In der Bayernliga Süd geht es an diesem Wochenende mit dem 12. Spieltag weiter. Eingeläutet wird die Runde mit drei Begegnungen am Freitagabend. Zum Auftakt empfängt die SpVgg Hankofen-Hailing ab 18.30 Uhr den FC Sportfreunde Schwaig. Ab 19 Uhr richten sich die Augen vor allem auf das Spitzenspiel zwischen dem Verfolger SV Erlbach und dem Ligaprimus FC Pipinsried. Gleichzeitig trifft der TSV 1860 Rosenheim auf den TSV 1874 Kottern.
Der Hauptteil des Spieltages geht wie gewohnt am Samstag über die Bühne. Drei Partien finden dabei parallel ab 14 Uhr statt. Schlusslicht SV Schalding-Heining ist beim FC Deisenhofen zu Gast. Außerdem bekommt es der FC Ismaning mit der U21 des TSV 1860 München zu tun und der TSV 1880 Wasserburg fordert in einem Aufsteigerduell den TSV Schwabmünchen heraus.
Die verbleibenden drei Partien werden zeitgleich um 15 Uhr angepfiffen. Zu einem weiteren Aufsteigerduell kommt es zwischen der SpVgg Landshut und dem FSV Pfaffenhofen, die beide in der Spitzengruppe der Liga mitmischen. Der SV Kirchanschöring trifft auf den SV Heimstetten und der TuS Geretsried ist beim FC 1920 Gundelfingen zu Gast.
"Es war- schlicht und einfach - nicht unser Tag", bilanzierte Tobias Beck, Trainer der SpVgg Hankofen-Hailing, nach der jüngsten 1:2-Auswärtsniederlage im Verfolgerduell beim Aufsteiger FSV Pfaffenhofen. Alles schlecht reden wollte der Chefcoach allerdings nicht. "Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht, waren etwas griffiger und haben uns Chancen erarbeitet." Sein Blick richtet sich deshalb bereits nach vorne: "Ich weiß, was in der Mannschaft steckt. Ich bin mir sicher, dass die nächsten Spiele wieder besser werden." So soll der Hebel bereits im Heimspiel gegen den FC Sportfreunde Schwaig umgelegt werden. Die Gäste können dabei personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Raffael Ascher hatte sich zuletzt die Gelb-Rote Karte eingehandelt und muss eine Runde aussetzen. Tim Schels fehlt wegen der fünften Gelben Karte. Die Sportfreunde beendeten sieben ihrer elf Spiele mit einem Remis.
Im Duell zweier Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte geht es zwischen dem TSV 1860 Rosenheim und dem TSV 1874 Kottern um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Rosenheim steht nach elf Spieltagen mit elf Punkten auf Rang 13, Kottern folgt mit ebenfalls elf Zählern auf dem möglichen Relegationsrang 14. Das 1:1 der Rosenheimer beim FC Sportfreunde Schwaig war für den Aufsteiger bereits die fünfte Punkteteilung in dieser Saison. Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen in Folge dürfen die "Sechz’ger" nun wieder vor heimischer Kulisse ran. Kottern reist dagegen nach dem 1:0-Heimerfolg gegen den FC Ismaning mit frischem Selbstvertrauen an. Besonders auffällig: Kottern stellt mit gerade einmal neun Treffern die harmloseste Offensive der Liga.
Es ist das absolute Spitzenspiel: Der Tabellendritte SV Erlbach empfängt den Spitzenreiter FC Pipinsried. Der SVE hat sich mit drei Siegen aus den vergangenen vier Partien wieder an die Spitze herangearbeitet. Der Rückstand auf den Tabellenersten beträgt noch vier Zähler. Vor allem defensiv sind die Gastgeber nur schwer zu knacken, wie gerade einmal fünf Gegentore in elf Begegnungen belegen. Beim Heimspiel gegen Pipinsried wird Erlbachs "Bollwerk" allerdings auf die Probe gestellt. Schließlich stellt der FCP mit 34 Toren die mit Abstand torgefährlichste Offensive. Bei den Gästen ist allerdings die Personalsituation etwas angespannt. Die Langzeitverletzten Jonas Lindner, Valdrin Konjuhi, Mario Götzendörfer und Petter Elwahab fallen weiterhin aus. Neu hinzu kommt Jaroud Kanze (Sprunggelenksverletzung). Außerdem muss Tobias Reichl nach einem Schlag auf die Wade passen. Hinzu kommt Mhammed Sanawar, der sich die Schulter ausgekugelt hatte. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Max Dombrowka.
Die Luft für den ehemaligen Regionalligisten SV Schalding-Heining wird vor dem Gastspiel beim FC Deisenhofen immer dünner. Mit nur sieben Punkten auf dem Konto stehen die Passauer auf dem letzten Tabellenplatz. Seit neun Begegnungen (sechs Niederlagen, drei Unentschieden) wartet der SVS auf den zweiten Saisonsieg. Am zurückliegenden Wochenende gab es vor heimischer Kulisse gegen den Aufsteiger SpVgg Landshut eine herbe 0:4-Niederlage. Bei den Gastgebern zeigt die Formkurve dagegen nach oben. Aus den jüngsten beiden Begegnungen sicherte sich der FCD vier von sechs möglichen Punkten. Damit setzte sich Deisenhofen ein wenig von den möglichen Abstiegsrängen ab. Das Polster auf die Gefahrenzone der Liga beträgt aber nur zwei Zähler.
In einem regionalen Duell aus dem Landkreis München trifft der FC Ismaning auf die U21 des TSV 1860 München. Christoph Rech, Trainer der "Junglöwen", wirkte trotz der jüngsten Niederlage vor heimischer Kulisse gegen den Titelkandidaten SV Erlbach (0:1) nicht unzufrieden. "Leider verpassen wir es, unsere Chancen mit der allerletzten Konsequenz auszuspielen, und belohnen uns leider nicht", sagte der frühere Profi. "Dennoch war es eine wahnsinnig gute Leistung, gegen einen Top-Gegner mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl zu spielen und die bessere Mannschaft zu sein. Das einzige Manko war, dass wir uns nicht mit Tor oder Punkten belohnt haben." Besser soll es seine Mannschaft in Ismaning machen. Die kurze Fahrt dorthin tritt der 1860-Nachwuchs ohne Benedikt Hoppe an, weil er sich gegen Erlbach die Rote Karte eingehandelt hatte. Aber auch die Hausherren treten nicht in Bestbesetzung an. Gianluca Wild muss wegen seiner Rotsperre noch zwei Spiele aussetzen.
"Wir hätten das Ding noch deutlicher gestalten können", sagte Florian Heller, Trainer des TSV 1880 Wasserburg, nach dem deutlichen 3:0-Auswärtserfolg beim TuS Geretsried. "Man muss aber auch sagen, dass ein höheres Ergebnis den Spielverlauf nicht richtig widergespiegelt hätte. Das 3:0 ist total in Ordnung. Letztendlich war der Sieg verdient. Die bessere Mannschaft hat gewonnen." An diese Leistung soll sein Team nun auch gegen den Mitaufsteiger TSV Schwabmünchen anknüpfen. Bei den Gästen scheint der Aufwind nach zwischenzeitlichen zwei Dreiern am Stück wieder beendet zu sein. Seit drei Begegnungen hat Schwabmünchen nicht mehr gewonnen und rangiert in der Gefahrenzone der Liga. Noch einmal aussetzen muss Teo Köbler nach seiner Roten Karte.
Zweiter gegen Vierter: Das Duell der beiden Aufsteiger am 12. Spieltag zwischen der SpVgg Landshut und dem FSV Pfaffenhofen hätten vor der Saison sicherlich viele nicht so weit oben in der Tabelle erwartet. Die Hausherren haben seit mittlerweile acht Begegnungen nicht mehr verloren. Zuletzt gelangen sogar drei Dreier am Stück. Der Abstand zu Spitzenreiter FC Pipinsried schrumpfte auf einen Punkt. Fünf Zähler hinter Landshut folgt der FSV. Seit immerhin drei Begegnungen haben die Gäste keine Niederlage mehr kassiert. In diesem Zeitraum gab es fünf von neun möglichen Punkten, drei davon am zurückliegenden Wochenende gegen den Titelkandidaten SpVgg Hankofen-Hailing (2:1). Um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren, will der FSV nun den sechsten Sieg in der laufenden Spielzeit einfahren.
Sowohl für den SV Kirchanschöring als auch für den SV Heimstetten geht es im direkten Aufeinandertreffen darum, im unteren Tabellendrittel Boden gutzumachen. Besonders Kirchanschöring steht nach zuletzt nur einem Zähler aus drei Spielen unter Druck. Nach elf Spieltagen hat der SVK neun Punkten auf Rang dem Konto und rangiert in der Gefahrenzone der Liga. Etwas besser sieht es für den SV Heimstetten aus, der mit 13 Punkten Platz belegt. Der Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz beträgt allerdings auch nur zwei Zähler.
Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den TuS Geretsried will der FC 1920 Gundelfingen den jüngsten Aufwärtstrend mit vier Punkten aus zwei Begegnungen fortsetzen und den Platz in der oberen Tabellenhälfte festigen. Die Gäste aus Geretsried sind dagegen schon im ersten Saisondrittel unter Zugzwang geraten. Acht Zähler aus den ersten elf Partien bedeuten nach dem jüngsten 0:3 gegen den TSV 1880 Wasserburg den vorletzten Tabellenplatz. Es war bereits die fünfte Niederlage in Serie. Seit mittlerweile 360 Minuten, also exakt sechs Stunden, haben die Gäste keinen eigenen Treffer mehr erzielt.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
11 | 8 | 1 | 2 | 34:15 | 19 | 25 |
| 2. |
|
11 | 7 | 3 | 1 | 25:12 | 13 | 24 |
| 3. |
|
11 | 6 | 3 | 2 | 14:5 | 9 | 21 |
| 4. |
|
11 | 5 | 4 | 2 | 20:20 | 0 | 19 |
| 5. |
|
11 | 6 | 1 | 4 | 25:19 | 6 | 19 |
| 6. |
|
11 | 5 | 4 | 2 | 20:13 | 7 | 19 |
| 7. |
|
11 | 3 | 7 | 1 | 22:14 | 8 | 16 |
| 8. |
|
11 | 4 | 2 | 5 | 20:15 | 5 | 14 |
| 9. |
|
11 | 3 | 5 | 3 | 16:19 | -3 | 14 |
| 10. |
|
11 | 3 | 4 | 4 | 19:24 | -5 | 13 |
| 11. |
|
11 | 3 | 4 | 4 | 22:22 | 0 | 13 |
| 12. |
|
11 | 3 | 4 | 4 | 17:22 | -5 | 13 |
| 13. |
|
11 | 2 | 5 | 4 | 16:17 | -1 | 11 |
| 14. |
|
11 | 3 | 2 | 6 | 9:17 | -8 | 11 |
| 15. |
|
11 | 2 | 4 | 5 | 23:24 | -1 | 10 |
| 16. |
|
11 | 2 | 3 | 6 | 15:24 | -9 | 9 |
| 17. |
|
11 | 2 | 2 | 7 | 11:25 | -14 | 8 |
| 18. |
|
11 | 1 | 4 | 6 | 13:34 | -21 | 7 |