Die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg, aktuell Spitzenreiter in der Regionalliga Bayern, wird auch in der kommenden Saison in Bayerns höchster Spielklasse antreten. Der Verein hat sich aufgrund infrastruktureller und wirtschaftlicher Themen sowie wegen des bisherigen Ausbildungskonzeptes dazu entschieden, trotz der vielversprechenden Ausgangslage keinen Zulassungsantrag für die 3. Liga zu stellen. Die Mannschaft sowie der DFB wurden bereits informiert. Das gab der FCN am Mittwoch bekannt.
"Wir alle streben nach maximalem sportlichen Erfolg. Ein Aufstieg in die 3. Liga hätte jedoch auf mehrere Bereiche weitreichende Implikationen gehabt. Wir könnten die Spiele nicht mehr auf dem Max-Morlock-Platz austragen, sondern müssten mit einer dritten Mannschaft im Stadion oder in einer alternativen Spielstätte spielen", sagt Joti Chatzialexiou, Nürnbergs Vorstand Sport.
Der FCN hatte daher eine wirtschaftliche Machbarkeitsanalyse durchgeführt, um mögliche Alternativen zu prüfen. Ein Spielbetrieb mit drei Mannschaften im Max-Morlock-Stadion wäre mit Blick auf die Abstimmung der jeweiligen Spielpläne der einzelnen Wettbewerbe ohnehin nicht möglich gewesen. Das Ergebnis war klar, in Spielstätten im Umland hätten große Summen investiert werden müssen, um den Anforderungen der 3. Liga gerecht werden zu können. Außerdem hätten sich die bisherigen Kaderkosten verändert, was ebenfalls in die wirtschaftliche Analyse eingeflossen ist.
"Uns als Verein ist wichtig zu betonen, dass wir stolz und sehr glücklich darüber sind, uns diese Gedanken überhaupt gemacht haben zu dürfen. Denn das bestätigt eindrucksvoll, wie gut im ClubNachwuchs gearbeitet wird. Wir haben bereits bewiesen, dass unser bestehendes Ausbildungskonzept in der Regionalliga gut funktioniert, welches wir nun auch so weiterführen werden", so Joti Chatzialexiou.
Bis zum 2. März hätten die Unterlagen für die 3. Liga beim DFB eingereicht werden müssen, auf diesen Schritt verzichtet der FCN aus den genannten Gründen.
BFV/mspw