Die Entscheidung steht bevor: Im Rückspiel der Aufstiegsspiele am Montag (ab 18.30 Uhr, live bei MagentaSport) wird die Frage beantwortet, ob sich der FC Würzburger Kickers oder der 1. FC Lokomotive Leipzig das 20. und letzte Ticket für die kommende Saison 2026/2027 in der 3. Liga sichern kann. Die Würzburger gehen dabei mit einem Vorteil in das zweite Aufeinandertreffen. Dank eines Kopfballtreffers von Liam Omore (50.) hatten sich die Kickers in Leipzig 1:0 durchgesetzt. Das Rückspiel in der Würzburger AKON ARENA am Dallenberg ist ausverkauft.
Bei Punkt- und Torgleichstand nach beiden Partien ist die Anzahl der auswärts erzielten Tore - wie im Europapokal - nicht mehr ausschlaggebend. Bei einem Remis in der Summe beider Partien geht das Rückspiel in die Verlängerung (zweimal 15 Minuten). Fällt auch dort keine Entscheidung, folgt ein Elfmeterschießen.
Insgesamt wird bereits zum 14. Mal seit der Einführung der Playoff-Duelle mindestens ein Aufsteiger in die 3. Liga in zwei Aufstiegsspielen ermittelt. Dabei kommt es allerdings erst zum zweiten Mal zum Aufeinandertreffen zweier Teams aus den Regionalliga-Staffeln Nordost und Bayern. Die Premiere gab es in der Saison 2022/2023. Der damalige Bayern-Meister SpVgg Unterhaching legte bereits im Hinspiel mit einem 2:1-Auswärtssieg beim Nordost-Vertreter FC Energie Cottbus den Grundstein für den Schritt in die 3. Liga. Im Rückspiel im heimischen Sportpark Unterhaching legte die SpVgg ein 2:0 zum Aufstieg nach.
Bei insgesamt zehn Teilnahmen an den Aufstiegsspielen schafften sechs Vereine aus der Regionalliga Bayern den Sprung in die 3. Liga. Darunter waren in der Saison 2014/2015 auch schon die Würzburger Kickers, die sich damals gegen den 1. FC Saarbrücken (1:0 und 6:5 im Elfmeterschießen) durchgesetzt hatten. In der Spielzeit 2023/2024 scheiterten die Würzburger auf dramatische Art und Weise an der zweiten Mannschaft von Hannover 96 (1:0 und 4:5 im Elfmeterschießen). Diesmal soll es wieder anders laufen.
Der FC Würzburger Kickers kann am Montag (ab 18.30 Uhr) gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig den letzten Schritt machen, um erstmals seit der Saison 2021/2022 wieder in der 3. Liga an den Start zu gehen. Dank des 1:0-Auswärtserfolges im Hinspiel würde bereits ein Unentschieden zum Sprung in die dritthöchste Spielklasse reichen. "Ich bin absolut zuversichtlich", sagte Torschütze Liam Omore im Interview bei MagentaSport. "Die Tür ist offen, wir treten sie am Montag ein." Sogar eine noch bessere Ausgangslage mit einem höheren Sieg wäre möglich gewesen. "Aber so müssen unsere Antennen weiterhin ausgefahren sein", meint Kickers-Trainer Michael Schiele. "Wir wissen, dass wir im Heimspiel genauso aktiv auftreten müssen wie im ersten Duell."
Der 1. FC Lokomotive Leipzig geht nicht nur mit einer Niederlage, sondern auch einer statistischen Hypothek ins Rückspiel. Bislang ist es noch keiner Mannschaft in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gelungen, eine Heimniederlage im Hinspiel in der folgenden Auswärtsbegegnung noch zu drehen. "In der zweiten Halbzeit haben wir nach dem Gegentor den Faden verloren. Wir mussten sogar froh sein, dass Würzburg nicht das zweite Tor macht", gab Leipzigs Kapitän Djamal Ziane bei MagentaSport zu. "Der volle Fokus liegt nun auf dem Rückspiel. Es ist noch nichts verloren." Leipzig droht bei der dritten Teilnahme an den Aufstiegsspielen auch zum dritten Mal die 3. Liga zu verpassen.
BFV/mspw