Zwei Tickets sind für die Saison 2026/2027 in der Regionalliga Bayern noch zu vergeben. In der Relegation spielen zwei Teams der höchsten bayerischen Spielklasse sowie jeweils ein Vertreter aus der Bayernliga Nord und Bayernliga Süd die letzten beiden freien Startplätze für die 4. Liga aus.
Den Auftakt machen mit dem Hinspiel am Dienstag (ab 19 Uhr, hier geht's zum Liveticker) der SV Kirchanschöring aus der Bayernliga Süd und der aktuelle Bayern-Regionalligist TSV Schwaben Augsburg. Auch BFV-Präsident Christoph Kern wird sich diese spannende Begegnung nicht entgehen lassen und selbst vor Ort sein. Die Entscheidung über Klassenverbleib oder Aufstieg fällt dann im zweiten Duell am Freitag (ab 18 Uhr) in Augsburg.
Das andere Hinspiel steigt erst am Freitag, 29. Mai, (ab 18.30 Uhr) zwischen dem ASV Cham aus der Bayernliga Nord und einem weiteren Team aus Bayerns höchster Spielklasse. Der Grund: Der Tabellen-16. der Regionalliga Bayern wird erst nach dem Abschluss der Relegation zur 2. Bundesliga feststehen. Sollte die SpVgg Greuther Fürth in in der 2. Bundesliga bleiben, dann würde die zweite Mannschaft des "Kleeblatts" den Relegationsplatz zur Regionalliga einnehmen. Steigt die SpVgg Greuther Fürth jedoch in die 3. Liga ab, dann würde der SV Viktoria Aschaffenburg den Platz einnehmen und die SpVgg Greuther Fürth II in die Bayernliga absteigen.
Der Sieger aus Hin- und Rückspiel spielt in der Saison 2026/2027 in der Regionalliga Bayern. Bei Gleichstand nach Addition beider Spielergebnisse wird das Rückspiel um 2x15 Minuten verlängert. Sollte auch dann noch keine Entscheidung gefallen sein, entscheidet das Elfmeterschießen über die Qualifikation für die kommende Regionalliga-Saison.
Der Bayerische Fußball-Verband bietet auch jetzt in der Relegation jeweils kurz nach Spielschluss kommentierte Einzel-Zusammenfassungen mit den Stimmen der Protagonisten auf seinem YouTube-Kanal sowie auf der BFV-Website an.
Trainer Thomas Leberfinger könnte sich mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte vom SV Kirchanschöring verabschieden. Für den Tabellendritten der Bayernliga Süd ist im Relegationshinspiel an diesem Dienstag (ab 19 Uhr, hier geht's zum Liveticker) gegen den TSV Schwaben Augsburg ein erster Schritt in Richtung des erstmaligen Aufstiegs in die Regionalliga Bayern möglich. Leberfinger, der während seiner aktiven Zeit selbst 143 Regionalliga-Partien absolviert hat, hört zum Saisonende aus persönlichen Gründen als Trainer auf. Mit dem bislang spielenden Co-Trainer Christoph Dinkelbach steht der Nachfolger bereits parat. Die Relegation kann der SVK mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen am Stück in Angriff nehmen.
Der TSV Schwaben Augsburg, der am 18. Mai 2024 mit einem 1:0-Auswärtssieg in Kirchanschöring den Aufstieg in die Regionalliga Bayern perfekt gemacht hatte und nun an den Ort dieses großen Erfolges zurückkehrt, konnte sich bis zum zurückliegenden Wochenende noch Hoffnungen auf die direkte Rettung machen. Die "Schwabenritter" hatten allerdings beim FV Illertissen mit 1:2 das Nachsehen. Weil auch der Stadtrivale FC Augsburg II verlor (0:1 gegen den FC Memmingen), hätte dem TSV Schwaben bereits ein Unentschieden gereicht. "Dass wir es nicht geschafft haben, auch noch das zweite Tor zu erzielen, fühlt sich natürlich extrem bitter an", so TSV-Spielertrainer Matthias Ostrzolek, der im Sommer als Chefcoach zum Ligakonkurrenten SV Wacker Burghausen wechseln wird: "Andererseits habe ich den Jungs gesagt, dass wir es in der Winterpause wohl unterschrieben hätten, wenn wir die Chance bekommen, über die Relegation in der Liga zu bleiben. Jetzt haben wir zwei Zusatzspiele und werden sie auch erfolgreich bestreiten", ist der Ex-Profi überzeugt.
BFV/mspw