshut gegenüber. Dabei kommt es zu einem Duell der Gegensätze. Für die Hausherren missglückte der Auftakt. Aus den ersten zehn Begegnungen sicherten sich die Passauer lediglich einen Sieg. Immerhin konnte Schalding-Heining zuletzt den Abwärtstrend ein wenig abfedern. Nach zwischenzeitlich fünf Niederlagen in Folge gab es zuletzt immerhin zwei Punkteteilungen am Stück. Allerdings wartet der Tabellenletzte aktuell schon seit acht Begegnungen auf den zweiten Saisonsieg. Der soll nun ausgerechnet gegen Landshut gelingen. Die Gäste strotzen allerdings nur so vor Selbstvertrauen. Der Aufsteiger ist mit 21 Punkten erster Verfolger von Ligaprimus FC Pipinsried. Seit sieben Partien gab es keine Niederlage mehr. In diesem Zeitraum sicherte sich die SpVgg 15 von 21 möglichen Zählern.
Aufsteiger TSV Schwabmünchen, der in der aktuellen Runde den FC Deisenhofen zu Gast hat, musste nach einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage am zurückliegenden Wochenende (1:4 bei der SpVgg Landshut) wieder einen Rückschlag hinnehmen. Nun geht es für die Mannschaft von TSV-Trainer Emanuel Baum darum, nicht wieder in eine Schieflage zu geraten. Verzichten muss der Chefcoach auf Teo Köbler, der nach seiner Roten Karte nicht zur Verfügung steht. Mit neun Zählern rangiert Schwabmünchen auf dem ersten möglichen Abstiegsplatz. Die Hausherren reisen nach dem 4:0 gegen den TuS Geretsried mit breiter Brust an.
"Aus meiner Sicht war es ein gutes Spiel von uns, in dem wir im Spiel gegen den Ball diszipliniert, aktiv und gierig waren", lobte Maximilian Backa, Co-Trainer des TSV 1880 Wasserburg, nach dem deutlichen 5:1-Heimsieg gegen den SV Heimstetten. "Wir waren sehr effizient und haben unsere Chancen fast alle genutzt. Das Ergebnis spiegelte allerdings den Spielverlauf nicht komplett wider." Mit dem Aufwind im Gepäck wollen die Wasserburger auch im Oberbayern-Duell beim TuS Geretsried erneut punkten. Die Hausherren mussten sich zuletzt beim FC Deisenhofen 0:4 geschlagen geben und kassierten damit bereits ihre sechste Saisonniederlage. Mit acht Punkten liegt der TuS auf Rang 17. Bereits 22 Gegentore musste der TuS hat in zehn Spielen hinnehmen. Nur Schlusslicht SV Schalding-Heining kassierte mehr Gegentore (30).
Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried, muss zum Abschluss des 11. Spieltages in der Bayernliga Süd für die Begegnung mit dem SV Kirchanschöring personell umbauen. Tobias Reithmeir (Rote Karte) und hatte Maximilian Haas (Gelb-Rot) waren in der Partie beim FC Gundelfingen (1:3) vom Platz gestellt worden und müssen nun eine Zwangspause einlegen. Tobias Reichl hatte sich außerdem die fünfte Gelbe Karte eingehandelt und muss ebenfalls eine Runde aussetzen. Entsprechend fiel auch Langers Fazit aus. "Wir sind in der ersten Halbzeit nicht gut ins Spiel gekommen und haben gerade in der Anfangsphase nicht das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten", sagte Pipinsrieds Cheftrainer. "Wir haben es trotz Unterzahl lange versucht, aber über die gesamte Spielzeit gesehen nicht geschafft, die nötige Struktur in unser Spiel zu bekommen. Gerade in den entscheidenden Situationen hat uns auch der letzte Punch gefehlt." Die Gäste aus Kirchanschöring wollen im dritten Anlauf den dritten Dreier einfahren, um sich aus der Gefahrenzone der Liga zu befreien.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
10 | 7 | 1 | 2 | 29:13 | 16 | 22 |
| 2. |
|
10 | 6 | 3 | 1 | 21:12 | 9 | 21 |
| 3. |
|
10 | 5 | 4 | 1 | 19:11 | 8 | 19 |
| 4. |
|
10 | 5 | 3 | 2 | 13:5 | 8 | 18 |
| 5. |
|
10 | 5 | 1 | 4 | 22:19 | 3 | 16 |
| 6. |
|
10 | 4 | 4 | 2 | 18:19 | -1 | 16 |
| 7. |
|
10 | 3 | 6 | 1 | 21:13 | 8 | 15 |
| 8. |
|
10 | 4 | 2 | 4 | 20:14 | 6 | 14 |
| 9. |
|
10 | 3 | 4 | 3 | 22:21 | 1 | 13 |
| 10. |
|
10 | 3 | 4 | 3 | 14:17 | -3 | 13 |
| 11. |
|
10 | 3 | 3 | 4 | 17:22 | -5 | 12 |
| 12. |
|
10 | 3 | 3 | 4 | 14:19 | -5 | 12 |
| 13. |
|
10 | 2 | 4 | 4 | 15:16 | -1 | 10 |
| 14. |
|
10 | 2 | 3 | 5 | 20:21 | -1 | 9 |
| 15. |
|
10 | 2 | 3 | 5 | 13:19 | -6 | 9 |
| 16. |
|
10 | 2 | 2 | 6 | 8:17 | -9 | 8 |
| 17. |
|
10 | 2 | 2 | 6 | 11:22 | -11 | 8 |
| 18. |
|
10 | 1 | 4 | 5 | 13:30 | -17 | 7 |