Am Dienstag sind die Entscheidungen gefallen: In den beiden Rückspielen der Relegation zur Regionalliga Bayern wurden die letzten Tickets für die kommende Saison 2025/2026 in Bayerns höchster Spielklasse vergeben.
Dabei sicherte sich die SpVgg Hankofen-Hailing durch ein 1:1 vor eigenem Publikum gegen den SV Erlbach den Klassenverbleib. Die "Dorfbuam" hatten das Hinspiel beim Vertreter der Bayernliga Süd 1:0 gewonnen.
Auch der SV Viktoria Aschaffenburg bleibt drin. Dabei setzten sich die Unterfranken erst in einem Elfmeterkrimi gegen den SC Eltersdorf, Vizemeister der Bayernliga Nord, 4:1 durch. Während der regulären Spielzeit hatte die Viktoria mit einem späten 1:0 (0:0)-Heimsieg den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel ausgeglichen. In der Verlängerung fielen keine Tore, so dass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Dort hatten die Aschaffenburger das bessere Ende für sich.
Die SpVgg Hankofen-Hailing bleibt in der Regionalliga Bayern. Das Team um Spielertrainer Tobias Beck kam im Rückspiel der Relegation vor 2.500 Zuschauer*innen zu einem 1:1 (0:1) gegen den SV Erlbach aus der Bayernliga Süd und machte damit den Klassenverbleib perfekt. Das Hinspiel in Erlbach hatten die "Dorfbuam" schließlich vor mehr als 2.400 Fans 1:0 gewonnen. Im zweiten Duell glichen die Erlbacher den Rückstand kurz vor der Pause aus. Leonhard Thiel (45.) traf zur Führung für die Gäste. In der zweiten Halbzeit markierte Daniel Rabanter (61.) mit einem 20-Meter-Schuss den umjubelten Ausgleich und sorgte dafür, dass die SpVgg Hankofen-Hailing erstmals in der Vereinsgeschichte zwei Spielzeiten in Folge in der Regionalliga Bayern am Ball sein wird. In ihrer ersten Saison in Bayerns höchster Spielklasse (2022/2023) war die SpVgg noch auf Platz 18 gelandet und direkt wieder abgestiegen. Der SV Erlbach lieferte sich mit den Gastgebern ein spannendes Duell auf Augenhöhe, verpasste jedoch am Ende den erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga Bayern nur knapp.
Tobias Beck (Spielertrainer SpVgg Hankofen-Hailing): "Wir haben die Relegation verdient gewonnen, wenn man die 180 Minuten betrachtet. Im Rückspiel waren wir aktiver und bekommen kurz vor dem Halbzeitpfiff das Gegentor. Danach hat meine Mannschaft ihr wahres Gesicht gezeigt. Wir waren dadurch in der zweiten Halbzeit klar besser und erzielen den verdienten Ausgleich. Wir haben leidenschaftlich gekämpft. Ich bin stolz, hier Trainer zu sein. Der Verein und auch die Mannschaft haben Charakter gezeigt."
Lukas Lechner (Trainer SV Erlbach): "Wir sind gut ins Spiel gekommen, gehen auch in der ersten Halbzeit in Führung und kriegen dann durch einen super Sonntagsschuss den Ausgleich. Danach sind wir ein bisschen eingebrochen. Glückwunsch an beide Mannschaften zu diesem Relegations-Fight. Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben eine super Saison gespielt. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft. Glückwunsch an Hankofen zum Klassenverbleib."
Der SV Viktoria Aschaffenburg bleibt für eine weitere Saison in der Regionalliga Bayern. Bis das feststand, erlebten die 2.838 Zuschauer*innen im Stadion am Schönbusch einen Krimi im Rückspiel der Relegation gegen den SC Eltersdorf, der das Hinspiel vor eigenem Publikum 1:0 gewonnen hatte. Bis kurz vor dem Abpfiff hielten die "Quecken" in Aschaffenburg ein 0:0 und waren damit schon sehr nah dran am Aufstieg in die 4. Liga. Unter anderem hatte der SCE auch noch Pech mit einem Pfostenschuss von Manuel Stark. Dann aber rettete ein Kopfballtor des eingewechselten Michael Gorbunow (87.) die Viktoria doch noch in die Verlängerung. Weil dort keine Tore fielen (unter anderem Lattentreffer von Aschaffenburgs Alen Camdzic), ging es ins Elfmeterschießen. Während mit Clay Verkaj, Alen Camdzic, Jan-Philipp Stein und Arda Nadaroglu die ersten vier Aschaffenburger Schützen allesamt trafen, versagten auf Eltersdorfer Seite Kapitän Maximilian Göbhardt und Yannik Jassmann die Nerven. So verpassten die "Quecken" die Rückkehr in die Regionalliga Bayern auf die denkbar unglücklichste Art und Weise und müssen jetzt in der nächsten Saison in der Bayernliga Nord einen neuen Anlauf nehmen.
BFV/mspw