Es geht um das 20. und letzte Ticket für die kommende Saison 2026/2027 in der 3. Liga. In den Aufstiegsspielen trifft der FC Würzburger Kickers als Bayerischer Amateurmeister auf den 1. FC Lokomotive Leipzig als Titelträger der Regionalliga Nordost. Für beide Vereine ist es jeweils die dritte Teilnahme an den Playoff-Spielen um den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse.
Am Donnerstag ging das Hinspiel im Leipziger Bruno-Plache-Stadion über die Bühne. Auch BFV-Präsident Christoph Kern war vor Ort und sah einen 1:0-Erfolg der Würzburger Kickers. Das entscheidende zweite Duell findet dann am Montag, 1. Juni, ab 18.30 Uhr in der AKON ARENA am Dallenberg in Würzburg statt. MagentaSport überträgt erneut live.
Bei Punkt- und Torgleichstand nach beiden Partien ist die Anzahl der auswärts erzielten Tore - wie im Europapokal - nicht mehr ausschlaggebend. Bei einem Remis in der Summe beider Partien geht das Rückspiel in die Verlängerung (zweimal 15 Minuten). Fällt auch dort keine Entscheidung, folgt ein Elfmeterschießen.
Insgesamt wird bereits zum 14. Mal seit der Einführung der Playoff-Duelle mindestens ein Aufsteiger in die 3. Liga in zwei Aufstiegsspielen ermittelt. Dabei kommt es allerdings erst zum zweiten Mal zum Aufeinandertreffen zweier Teams aus den Regionalliga-Staffeln Nordost und Bayern. Die Premiere gab es in der Saison 2022/2023. Der damalige Bayern-Meister SpVgg Unterhaching legte bereits im Hinspiel mit einem 2:1-Auswärtssieg beim Nordost-Vertreter FC Energie Cottbus den Grundstein für den Schritt in die 3. Liga. Im Rückspiel im heimischen Sportpark Unterhaching legte die SpVgg ein 2:0 zum Aufstieg nach.
Bei insgesamt zehn Teilnahmen an den Aufstiegsspielen schafften sechs Vereine aus der Regionalliga Bayern den Sprung in die 3. Liga. Darunter waren in der Saison 2014/2015 auch schon die Würzburger Kickers, die sich damals gegen den 1. FC Saarbrücken (1:0 und 6:5 im Elfmeterschießen) durchgesetzt hatten. In der Spielzeit 2023/2024 scheiterten die Würzburger auf dramatische Art und Weise an der zweiten Mannschaft von Hannover 96 (1:0 und 4:5 im Elfmeterschießen). Diesmal soll es wieder anders laufen.
Die Würzburger Kickers haben gute Chancen auf ihre erste Saison in der 3. Liga seit der Spielzeit 2021/2022. Der Vertreter der Regionalliga Bayern hat sich mit dem 1:0 (0:0)-Auswärtssieg im Hinspiel beim 1. FC Lokomotive Leipzig, dem Meister der Regionalliga Nordost, einen Vorteil in den Aufstiegsspielen verschafft. Vor 10.787 Zuschauer*innen im Bruno-Plache-Stadion sorgte Liam Omore (50.) nach Vorarbeit von Tarsis Bonga per Kopf für den einzigen Treffer der Begegnung. Im Anschluss verpasste es das Team von Trainer Michael Schiele mit einigen vergebenen Torchancen, die Ausgangslage für das zweite und entscheidende Aufeinandertreffen am Montag, 1. Juni (ab 18.30 Uhr, live bei MagentaSport), in Würzburg noch weiter zu verbessern.
Jochen Seitz (Trainer 1. FC Lokomotive Leipzig: "Würzburg war im zweiten Durchgang aktiver und hat im Mittelfeld mehr Zweikämpfe gewonnen, so dass die Kickers in ihr Umschaltspiel gekommen sind. Da hatten wir in der einen oder anderen Szene auch das notwendige Glück. Wir haben alles versucht, hatten aber nicht genug Durchschlagskraft nach vorne."
Michael Schiele (Trainer FC Würzburger Kickers): "Wir haben ein gutes Spiel vor dieser Kulisse abgeliefert. Wir hatten die etwas größeren Anteile und die klareren Torchancen. Wir haben defensiv kaum etwas zugelassen und dennoch auch immer wieder sehr offensiv gespielt. Es ist ein wenig ärgerlich, dass wir nicht das zweite oder dritte Tor erzielt haben. Aber so müssen unsere Antennen weiterhin ausgefahren sein. Wir wissen, dass wir im Heimspiel genauso aktiv auftreten müssen."
BFV/mspw