Der 1. FC Nürnberg Inklusion gewinnt die Bayerische Inklusionsmeisterschaft 2026. An diesem Samstag suchte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zum bereits fünften Mal den Bayerischen Inklusionsmeister. Auf dem Sportgelände der SpVgg Etzelskirchen, der Heimspielstätte der „Etzels Tigers“, gingen 14 Teams aus ganz Bayern an den Start und lockten rund 350 Zuschauerinnen und Zuschauer an den Sportplatz. Flankiert wurde die Bayerische Inklusionsmeisterschaft 2026 einmal mehr vom BFV-Inklusions-Cup, einem niederschwelligen Turnierangebot im Minifußball-Format, bei dem an Inklusionsfußball interessierte Vereine und Mannschaften erste Erfahrungen sammeln konnten.
Der große Wanderpokal für den Bayerischen Inklusionsmeister geht in diesem Jahr nach Nürnberg. Der Vizemeister des vergangenen Jahres hat im Finale gegen den ReAL-Verbund Bad Tölz mit 1:0 gewonnen. Auch auf dem Weg dorthin war die Inklusionsmannschaft des 1. FC Nürnberg in diesem Jahr nicht zu schlagen. Sieben Siege und ein Unentschieden standen nach Vor- und Hauptrunde zu Buche. Nach 2023 und 2024 gewinnen die Clubberer die Bayerische Inklusionsmeisterschaft bereits zum dritten Mal.
Der neue Vizemeister heißt demnach ReAL-Verbund Bad Tölz und die Rasengötter Gaubüttelbrunn komplettieren das Podium auf Rang drei.
Für Titelverteidiger 1. FC Sonthofen war der Traum von der Titelverteidigung nach drei Niederlagen und einem Unentschieden nach der Vorrunde bereits ausgeträumt. In der Hauptrunde der Leistungsklasse B gewann der Vorjahressieger immerhin drei von fünf Spielen.
Die Gastgeber von den Etzels Tigers konnten vom Heimvorteil derweil nicht profitieren und landeten ebenfalls nach lediglich einem Sieg in der Vorrunde in der Leistungsklasse B.
Gespielt wurde bei der Bayerischen Inklusionsmeisterschaft (Kleinfeld, 7-gegen-7) zunächst eine Vorrunde, um die Teams für die Hauptrunde in drei Leistungsklassen einzuordnen. In der Hauptrunde der stärksten Leistungsklasse ging es dann um den Titel des Bayerischen Inklusionsmeisters 2026. In den beiden anderen Leistungsklassen ging es im Modus Jeder-gegen-Jeden um die weiteren Platzierungen.
Die Teams dürfen aus bis zu 12 Spielerinnen und Spielern bestehen. Dabei gibt es keine Altersbeschränkungen. In jedem Spiel müssen jederzeit in einer Mannschaft mindestens so viele Spielerinnen und Spieler mit Beeinträchtigung auf dem Platz stehen wie ohne.
„Der Fußball hat am heutigen Tag einmal mehr bewiesen, zu welcher enormen Kraft er fähig ist. Am Ende ist es völlig egal, wer miteinander Fußball spielt oder wie – entscheidend ist, dass wir Menschen zusammenbringen. Zu sehen, mit wie viel Spaß, Begeisterung und reiner Freude hier heute alle gemeinsam auf dem Platz standen, zeigt den wahren Kern unseres Sports: Fußball kennt keine Barrieren“, sagt BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau, der die Bayerische Meisterschaft zusammen mit dem Landrat und Schirmherren des Turniers Alexander Tritthart sowie dem Bürgermeister Alexander Schulz verfolgte.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften sich auf Medaillen freuen, alle Teams auf Sachpreise der BFV-Sozialstiftung, die die Leistungen der Spielerinnen und Spieler erneut mit Spendenschecks für gemeinsame Teamausflüge, Ballsäcken, Handtüchern, Trinkflaschen und Sporttaschen honoriert.
Der BFV-Inklusions-Cup ist ein Minifußball-Turnier im 4-gegen-4 (ohne Torwart). Eine Mannschaft darf aus maximal acht Spielerinnen und Spielern bestehen.
Die Inklusions-Fußballangebote des Bayerischen Fußball-Verbandes