Der aktuelle Tabellenzweite SpVgg Unterhaching wird nicht als Vertreter der Regionalliga Bayern an den Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Nordost antreten. Im Falle der sportlichen Qualifikation würde der ehemalige Bundesligist "nach Abwägung aller relevanten Kriterien" auf die Chance verzichten, in die 3. Liga aufzusteigen. Das teilte der Klub am Dienstag offiziell mit.
"Wir müssen realistisch sein und feststellen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Wiederaufstieg nicht gegeben sind", erklärt Unterhachings Präsident Manfred Schwabl. "Für die Mannschaft, das Trainerteam und unsere Fans ist das nach der starken Leistung in dieser Saison natürlich eine Enttäuschung. Die Perspektive auf einen Aufstieg in die 3. Liga in den nächsten Jahren werden wir aber nicht aus den Augen verlieren."
Weil zuvor auch schon Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II seinen Verzicht erklärt hatte, steht der drittplatzierte FC Würzburger Kickers bereits vorzeitig als Teilnehmer an den Entscheidungsspielen fest. Da die Kickers am Finaltag der Amateure (Samstag, 23. Mai) im Endspiel um den bayerischen Toto-Pokal auf den Drittligisten TSV 1860 München treffen, werden die Aufstiegsspiele nach aktuellem Stand am 27. und 31. Mai ausgetragen.
Der Endspurt in der Regionalliga Bayern verspricht trotz der Entscheidung der SpVgg Unterhaching Hochspannung. Zum einen haben alle drei Spitzenteams noch Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. Zum anderen geht es zwischen Unterhaching und Würzburg auch noch um den Titel des Bayerischen Amateurmeisters und damit um die sichere Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison 2026/2027.
BFV/mspw