Die Saison 2025/26 neigt sich ihrem Ende entgegen. Im Rahmen der DFB- und BFV-Aktion „Fair ist mehr“ würdigt der BFV Schwaben jedoch noch ein besonders vorbildliches Verhalten aus der vergangenen Hallensaison.
Bei der Hallenkreismeisterschaft der U13-Juniorinnen trafen im letzten Turnierspiel des Tages die Nachwuchsspielerinnen der JFG Lech-Schmutter und des TSV 1861 Nördlingen aufeinander. Die JFG war krankheitsbedingt ohne Ersatzspielerin angereist und musste im Laufe des Turniers zudem eine verletzungsbedingte Auswechslung hinnehmen. Somit standen für das abschließende Spiel gegen die Rieserinnen nur noch vier einsatzfähige Spielerinnen zur Verfügung.
Nach vorheriger Absprache mit dem Gegner entschied sich Nördlingens Trainerin Lara Helmschrott daraufhin, ebenfalls nur vier Spielerinnen aufs Feld zu schicken. Als sich im weiteren Spielverlauf eine weitere Akteurin der JFG verletzte, reagierte Helmschrott erneut sofort: Sie reduzierte die Anzahl ihrer Spielerinnen ein weiteres Mal und wies ihr Team an, auf Offensivaktionen zu verzichten. Für sie standen die Gesundheit und der Spaß aller Beteiligten über dem sportlichen Erfolg.
Dieses außergewöhnlich faire Verhalten meldete Tina Lechner, Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses Schwaben, für die Aktion „Fair ist mehr“: „Für Lara und ihr Team war das keine große Sache, sondern eine Selbstverständlichkeit. Leider erleben wir häufig auch das Gegenteil – immer wieder gibt es Mannschaften, die solche Notlagen auf dem Platz ausnutzen. Umso dankbarer sind wir für Trainerinnen wie Lara, die insbesondere im Mädchenfußball als Vorbilder vorangehen und wichtige Werte an ihre Spielerinnen weitergeben.“