Die Relegation zur Bayernliga-Saison 2025/2026 ist beendet. In den Rückspielen der zweiten Runde sicherten sich drei Teams die letzten Tickets für die 5. Liga. Danach steht fest: Mit dem FSV Stadeln und dem TuS Geretsried gibt es zwei weitere Aufsteiger. Die DJK Gebenbach schaffte trotz dreier Platzverweise den Klassenverbleib, während die SpVgg Unterhaching II absteigen muss.
In der Gruppe Nord gewann der FSV Stadeln aus der Landesliga Nordost nach dem 4:0-Hinspielsieg gegen den TuS Frammersbach (Landesliga Nordwest) auch das Rückspiel 2:1 und machte damit den erstmaligen Sprung in die Bayernliga perfekt. Der TuS Geretsried aus der Landesliga Südost verlor zwar in der Gruppe Süd beim Südwest-Vizemeister TSV Schwabmünchen 1:2, hatte aber das Hinspiel vor eigenem Publikum ebenfalls 4:0 gewonnen.
Im Aufeinandertreffen zweier bisheriger Bayernligisten erkämpfte die DJK Gebenbach in der Gruppe Mitte gegen die SpVgg Unterhaching ein 1:1, obwohl im Laufe der zweiten Halbzeit gleich drei DJK-Kicker des Feldes verwiesen wurden. Nach dem 2:0 beim Hinspiel in Haching reichte Gebenbach das Remis zum Klassenverbleib.
TuS Frammersbach - FSV Stadeln 1:2 (1:0), Hinspiel 0:4
Der FSV Stadeln, Vizemeister der Landesliga Nordost, ist erstmals in die Bayernliga aufgestiegen. Nach dem 4:0-Hinspielsieg vor eigenem Publikum setzte sich das Team auch im zweiten Duell beim TuS Frammersbach 2:1 (0:1) durch. Vor 930 Zuschauer*innen brachte Tim Zachrau (45.+3) den Nordwest-Tabellenzweiten zwar in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Führung. Marco Weber (48., Foulelfmeter) beseitigte aber kurz nach der Pause wohl schon die letzten Frammersbacher Aufstiegshoffnungen. In der Schlussphase besorgte der erst kurz zuvor eingewechselte Maximilian Hirschmann (89.) Stadelns Siegtreffer. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch 18 Spieler auf dem Platz. Zunächst hatten der Frammersbacher Fabian Lurz und Stadelns Thomas Müller die Rote Karte gesehen (50.). Später handelten sich auch noch die beiden TuS-Kicker Dominik Englert (58.) und Torschütze Tim Zachrau (65.) jeweils die "Ampelkarte" ein. Die Überzahl nutzte der FSV Stadeln, um bei seinem ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte in die Bayernliga nichts mehr anbrennen zu lassen.
DJK Gebenbach - SpVgg Unterhaching II 1:1 (1:1), Hinspiel 2:0
Die DJK Gebenbach bleibt in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse. Nach dem 2:0-Auswärtserfolg im Hinspiel bei der SpVgg Unterhaching II reichte im Rückspiel auf eigenem Platz ein 1:1 (1:1), um als einziger bisheriger Bayernligist in der Relegation den Klassenverbleib zu sichern. Dabei standen in der Schlussphase nur noch acht Gebenbacher auf dem Platz. Vor der Pause fielen vor 1.550 Fans beide Treffer innerhalb weniger Minuten. David Vidovic (28.) legte für Gebenbach vor, Nino Hodzic (32.) gelang der Ausgleich für die Gäste. Obwohl im zweiten Durchgang nacheinander die drei DJK-Kicker Jan Fischer (Rote Karte/55.), Fabian Vogl (Rote Karte/75.) und Johannes Scherm (Gelb-Rot/75.) des Feldes verwiesen wurden, blieb es bis zum Abpfiff bei diesem Ergebnis, das Gebenbach den Klassenverbleib bescherte. Die Hachinger rannten in Überzahl an, fanden jedoch keine Lücke mehr und müssen nach nur einer Saison in der Bayernliga Süd zurück in die Landesliga.
TSV Schwabmünchen - TuS Geretsried 2:1 (1:0), Hinspiel 0:4
Der 2:1 (1:0)-Heimsieg im Relegationsrückspiel gegen den TuS Geretsried reichte dem TSV Schwabmünchen, Tabellenzweiter der Landesliga Südwest, nicht mehr zur Rückkehr in die Bayernliga. Das erste Duell hatte nämlich der Südost-Vizemeister aus Geretsried 4:0 gewonnen. Zwischenzeitlich sah es vor 462 Besucher*innen so aus, als könnten es die Hausherren aus Schwabmünchen zumindest noch einmal spannend machen. Nach Toren von Luca Boyer (34.) und Tim Uhde (55., Foulelfmeter) führte der TSV bereits 2:0 und hatte zu diesem Zeitpunkt noch mehr als eine halbe Stunde lang Zeit. Spätestens nach dem Anschlusstor von Fabio Pech (81.) war jedoch klar, dass der TuS Geretsried in der Addition der beiden Partien die Oberhand behalten und den Aufstieg in die Bayernliga feiern wird. Schwabmünchen muss einen neuen Anlauf nehmen.
BFV/mspw