Vertreter 25 bayerischer Klubs aus der 3. Liga, der Regionalliga Bayern, den beiden Bayernliga-Staffeln Nord und Süd sowie des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) haben sich bei einem Präsenztreffen im "Sportpark Ronhof | Thomas Sommer" der SpVgg Greuther Fürth mit den Abschlussergebnissen der Arbeitsgruppe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu einer möglichen Reform der aktuell fünfgleisigen Regionalliga auseinandergesetzt.
Alle Beteiligten der Zusammenkunft legen Wert auf die Feststellung, dass es sich hierbei um die erste inhaltliche Auseinandersetzung mit den von der DFB-Arbeitsgruppe vorgeschlagenen Lösungen handelt. Die vorherigen Treffen in diesem Kreis dienten ausschließlich der Information zum jeweiligen Sachstand des Fortkommens der DFB-Arbeitsgruppe.
Während des Prozesses der DFB-Arbeitsgruppe waren immer wieder gezielt ausgesuchte Medienvertreter bewusst falsch aus der DFB-Arbeitsgruppe heraus informiert worden. Dies hatte zur Folge, dass in der Berichterstattung fortwährend wahrheitswidrig behauptet wurde und wird, der Bayerische Fußball-Verband verschließe sich einer Lösung mit der Zielsetzung "Der Meister muss aufsteigen!". Das ist falsch! Richtig ist, dass sich der BFV an die Vereinbarung gehalten hat, sich erst dann zu Vorschlägen der DFB-Arbeitsgruppe zu äußern, wenn die inhaltliche Diskussion im Kreis der bayerischen Klub-Vertreter erfolgt ist. Nachdem dieses Treffen erst jetzt nach Vorliegen des DFB-Arbeitsgruppen-Abschlussberichtes möglich gewesen ist, kann und konnte es zuvor auch keine „bayerische Position“ geben.
Beim Treffen in Fürth wurde auf die von der DFB-Arbeitsgruppe erarbeiteten Materialien zurückgegriffen.
Die bayerischen Vertreter stellen nach einer ersten inhaltlichen und ausdrücklich nicht abschließenden Diskussion fest:
"Wir bedanken uns bei allen, die in Fürth mit dabei waren. Es war ein offener, ehrlicher und konstruktiver Diskurs", sagt BFV-Präsident Dr. Christoph Kern: "Der Austausch hat verdeutlicht, dass die bisherigen Ergebnisse und die Beschränkung auf zwei Lösungsvorschläge zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend konsensfähig sind. Wir sind uns einig, dass es einen breiteren Blick braucht. Es dürfen Überlegungen auch nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Es geht um eine mutige Entscheidung für die Zukunft, die nachhaltig sein muss. In dem Treffen wurden weitere Lösungsmöglichkeiten andiskutiert. Um konkreter werden zu können, ist zudem der Wunsch entstanden, eine eigene Arbeitsgruppe zu bilden. Diese wird sich unter anderem auch mit einem Zwei-Phasen-Modell näher befassen, das ambitionierten Vereinen die Umsetzung ihrer Ziele in einem attraktiven Umfeld ermöglicht. Gleichzeitig schützt es kleinere Klubs."