Der dritte Sonderlehrgang des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) für aktive und ehemalige Profis ist gestartet. An der Sportschule Oberhaching pauken derzeit prominente Spielerinnen und Spieler für ihre B-Lizenz. Unter anderem denken Florian Niederlechner (TSV 1860 München), Christian Mathenia (1. FC Nürnberg) und Ex-Frauen-Bundesliga-Profi Anja Pfluger (SGS Essen) schon an die Karriere nach der Karriere.
Die BFV-Verbandstrainer Philipp Ropers, Lars Schulz und Robert Lechleiter vermitteln den insgesamt 24 aktiven und ehemaligen Profis die Inhalte der B-Lizenz in einem speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Lehrgangsformat. Während die Ausbildung normalerweise in zwei fünftägigen Präsenzphasen stattfindet, absolvieren die Teilnehmer im Sonderlehrgang fünf zweitägige Präsenzblöcke an der Sportschule Oberhaching. Inhaltlich und vom Umfang her entspricht die Ausbildung dabei vollständig der regulären B-Lizenz, die angepasste Struktur ermöglicht den noch aktiven Profis jedoch weiterhin die Teilnahme am regulären Trainings- und Spielbetrieb in ihren Klubs. Am 24. November erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei bestandener Prüfung ihre Zertifikate.
„Für uns ist das natürlich super. Das Grünwalder Stadion ist eine Viertelstunde von der Sportschule Oberhaching entfernt, da sind die Anfahrtswege enorm kurz. Ich habe alles problemlos mit dem Verein absprechen können und gerade für mich als Münchner ist es optimal, dass der BFV diesen Lehrgang anbietet“, sagt Löwen-Stürmer Florian Niederlechner.
Auch für die beim FC Bayern München ausgebildete Anja Pfluger bietet der Lehrgang mit den anderen Profis eine gute Gelegenheit, die B-Lizenz zu erwerben: „Die Lizenz wollte ich ohnehin machen. Im Frauenbereich kenne ich die Abläufe und Strukturen schon ganz gut. Daher freue ich mich, dass ich mir hier von den Männern etwas abschauen und mich weiterentwickeln kann.“
Der Lehrgang ist dabei nicht nur für Feldspieler interessant. Christian Mathenia, der in seiner Karriere fast 100 Spiele in der Bundesliga und über 150 Zweitliga-Partien absolviert hat, will nach seiner aktiven Zeit Torwarttrainer werden. „Für mich als Torhüter ist vor allem der Perspektivwechsel spannend. Plötzlich geht es nicht mehr nur um den 16-Meter-Raum und den Torhüter, sondern darum, taktisch das gesamte Spielfeld mit seinen 90 oder 100 Metern im Blick zu haben. Als Torwarttrainer arbeitet man sehr individuell, aber es macht unglaublich viel Spaß, auch über den eigenen Bereich hinauszuschauen und neue Perspektiven kennenzulernen.“