Sicherheit und Servus, Regelnungen und Reform: Zehn Tage vor dem offiziellen Startschuss zur neuen Saison der Regionalliga Bayern mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem TSV Aubstadt und dem 1. FC Schweinfurt 05 (Donnerstag, 23. Juli 2026, 19 Uhr, live bei BR24Sport) sind die Manager der 19 Klubs zu ihrer Arbeitstagung beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) in München zusammengekommen. Wir fassen die wichtigsten Punkte vom Treffen in den „Brienner Gärten“ für dich zusammen:
Nach dem uneinheitlichen Ergebnis der deutschlandweiten Vereins-Abstimmungen bleibt es für BFV-Präsident Christoph Kern dabei, „dass es eine Lösung für die Aufstiegsfrage geben muss. Wir haben immer gesagt, dass das nicht mal so schnell-schnell geht“. Im nächsten Schritt und dem eindeutigen Votum für eine Veränderung „werden die Regionalverbände jetzt gemeinsam mit dem DFB an einem Tisch zusammenkommen und sich weitere, neue Lösungen ansehen und diskutieren müssen. Ich bleibe dabei: Es braucht eine nachhaltige Lösung!“
Kontinuität herrscht weiter auf den Positionen der Liga-Sprecher: Die Manager votierten ohne Gegenstimme für eine weitere Amtszeit von Sebastian Dremmler (FC Bayern München) und Andreas Huber (SV Wacker Burghausen). Dremmler bleibt damit vorrangig erster Ansprechpartner für die Profi-Vereine, Huber für die Amateurklubs.
Stellvertretend für die bayerischen Regionalligisten verabschiedeten die beiden Liga-Sprecher Sebastian Dremmler und Andreas Huber auf der Tagung Josef Janker, der die höchste Spielklasse im Freistaat als Vorsitzender des Verbands-Spielausschusses beim Bayerischen Fußball-Verband seit ihrer Gründung 2012 maßgeblich mitgeprägt und organisiert hatte. „Danke für Deine großartige Arbeit in all diesen Jahren“, sagten Dremmler und Huber: „Du warst mit Leidenschaft dabei und hattest sicherlich auch deine Leidensfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Schließlich war es eine absolute Herausforderung, alle Interessen der Klubs in Einklang zu bringen – wir wissen, dass das alles andere als einfach ist. Dennoch: Du hast es immer hinbekommen. Auch wenn wir heute Servus sagen, bist Du auch weiterhin bei uns in allen Stadien herzlich willkommen.“
Josef Janker hatte auf dem BFV-Verbandstag im Mai dieses Jahres nicht für eine weitere Amtszeit kandidiert. Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten Andreas Mayländer, der den Managern jetzt persönlich von Jürgen Faltenbacher – der BFV-Schatzmeister verantwortet den Spielbetrieb in Bayern und ist Vorsitzender der Regionalliga-Zulassungskommission – auch offiziell vorgestellt worden ist.
Nach der Premiere im Jahr 2024 hat der BFV auch bei der diesjährigen Managertagung seinen Saisonreport zur Spielzeit 2025/26 der Regionalliga Bayern mit den wichtigsten Kennzahlen veröffentlicht, der ab sofort zum Download bereitsteht. „Mit unserem jährlichen Zahlenwerk wollen wir unseren Klubs eine zusätzliche Orientierungshilfe geben, was die Reichweiten angeht. Dazu geht der umfassende Statistik-Teil auch auf das sportliche Abschneiden der abgelaufenen Saison sowie auf die Art der Sportgerichtsfälle ein oder gibt einen Einblick in die Einsätze der Unparteiischen. „Während wir im Punkt des Zuschauerinteresses in etwa das Vorjahres-Niveau erreichen, haben wir in der medialen Reichweite noch weiter zugelegt“, sagte Jürgen Faltenbacher bei der Vorstellung.
In einer Umfrage zur Abstiegsregelung für die jetzt startende Saison gab es eine deutliche Mehrheit von 96 Prozent, die sich für zwei Direkt-Absteiger in die Bayernligen ausgesprochen haben. Nur vier Prozent votierten für drei Absteiger. „Das Ergebnis ist klar“, sagte der neue Verbands-Spielleiter Andreas Mayländer: „Damit, und das muss allen klar sein, kann es in der Abstiegsrelegation zu zwei Runden kommen.“
Die Änderungen und Neuerungen im Regelwerk skizzierte Verbands-Schiedsrichterobmann Sven Laumer und wünschte sich „weiterhin diese vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Regionalligisten. Wenn etwas nicht passt, müssen wir reden – das haben wir in der abgelaufenen Saison getan, das wollen wir auch weiterhin tun“.
Mit Blick auf die neue Spielzeit in der bayerischen Spitzen-Spielklasse hat der Bayerische Fußball-Verband mit den Sicherheitsbeauftragten der teilnehmenden Klubs parallel zur Managertagung einen Workshop abgehalten. Dabei stand unter anderem auch die Organisation von Partien mit besonders zuschauerträchtigen Vereinen unter Sicherheitsaspekten auf der Agenda. „Wir werden gut vorbereitet sein, wenn der Ball in der neuen Saison rollt“, sagte Andreas Mayländer: „Deshalb dieser Workshop speziell mit den Sicherheitsbeauftragten.“
Der Bayerische Fußball-Verband plant, zur Saison 2027/28 erstmals ein Spiel um den „BFV-Supercup“ auszutragen: Dabei soll der Meister der Regionalliga Bayern auf den Toto-Pokal-Sieger treffen. Erste Gedanken wurden jetzt bei der Tagung den Managern vorgestellt. So würde für den Fall, dass Toto-Pokal-Sieger und Regionalliga-Meister identisch sind, der Vize-Meister das Spiel um den „BFV-Supercup“ bestreiten. Die Partie soll an einem neutralen Ort stattfinden. „Es ist auf jeden Fall die Überlegung wert, sich intensiver mit den Rahmenbedingungen und Termin-Optionen eines möglichen Supercup-Spiels auseinanderzusetzen – bis zur Winterpause soll das konkreter werden, dann möchten wir mit euch über dieses Format sprechen“, sagte Verbands-Spielleiter Andreas Mayländer.