Die neue Saison 2026/2027 in der Bayernliga Süd hat direkt einen Höhepunkt zu bieten. Im Eröffnungsspiel treffen am Donnerstag ab 19.30 Uhr mit dem SV Erlbach und Regionalliga-Absteiger SpVgg Hankofen-Hailing zwei ambitionierte Teams in einem Top-Spiel aufeinander. Der SVE rechnet mit einer großen Kulisse in der Holzbau Grübl Arena. Auch BFV-Präsident Christoph Kern wird sich den attraktiven Auftakt und das Duell zweier Aufstiegsaspiranten nicht entgehen lassen.
Der aktuelle Meister TSV 1860 München II greift am Freitag ab 19 Uhr erstmals in das Geschehen ein, wenn im Rahmen des 1. Spieltages der TuS Geretsried an der Grünwalder Straße gastiert. Der SV Kirchanschöring, der den Sprung in die Regionalliga Bayern erst in der Relegation verpasst hatte, startet am Samstag zur ungewohnten Anstoßzeit um 11.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SpVgg Landshut in die neue Spielzeit, während sich erst ab 17 Uhr der FC 1920 Gundelfingen und der FC Deisenhofen im direkten Vergleich gegenüberstehen.
Fünf Begegnungen wurden wegen der ersten Runde um den Toto-Pokal verlegt. So gehen gleich vier Partien am Dienstag (21. Juli) ab 18.30 Uhr über die Bühne. Dabei sind mit dem TSV Schwabmünchen (beim TSV 1874 Kottern), dem TSV 1860 Rosenheim (gegen den SV Schalding-Heining) und dem FSV Pfaffenhofen (beim FC Ismaning) drei weitere Liganeulinge im Einsatz. Außerdem hat der FC Pipinsried in einem Duell zweier früherer Regionalligisten Heimrecht gegen den SV Heimstetten. Erst am Dienstag, 28. Juli, kommt es ab 19.30 Uhr zum Duell zwischen dem FC Sportfreunde Schwaig und Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg.
Nach dem fünften Tabellenplatz in der zurückliegenden Saison will der SV Erlbach, der am Donnerstag ab 19.30 Uhr die SpVgg Hankofen-Hailing zum offiziellen Eröffnungsspiel in der Bayernliga Süd empfängt, in dieser Spielzeit möglichst noch weiter oben angreifen. Dafür hat sich der Verein viel Erfahrung ins Boot geholt. Mit Verteidiger Christoph Schulz und Mittelfeldspieler Denis Ade kamen zwei Akteure vom Regionalligisten SV Wacker Burghausen nach Erlbach. Außerdem schlossen sich unter anderem auch Mittelstürmer Thomas Winklbauer (zuletzt SpVgg Bayreuth) und Torhüter-Routinier Egon Weber (SV Kirchanschöring) dem SVE an. Zumindest Schulz und Weber gehörten im letzten Testspiel beim Landesligisten SSV Eggenfelden (2:0) auch zur Startformation von Trainer Lukas Lechner, der vor dem Start aber auch einige personelle Sorgen hat. So verletzte sich Mittelfeldspieler Simon Hefter in Eggenfelden am Knie. Noch wesentlicher dramatischer war allerdings Mitte Juni der Herzstillstand bei Offensivspieler David Vogl, der dank des beherzten Eingreifens des Sportlichen Leiters Ralf Peiß und einer als Zuschauerin anwesenden Krankenschwester wiederbelebt und stabilisiert werden konnte, ehe das Rettungsteam und ein Notarzt eintrafen. Die SpVgg Hankofen-Hailing schloss ihre Saisonvorbereitung mit einem 3:3 gegen den neuen Ligakonkurrenten SpVgg Landshut ab. "Wir hatten in der Summe mehr Spielanteile und auch die besseren Möglichkeiten. Jetzt sind wir heiß auf den Saisonstart", lautete das Fazit von Defensivspieler Michael Lummer. Pikant: Die letzten beiden Duelle zwischen beiden Teams fanden im Mai 2025 im Rahmen der Regionalliga-Relegation statt. Dabei verteidigten die "Dorfbuam" durch einen 1:0-Auswärtssieg in Erlbach und ein 1:1 vor eigenem Publikum ihren Platz in der 4. Liga. Ein Jahr später konnte das Team von Trainer Tobias Beck den Abstieg jedoch nicht verhindern, so dass es in der Bayernliga Süd nun zum Wiedersehen mit dem SVE kommt.
Die zweite Mannschaft des TSV 1860 München erwartet am Freitag ab 19 Uhr zum Saisonauftakt den TuS Geretsried. Die Gastgeber gehen als aktueller Meister der Bayernliga Süd ins Rennen. Da die eigenen Profis jedoch den eigentlich angestrebten Aufstieg in die 2. Bundesliga verpassten, durften die "Junglöwen" nicht in die Regionalliga Bayern aufsteigen. Da inzwischen der Zwangsabstieg der ersten Mannschaft aus der 3. Liga besiegelt ist, dürfte es auch bei der U21 erhebliche Veränderungen geben und das Team mit einer noch verjüngten Mannschaft an den Start gehen. In der zurückliegenden Saison gewannen die "Sechz'ger" ihr Heimspiel gegen Geretsried 5:0. Im Hinspiel (1:2) setzte es jedoch eine von insgesamt nur sechs Niederlagen. Der TuS musste sich in seiner abschließenden Vorbereitungspartie beim Landesligisten TSV Grünwald 1:2 geschlagen geben. Der neue Trainer Martin Grelics (für Daniel Dittmann/jetzt Co-Trainer beim SV Wacker Burghausen) gibt in München seinen Punktspieleinstand.
Nach dem erst in der Relegation verpassten Aufstieg in die Regionalliga Bayern (2:3und 1:2 gegen den TSV Schwaben Augsburg) startet der SV Kirchanschöring mit dem Heimspiel am Samstag ab 11.30 Uhr gegen Aufsteiger SpVgg Landshut einen neuen Anlauf. Mit der ungewohnten Anstoßzeit machte der SVK zuletzt gute Erfahrungen, denn die Generalprobe für den Saisonauftakt wurde ebenfalls zur Mittagszeit gegen den österreichischen Viertligisten USK Anif 5:1 gewonnen. Unter anderem trug sich Sebastian Dengel doppelt in die Torschützenliste ein. Die Gäste aus Landshut, die als Meister der Landesliga Mitte nach zehn Jahren Abstinenz die Rückkehr in die 5. Liga geschafft hatten, stimmten sich mit einem 3:3 gegen den neuen Ligakonkurrenten SpVgg Hankofen-Hailing auf den Saisonstart ein. Dabei waren der frühere Buchbacher Tobias Steer (2) sowie Ex-Profi und Spielertrainer Sebastian Maier für die SpVgg Landshut erfolgreich.
Der FC 1920 Gundelfingen, der am Samstag ab 17 Uhr mit einem Heimspiel gegen den FC Deisenhofen in die neue Spielzeit startet, ist offenbar gerüstet. Nach dem 3:3 im Testspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt 04 aus der Bayernliga Nord zeigte sich FCG-Trainer Thomas Rudolph sehr zufrieden. "Das Engagement war überragend, dafür hat sich das Team einen freien Tag verdient", lobte der 37-Jährige, obwohl seine Mannschaft einen zwischenzeitlichen 3:1-Vorsprung noch aus der Hand gab. Zuvor hatten die Gundelfinger, die in der Vorsaison überraschend auf Rang vier gelandet waren, aber auch schon beim 1:1 gegen den Regionalligisten FC Augsburg II überzeugt. Der weiterhin von Andreas Pummer betreute FC Deisenhofen zog sich beim 0:2 gegen Drittliga-Zwangsabsteiger TSV 1860 München gut aus der Affäre, musste die beiden Gegentreffer erst in der Schlussphase einstecken. In der abgelaufenen Spielzeit musste sich der FCD in Gundelfingen deutlich 1:5 geschlagen geben. Das Rückspiel in Deisenhofen endete dagegen torlos.
BFV/mspw
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