Der Abschluss der Hinserie in der Bayernliga Süd steht bevor. An diesem Wochenende findet der 17. Spieltag statt. Zum ersten Mal in dieser Saison geht die gesamte Runde gebündelt am Samstag über die Bühne. Mit Ligaprimus FC Pipinsried (33 Zähler) sowie dem SV Erlbach (32) und dem Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg (31) haben vor der Runde insgesamt noch drei Teams Chancen auf den Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft.
Der Großteil der Runde wird mit sechs Partien gleichzeitig um 14 Uhr angepfiffen. Der FC Pipinsried ist nach der jüngsten Niederlage bei den Münchner "Junglöwen" (0:2) auf Wiedergutmachung aus und will mit einem Sieg gegen den formstarken FC Sportfreunde Schwaig aus eigener Kraft die Tabellenführung verteidigen und damit den Halbzeit-Titel unter Dach und Fach bringen. Das Spitzenspiel findet gleichzeitig zwischen den beiden Verfolgern FSV Pfaffenhofen und SV Erlbach statt, während der drittplatzierte TSV 1880 Wasserburg in einem Oberbayern-Duell beim FC Deisenhofen gastiert. Schlusslicht SV Schalding-Heining will mit einem Dreier im Heimspiel gegen den FC Ismaning den Anschluss an die möglichen Nichtabstiegsplätze nicht aus den Augen verlieren. Außerdem ist der SV Kirchanschöring bei der SpVgg Hankofen-Hailing zu Gast, während der TSV Schwabmünchen den Mitaufsteiger TSV 1860 Rosenheim empfängt.
Der Tabellenvorletzte TuS Geretsried kämpft ab 14.30 Uhr gegen den direkten Konkurrenten TSV 1874 Kottern um wichtige Punkte für den Klassenverbleib. Ab 15 Uhr stehen sich die SpVgg Landshut und der FC 1920 Gundelfingen gegenüber. Abgeschlossen wird der Spieltag und damit auch die gesamte Hinrunde ab 16 Uhr mit dem Nachbarschaftsduell zwischen der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München und dem SV Heimstetten.
Am abschließenden Spieltag der Hinrunde in der Bayernliga Süd steigt auch das Oberbayern-Duell zwischen dem FC Deisenhofen und dem TSV 1880 Wasserburg. Für den FCD geht es nach der herben 0:5-Auswärtsniederlage beim FC Sportfreunden Schwaig darum, wieder Stabilität in die eigenen Reihen zu bekommen. Mit 16 Punkten auf dem Konto belegt Deisenhofen den ersten möglichen Abstiegsplatz. Der Rückstand zum "rettenden Ufer" beträgt nur einen Zähler. Ganz anders sieht es bei Wasserburg aus. Trotz der jüngsten 1:2-Heimniederlage gegen den Mitaufsteiger SpVgg Landshut (1:2) belegen die "Löwen" einen Platz in der Spitzengruppe und können - sofern die Konkurrenz aus Pipinsried und Erlbach mitspielt - sogar noch Herbstmeister werden. "Wir haben in der ersten Hälfte für unsere Verhältnisse ziemlich mutlos agiert", bemängelte TSV-Trainer Florian Heller. "Insgesamt war es eine sehr enge Partie, in der es um Nuancen ging. Die Niederlage geht in Ordnung. Ein Unentschieden wäre mir natürlich lieber gewesen. Das wäre auch drin gewesen und hätte die Leistung eher widergespiegelt. Für uns ist das aber kein Beinbruch." Schließlich sind die Wasserburger weiterhin nur zwei Punkte von Platz eins entfernt. Für die Partie in Deisenhofen sind Innenverteidiger Florian Grundner und Mittelfeldspieler Jaume Rubi Gonzalez jeweils wegen der fünften Gelben Karte gesperrt.
Die SpVgg Hankofen-Hailing will den Schwung vom 1:0-Auswärtssieg beim FC Gundelfingen mit in die Begegnung gegen den SV Kirchanschöring nehmen. SpVgg-Trainer Tobias Beck war nach dem Dreier mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. "Die Jungs haben den Kampf angenommen, viel Leidenschaft und Laufbereitschaft gezeigt und am Ende nicht unverdient gewonnen", so Beck. Nun soll gegen Kirchanschöring der neunte Saisonsieg folgen, um Anschluss an die Spitzenplätze zu halten. Allerdings fehlt Mittelfeldspieler Sven Hodo nach seiner Gelb-Roten Karte. Dafür kehrt Rechtsaußen Lukas Käufl nach abgesessener Gelbsperre in den Kader zurück. Für die Gäste aus Kirchanschöring geht es nach der 0:2-Heimniederlage gegen den FSV Pfaffenhofen vor allem darum, möglichst bald die sicheren Nichtabstiegsplätzen zu erreichen. Zuletzt wechselten Siege und Niederlagen regelmäßig ab.
Es ist das Spitzenspiel der Runde, wenn sich der viertplatzierte FSV Pfaffenhofen und der Tabellenzweite SV Erlbach in einem Verfolgerduell im Rennen um die Meisterschaft gegenüberstehen. Die Gäste aus Erlbach befinden sich derzeit in blendender Verfassung. In Pfaffenhofen ist der vierte Dreier in Folge möglich. Seit mittlerweile sieben Begegnungen hat der SVE nicht mehr verloren (17 Punkte). Dennoch fand Erlbachs Trainer Lukas Lechner nach dem jüngsten Sieg gegen Schlusslicht SV Schalding-Heining (2:1) noch das Haar in der Suppe. "Leider ist es ganz oft so bei uns, dass wir den Sack einfach nicht frühzeitig zu machen", sagte Lechner. "Schalding hat uns das Leben wirklich schwer gemacht." Aber auch der Aufsteiger Pfaffenhofen blickt auf eine ordentliche erste Saisonhälfte zurück. Mit 29 Punkten steht der FSV auf Rang vier und gewann drei seiner letzten vier Spiele.
Für den Tabellenletzten SV Schalding-Heining wird die Luft im Kampf um den Klassenverbleib immer dünner. Auch die anstehende Aufgabe gegen den FC Ismaning wird sicher nicht einfacher. Die Passauer verloren zuletzt 1:2 gegen den Titelkandidaten SV Erlbach und warten nun seit vier Begegnungen auf einen Punktgewinn. Auch der frische Wind an der Seitenlinie mit dem neuen Trainer Uwe Neunsinger brachte in den ersten beiden Partien noch nicht den erhofften Befreiungsschlag. Dennoch sah der neue Trainer einen kleinen Fortschritt. "Man muss konstatieren, dass Erlbach momentan auf einem anderen Level spielt als wir, das hat jeder gesehen", lautete das bittere Fazit von Neunsinger nach dem Spiel. "Es sind Fehler im individuellen und im taktischen Bereich, die uns immer wieder zurückwerfen. Im Vergleich zum vorherigen 0:2 gegen den SV Kirchanschöring war die Leistung aber ein Schritt nach vorne, so komisch das klingt." Aber auch die Gäste aus Ismaning mussten nach zuvor zwei Siegen am Stück am letzten Wochenende wieder eine Niederlage hinnehmen (1:2 gegen den TSV Schwabmünchen). Beim FCI fehlen die beiden Angreifer Cubilay Celik (fünfte Gelbe Karte) und Vito Liuzza (Rotsperre).
In einem Aufsteigerduell will der TSV Schwabmünchen gegen den TSV 1860 Rosenheim den jüngsten 2:1-Erfolg beim FC Ismaning bestätigen und sich weiter von der Gefahrenzone der Liga absetzen. Die Hausherren haben nach dem Dreier 19 Punkte auf dem Konto und konnten sich damit auf Rang zwölf verbessern. Entsprechend zufrieden war Schwabmünchens Trainer Emanuel Baum: "Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, richtig gut umgesetzt." Zuletzt wurde der TSV allerdings vom Verletzungspech verfolgt. Die Verteidiger Manuel Schmid und Matthias Moser sowie Matteo Di Maggio mussten in Ismaning angeschlagen ausgewechselt werden. Außerdem fehlt nun Abwehrspieler Lucas Kusterer nach der fünften Gelben Karte. Die Gäste aus Rosenheim verschafften sich mit dem 2:1 gegen den direkten Konkurrenten TuS Geretsried in wenig Luft im Tabellenkeller. Der Rückstand auf das "rettende Ufer" beträgt noch zwei Zähler.
"Wir hatten viel Ballbesitz und teilweise auch gute Passagen", sagte Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried, nach der jüngsten 0:2-Auswärtsniederlage bei der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München. Damit verpasste der Spitzenreiter den vorzeitigen Gewinn der Herbstmeisterschaft. "Wir waren in den entscheidenden Momenten zu unsauber, um uns die richtig klaren Torchancen herauszuspielen. Wir wissen, woran es gelegen hat. Wir müssen wieder die Intensität auf den Platz bringen, die uns über weite Strecken der bisherigen Saison ausgezeichnet hat. Wir müssen zielstrebiger und mutiger sein. Dann bin ich mir absolut sicher, dass die Ergebnisse stimmen werden", so Langer weiter. Mit diesen Zielen will der FCP nun gegen den FC Sportfreunde Schwaig in die Erfolgsspur zurückkehren und die inoffizielle Herbstmeisterschaft unter Dach und Fach bringen. So einfach wird es allerdings nicht. Die Sportfreunde reisen nicht nur wegen des 5:0-Kantersieges gegen den FC Deisenhofen mit breiter Brust an. Seit mittlerweile zwölf Begegnungen (vier Siege, acht Unentschieden) hat Schwaig nicht mehr verloren.
Der Tabellenvorletzte TuS Geretsried benötigt nach zuletzt vier Niederlagen in Folge im Heimspiel gegen den TSV 1874 Kottern dringend Punkte, um den Anschluss im Tabellenkeller nicht zu verlieren und den möglichen Sturz auf den direkten Abstiegsplatz zu vermeiden. Mit einem eigenen Sieg könnte der TuS bis auf vier Punkte an die Allgäuer herankommen, die knapp über der Gefahrenzone der Liga rangieren. Allerdings scheint sich Kottern zuletzt stabilisiert zu haben. Seit sechs Spielen hat der TSV nicht mehr verloren. Die letzten vier Partien endeten jedoch allesamt unentschieden. Der defensive Mittelfeldspieler Marco Schad ist nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt.
Die SpVgg Landshut fuhr zuletzt mit dem 2:1-Erfolg beim Mitaufsteiger TSV 1880 Wasserburg einen wichtigen Sieg ein und konnte sich nach zuvor drei Niederlagen am Stück wieder fangen. Nun steht zum Abschluss der Hinrunde das Heimspiel gegen den FC 1920 Gundelfingen auf dem Programm. Damit die Gäste die Hinserie auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz beenden, soll im besten Fall der fünfte Saisonsieg eingefahren werden. Zuletzt gab es gegen die SpVgg Hankofen-Hailing eine knappe 0:1-Heimniederlage. "Letztlich war das Ergebnis gerecht", gab FCG-Trainer Thomas Rudolph ehrlich zu. Dabei hatte sich Torhüter Valentin Rommel die Rote Karte eingehandelt und muss nun eine Zwangspause einlegen.
Die U21 des TSV 1860 München geht mit Rückenwind in das Nachbarschaftsduell mit dem SV Heimstetten. Die "Junglöwen" bezwangen zuletzt Tabellenführer FC Pipinsried 2:0. Mit nun 21 Punkten auf dem neunten Rang ist die Spitzengruppe für den aktuellen Meister allerdings nach wie vor noch weit entfernt. 1860-Trainer Trainer Christoph Rech war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. "Wir sind glücklich über den Heimsieg. In unseren Augen war er hochverdient. Die Mannschaft hat wirklich ein sehr gutes Spiel abgeliefert, leidenschaftlich als Team verteidigt und alles reingeworfen, was sie hatte", so Rech, der gegen Heimstetten auf Innenverteidiger Deniz Haimerl (fünfte Gelbe Karte) verzichten muss. Bei den Gästen muss Cheftrainerin Sarah Romert ebenfalls personell umbauen. Die beiden Verteidiger Rene Rüther und Daniel Steimel hatten sich zuletzt die fünfte Gelbe Karte eingehandelt und müssen nun pausieren. Im Gegenzug kehrt mit Ikenna Ezeala ein weiterer Abwehrspieler nach abgesessener Gelbsperre in den Kader zurück.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
16 | 10 | 3 | 3 | 42:21 | 21 | 33 |
| 2. |
|
16 | 9 | 5 | 2 | 23:10 | 13 | 32 |
| 3. |
|
16 | 10 | 1 | 5 | 36:25 | 11 | 31 |
| 4. |
|
16 | 8 | 5 | 3 | 29:25 | 4 | 29 |
| 5. |
|
16 | 8 | 4 | 4 | 27:19 | 8 | 28 |
| 6. |
|
16 | 8 | 4 | 4 | 30:19 | 11 | 28 |
| 7. |
|
16 | 6 | 9 | 1 | 35:19 | 16 | 27 |
| 8. |
|
16 | 7 | 2 | 7 | 32:24 | 8 | 23 |
| 9. |
|
16 | 5 | 6 | 5 | 33:30 | 3 | 21 |
| 10. |
|
16 | 4 | 7 | 5 | 27:29 | -2 | 19 |
| 11. |
|
16 | 5 | 4 | 7 | 31:32 | -1 | 19 |
| 12. |
|
16 | 4 | 6 | 6 | 15:21 | -6 | 18 |
| 13. |
|
16 | 4 | 5 | 7 | 22:25 | -3 | 17 |
| 14. |
|
16 | 4 | 4 | 8 | 21:37 | -16 | 16 |
| 15. |
|
16 | 4 | 3 | 9 | 20:33 | -13 | 15 |
| 16. |
|
16 | 3 | 6 | 7 | 20:29 | -9 | 15 |
| 17. |
|
16 | 3 | 2 | 11 | 16:34 | -18 | 11 |
| 18. |
|
16 | 2 | 4 | 10 | 19:46 | -27 | 10 |