Gemeinsam Lösungen entwickeln, den Fußball vor Ort stärken, zuhören und erklären: Beim Kreisdialog des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) im Kreis Aschaffenburg haben sich Verantwortliche aus Präsidium, Kreis und Hauptamt im Sportheim der Spvgg Niedernberg über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen ausgetauscht.
Exakt 280 Tage nach dem Kreistag in Mechenhard und der Wahl von Xaver Rodenhausen an die Spitze des Fußball-Kreises Aschaffenburg standen Themen im Fokus, die die Vereine und das Ehrenamt unmittelbar beschäftigen und die der BFV am Untermain weiter vorantreiben möchte: Jugendschutz, Hallenmeisterschaften, die digitale Spiel- und Turnierplanung, eine zukunftsorientierte Gestaltung des Spielbetriebs, die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die anstehende Kreisreform in Unterfranken.
Mit den Kreis-Verantwortlichen um Xaver Rodenhausen, Markus Schürrer (Kreis-Spielleiter), Mete Karpis (Kreis-Jugendleiter), Lysanne Väth (Kreis-Beauftragte für Frauen- und Mädchenfußball), Julius Bessler (Gruppen-Schiedsrichterobmann), Kurt Leipold (Vorsitzender Kreis-Sportgericht) und Steffen Stegmann (Kreis-Ehrenamtsreferent) diskutierten BFV-Präsident Christoph Kern, Vizepräsidentin Inge Pirner, Unterfrankens Bezirks-Vorsitzender und Vizepräsident Jürgen Pfau sowie der stellvertretende BFV-Geschäftsführer Fabian Frühwirth.
„Der direkte Austausch vor Ort ist für uns unverzichtbar. Wir wollen zuhören, gemeinsam mit den Verantwortlichen in den Kreisen Lösungen entwickeln und dafür sorgen, dass unsere Vereine bestmögliche Rahmenbedingungen haben. Nur gemeinsam können wir den Amateurfußball zukunftsfähig aufstellen“, sagte BFV-Präsident Christoph Kern.
Der Kreisdialog bot zugleich Gelegenheit, die vielfältige ehrenamtliche Arbeit im Fußball-kreis Aschaffenburg vorzustellen, vom Spielbetrieb und Jugendfußball über den Frauen- und Mädchenfußball bis hin zum Schiedsrichterwesen, Sportgericht und Ehrenamt. Allein den beiden Schiedsrichtergruppen Aschaffenburg/Miltenberg und Kahl gehören aktuell insgesamt 415 aktive und passive Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter an.
Die Planungen für die Reform der aktuell noch vier unterfränkischen Fußball-Kreise sind in vollem Gange, wie Jürgen Pfau berichtete. Die vier Treffen der AG Kreisreform mit Vertreterinnen und Vertretern der Fußball-Kreise haben bereits stattgefunden. Während sich dabei drei Kreise mit klarer Mehrheit für eine Zwei-Kreis-Lösung ausgesprochen hatten, gab es jüngst beim Treffen der Klubs aus dem Kreis Aschaffenburg in Pflaumheim im eingeholten Meinungsbild keine klare Tendenz.