Es gibt klare und trennscharfe Hierarchien, es gibt flache Hierarchien, unterschiedliche Konzepte, um Erfolg zu haben – Top-Down, wo klare Ansagen ohne Diskussion umgesetzt werden, Bottom-Up, wo Ideen und Feedback derer, die „die Dinge am Ende machen“ eine große Rolle spielen. Was alle Ansätze vereint, bringt Tilo Volgmann auf den Punkt. „In jedem Team braucht es Führungsspieler*innen. Es muss jemanden geben, der die Fäden in der Hand hat und führt“, so einer der BFV-Referenten bei der Führungsspieler-Schulung des Bayerischen Fußball-Verbandes. Bei insgesamt vier Schulungen hat der Bayerische Fußball-Verband wieder über 90 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren weitergebildet – zum mittlerweile siebten Mal. Denn „natürlich gibt es unterschiedliche Charaktere und manche Eigenschaften machen es einfacher, in eine Führungsrolle zu wachsen. Aber man kann es auch lernen“, so Volgmann, der unter der Leitung des Jugendbildungsbeauftragten Uwe Mauckner mit von seinen Kollegen Florian Hofberger, Alexander Brater, Carola Haertel, Marina Plötz und Felix Stingl die Teilnehmer*innen in ihrer Sozial- und Führungskompetenz gefördert hat.
Auf dem Programm standen neben zahlreichen Gruppenspielen auch vertrauensbildende Erfahrungen wie das Führen von Sichtbehinderten sowie Vorträge zu Gewalt- und Suchtprävention.
Die Teilnehmenden sollen neben ihrer Rolle in einer Mannschaft für eine erweiterte ehrenamtliche Tätigkeit in der Jugendarbeit im Verein oder Verband sensibilisiert und herangeführt werden. Sie erhielten einen Einblick in die Strukturen und die Organisation des BFV und umfassende Informationen über aktuelle, jugendrelevante Themen.
Auch das Schiedsrichterwesen unterstützte die Führungsspieler*innen-Schulungen mit jeweils einem Besuch und Vortrag eines Spitzenschiedsrichters/Schiedsrichterin des BFV. Bei den Schulungen in Waldmünchen und Würzburg konnte jeweils sogar ein BFV-Bundesliga-Schiedsrichter begrüßt werden. Benjamin Cortus und Florian Badstübner gaben den Spielern*innen einen Einblick in die Tätigkeit eines Bundesligaschiedsrichters.
Bei den Führungsspieler*innen Schulungen in Babenhausen und Bad Tölz wurde die Schulung durch den Besuch eines Referenten vom Internationalen Fußball Institut unterstützt.
Die Besuche der beiden Bundesliga-Schiedsrichter sowie des Internationalen Fußball Instituts kamen bei den Spielern*innen sehr gut an und boten die Möglichkeit weitere Einblicke und Vertiefungen in verschiedene Themen zu erhalten.
Uwe Mauckner Jugendbildungsbeauftragter des BFV zog ein positives Fazit: „Wir konnten unseren Teilnehmern*innen einen guten Einblick in den BFV und seine Angebote vermitteln. Besonders die Eigenschaften eines Führungsspielers*in zu vermitteln und mit den Jugendlichen gemeinsame Lösungswege zu erarbeiten, die ihnen sowohl in der privat als auch im Sport weiterhelfen zeigte sich als großer Mehrwert für alle. Auch wir können von den Anregungen und Ideen der Jugendlichen profitieren und dieses Schulungsformat bietet hier eine tolle Möglichkeit. Mit dem Format unserer Führungsspieler*innen-Schulungen kommen wir in den Austausch mit jungen, engagierten Spielern*innen. Dieser Austausch ist für uns besonders wertvoll um den Fußball der Zukunft gestalten zu können und die Anliegen und Probleme unserer jungen Spieler*innen zu kennen.