Das Schiedsrichter-Assistenten-Wesen in Bayern hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Ziel des neuen Konzepts ist es, leistungsstarken Schiedsrichter-Assistenten (SRA) mehr Einsatzmöglichkeiten zu geben, Talente gezielt zu fördern und die Qualität in den höchsten bayerischen Spielklassen langfristig zu sichern.
Seit der Saison 2022/23 wurde der SRA-Kader der Regionalliga Bayern schrittweise von rund 190 auf künftig etwa 45 BFV-SRA reduziert. Durch die kleineren Kader erhalten leistungsstarke Assistenten mehr Spielansetzungen – und gleichzeitig entstehen bessere Möglichkeiten für individuelles Coaching und gezielte Weiterentwicklung.
Ein ähnlicher Weg wurde auch in der Bayernliga eingeschlagen: Der dortige Sichtungskader mit rund 15 Assistenten bildet inzwischen die zentrale Förderstufe für junge Spezial-SRA auf ihrem Weg in die Regionalliga Bayern.
Der aktuelle SRA-Kader der Regionalliga Bayern setzt sich aus verschiedenen Entwicklungsgruppen zusammen. Neben Schiedsrichtern aus der Bayernliga und Landesliga mit Perspektive als Hauptschiedsrichter gehören dazu der BFV-Spezial-SRA-Kader sowie der DFB-Spezial-SRA-Kader für Talente mit Perspektive Richtung 3. Liga. Ergänzt wird das System durch NLZ-Referees sowie erfahrene Assistenten aus dem DFB- und Frauen-Bundesliga-Bereich.
Dass dieses Konzept Wirkung zeigt, belegen die ersten erfolgreichen Entwicklungsschritte. Aus dem Bayernliga-Sichtungskader schafften mehrere SRA den Sprung in die Regionalliga Bayern: Fabian Jürschik (Mittelfranken), Maximilian Scheungrab (Niederbayern), Niklas Rumpel (Mittelfranken), Balasz Schroeder (Niederbayern), Sascha Thiemann (Mittelfranken), Yunis Widholz (Oberbayern) und Ken Eichentopf (Oberbayern).
Auch der Weg in Richtung DFB zeigt weitere Erfolge: Nach David Kern (Unterfranken) und Sebastian Stadlmayr (Schwaben), die in den vergangenen Jahren den nächsten Schritt gemacht haben, hat mit Raffael Dauner (Oberbayern) erneut ein SRA aus dem Perspektivbereich den Sprung in Richtung 3. Liga geschafft.
Das SRA-Kompetenzteam um Simon Marx, Christoph Stühler und Johannes Lorenz freut sich über diese starken Leistungen und gratuliert allen nominierten Schiedsrichter-Assistenten herzlich zu ihren Berufungen.
Das neue Modell zeigt deutlich, dass sich der SRA-Bereich zunehmend zu einem eigenständigen Leistungsweg mit klaren Strukturen entwickelt. Durch gezielte Förderung, intensives Coaching und transparente Perspektiven sollen auch künftig bayerische SRA den Weg in höhere Spielklassen finden.