Für wen lebt der Traum vom DFB-Pokal-Ticket weiter, wer muss die Segel streichen? Im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb 2026/27 steht die zweite Hauptrunde vor der Tür. An diesem Dienstag (4. August) steigen 13 Partien, in denen die ersten Tickets für das Achtelfinale vergeben werden. Nachdem sich in der ersten Hauptrunde nahezu ausnahmslos die favorisierten Mannschaften durchgesetzt hatten, dürfen sich die Fußballfans nun auf zahlreiche direkte Duelle zwischen Bayerns Top-Klubs und mehrere reizvolle Pokalderbys freuen.
Auch Titelverteidiger FC Würzburger Kickers will dabei seine Ambitionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung unterstreichen. Der Drittligist gastiert ab 18.30 Uhr im Unterfranken-Derby beim Landesligisten TSV Abtswind und bestreitet damit zugleich die Generalprobe für den Drittliga-Auftakt beim FC Ingolstadt 04 am 8. August. Die Schanzer sind im Toto-Pokal-Wettbewerb am selben Abend ebenfalls gefordert und müssen beim Regionalligisten FC Memmingen bestehen. Während die Allgäuer im Vorjahr bereits in der zweiten Runde am FC Pipinsried (1:5) gescheitert waren, endete für den FC Ingolstadt 04 die Pokalreise erst im Viertelfinale gegen den Drittligisten SSV Jahn Regensburg (3:5 n.E.).
Darüber hinaus hält die zweite Pokalrunde weitere zahlreiche spannende Begegnungen bereit. Im Inn-Salzach-Derby empfängt Bayernligist TSV 1860 Rosenheim Regionalligist SV Wacker Burghausen. Für zusätzliche Brisanz sorgt dabei ein bekanntes Gesicht auf der Rosenheimer Trainerbank: Wolfgang Schellenberg. Der 54 Jahre alte Fußball-Lehrer war in Burghausen als Trainer und Nachwuchsleiter (Juli 2018 bis November 2019) sowie später auch noch für einige Monate als Sportdirektor (Januar bis April 2025) tätig und trifft nun erstmals auf seinen früheren Verein.
Eine Woche später richten sich alle Augen dann nach Mittelfranken: Am 11. August empfängt der FC Wendelstein als letzter im Wettbewerb verbliebener Kreis-Pokalsieger den Drittliga-Absteiger TSV 1860 München. Anstoß ist um 18 Uhr. Der Landesliga-Aufsteiger aus dem Kreis Neumarkt/Jura hatte sich in Runde eins mit 2:1 gegen den SV Unterreichenbach durchgesetzt und durfte sich anschließend bei der Auslosung im Münchner „Haus des Fußballs“ als Kreis-Pokalsieger erneut seinen Wunschgegner aussuchen. Die Wahl fiel auf die Münchner Löwen, die ihr Erstrundenspiel beim FC Eintracht Berglern (Kreis-Pokalsieger Donau/Isar) souverän mit 5:0 gewonnen hatten.
Für den FC Wendelstein ist das Duell gegen den Traditionsverein aus Giesing eines der größten Highlights der Vereinsgeschichte. Entsprechend groß ist die Vorfreude in der Region auf das Aufeinandertreffen mit den Löwen. „Für unseren Verein ist das Duell mit den Löwen etwas ganz Besonderes, schließlich treffen wir in der Toto-Pokal-Hauptrunde erstmals auf einen der traditionsreichsten Klubs Deutschlands. Die Vorfreude auf diese Begegnung ist riesig. Wir sind überzeugt, dass dieses Spiel nicht nur für unseren Verein, sondern für die gesamte Region ein außergewöhnliches Fußballfest werden wird“, sagt Lena Bickel, Verantwortliche für Social Media und Presse der ersten Mannschaft des FC Wendelstein.
Auch Patrick Garbe, der im Verbands-Spielausschuss des Bayerischen Fußball-Verbandes als Spielleiter für den Toto-Pokal verantwortlich ist, blickt der Runde mit großer Vorfreude entgegen: „Da sich in der ersten Hauptrunde die Favoriten keine Blöße gegeben haben, dürfen wir uns jetzt auf zahlreiche Top-Duelle und Pokalderbys freuen. Gleichzeitig ist es eine schöne Geschichte, dass mit dem FC Wendelstein noch ein Kreissieger im Wettbewerb vertreten ist. Das Duell mit dem TSV 1860 München ist genau die Art von Fußballfest, für die unser Toto-Pokal steht – und ein weiterer Beleg dafür, welche Strahlkraft dieser Wettbewerb für Vereine und Regionen in ganz Bayern besitzt.“
Den Schlusspunkt unter die zweite Hauptrunde setzt am Mittwoch, den 12. August um 19 Uhr das Duell zwischen Bayernligist SV Heimstetten und Regionalligist SpVgg Unterhaching. Dann steht endgültig fest, welche 16 Mannschaften ins Achtelfinale eingezogen sind und damit auch weiter vom großen Ziel DFB-Pokal-Hauptrunde 2027/28 träumen dürfen.